Bachelorarbeit, 2019
42 Seiten, Note: 1,7
1 Ausgangssituation
2 Wesentliche Begriffe
2.1 Heterogenität
2.2 Behinderung
2.3 Inklusion
2.4 Berufsausbildung
2.5 Betriebliches Ausbildungspersonal und Auszubildende
3 Untersuchungsgegenstand und leitende Fragestellungen
4 Vorgehen und Methode
5 Übersicht der diskutierten Studien
Tabelle 1: Übersicht der betrachteten Studien
6 Zusammenführende Diskussion
6.1 Erfahrungen von Unternehmen mit Heterogenität von Auszubildenden
6.2 Herausforderungen und Chancen
6.3 Handlungsmöglichkeiten und deren Bewertung
6.4 Notwendige Rahmenbedingungen und Ressourcen
6.5 Benötigte Einstellungen und Kompetenzen von Ausbildenden
7 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Forschungsstand zum Umgang mit Heterogenität – mit Fokus auf die Dimension Behinderung – in der betrieblichen Ausbildung aus der Perspektive von Unternehmen und Ausbildenden kritisch zu sichten, zu analysieren und unter Einbeziehung der zentralen Fragestellung zu diskutieren.
1 Ausgangssituation
Laut aktuellem Berufsbildungsbericht (2019) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nimmt die Menge von potenziellen Auszubildenden tendenziell ab. Als Gründe dafür werden vor allem der demografische Wandel, sowie das Streben junger Menschen in den Hochschulbereich angeführt. Außerdem ist laut dem Bericht eine zunehmende Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt beobachtbar. So blieben im Berichtsjahr 2017/18 insgesamt 57.700 Stellen unbesetzt, 17,7% mehr alsim Vorjahr, während gleichzeitig auch die Zahl der BewerberInnen anstieg, die ohne Ausbildungsplatz geblieben sind (BMBF 2019, S. 12–13). Angesichts dieser Entwicklungen wird schon seit einiger Zeit ein zunehmender Fachkräftemangel prognostiziert (Gans 2011, S. 109; Bußmann 2015).
Die Relevanz dieser Entwicklung lässt sich unter anderem damit begründen, dass beruflich qualifizierte Fachkräfte, definiert als ArbeitnehmerInnen mit anerkanntem nicht akademischen Berufsabschluss 61,2% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ausmachen (Statistisches Bundesamt 2019). Aktuelle Prognosen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes deuten darauf hin, dass trotz der momentanen Ausweitung des Arbeitskräfteangebots durch Zuwanderung und der fortschreitenden Digitalisierung mittelfristig keine zunehmende Erwerbslosigkeit entstehen wird, sondern der Arbeitsmarkt durch eine Knappheit an Erwerbspersonen geprägt ist. Besonders in einzelnen technischen Berufsfeldern, in Bau-, sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen werden bereits deutliche Fachkräfteengpässe beobachtet (BMBF 2019, S.27-29).
1 Ausgangssituation: Erläutert den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel als Treiber für die Auseinandersetzung mit Diversität bei Azubis.
2 Wesentliche Begriffe: Definiert die zentralen Termini Heterogenität, Behinderung, Inklusion, Berufsausbildung sowie das Ausbildungspersonal.
3 Untersuchungsgegenstand und leitende Fragestellungen: Begründet das Forschungsinteresse an der betrieblichen Perspektive und formuliert die zentralen Forschungsfragen.
4 Vorgehen und Methode: Beschreibt das explorative Vorgehen und die Kriterien für die Auswahl der untersuchten wissenschaftlichen Studien.
5 Übersicht der diskutierten Studien: Bietet einen tabellarischen und systematischen Überblick über die in die Arbeit einbezogenen Fachstudien.
6 Zusammenführende Diskussion: Analysiert und diskutiert die Erkenntnisse zu Erfahrungen, Herausforderungen, Chancen und Kompetenzen der Akteure.
7 Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen bzw. weiteren Forschungsbedarf ab.
Heterogenität, Berufsausbildung, Inklusion, Behinderung, Ausbildende, betriebliche Ausbildung, Fachkräftemangel, Kompetenzen, Ausbildungspraxis, betriebliche Rahmenbedingungen, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Berufs- und Wirtschaftspädagogik.
Die Arbeit analysiert den Umgang mit Heterogenität während der betrieblichen Berufsausbildung, wobei der Schwerpunkt explizit auf der Dimension Behinderung und der Perspektive der Unternehmen sowie des Ausbildungspersonals liegt.
Die Arbeit behandelt die Erfahrungen von Betrieben mit diversen Auszubildenden, die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen, nötige personelle und strukturelle Ressourcen sowie die erforderlichen Kompetenzen der Ausbilder.
Das Hauptziel ist es, einen empirisch fundierten Überblick über den Status quo und Anforderungen bei der Ausbildung heterogener Gruppen zu bieten, um Handlungsmöglichkeiten für die Praxis sowie Ansatzpunkte für die Berufsbildung zu identifizieren.
Es handelt sich um ein exploratives Review von bestehenden wissenschaftlichen Studien, das in Anlehnung an qualitätsgestützte Auswertungsmethoden deduktiv die Fragestellungen beantwortet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die methodische Einordnung, eine Übersicht der betrachteten Studien sowie eine tiefgehende Diskussion über betriebliche Erfahrungen, Herausforderungen, Handlungsmöglichkeiten und benötigte Kompetenzen.
Zu den Kernbegriffen zählen neben Heterogenität und Inklusion insbesondere die betriebliche Ausbildung, Ausbildungspersonal, sowie spezifische Förderbedarfe im Kontext betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Häufig genannt werden der hohe zeitliche Betreuungsaufwand, fehlendes Fachwissen im Umgang mit speziellen Förderbedarfen sowie Zweifel an der technischen Ausstattung oder der Eignung für den betrieblichen Routineablauf.
Die Forschung zeigt, dass größere Unternehmen aufgrund ihrer Kapazitäten (z. B. Lehrwerkstätten) eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, Menschen mit Behinderung auszubilden, als Kleinstbetriebe.
Da viele Ausbildende im Betrieb nebenberuflich oder ohne spezifisch pädagogische Vorbildung tätig sind, wird die Notwendigkeit von Mentoring, Coaching und zielgerichteter Qualifizierung zur Bewältigung von Heterogenität nachdrücklich hervorgehoben.
Der Autor konstatiert einen nicht zu unterschätzenden Handlungsbedarf und schlägt vor, die Inhalte des Ausbilderscheins stärker auf den professionellen Umgang mit Heterogenität auszurichten.
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