Bachelorarbeit, 2022
84 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Entwicklung und Status Quo
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Allgemeine Marktsituation
2.3 Marktsituation im europäischen Ausland
2.4 Käuferzielgruppen
3 Marktanalyse in Deutschland
3.1 Lagerhaltung
3.2 Liefermodelle
3.3 Retouren
3.4 Aktuelle Anbieter
3.4.1 Teilsortimenter
3.4.2 Vollsortimenter
3.5 Branchenanalyse von Vollsortimenter
3.6 Kundengewinnung und Kundenbindung
4 Empirische Untersuchung
4.1 Untersuchungsaufbau
4.2 Erhebungsinstrument
4.3 Gütekriterien
4.4 Ergebnisse der Untersuchung
4.5 Methodenkritik
5 Herausforderungen und Potenziale
5.1 Herausforderungen
5.2 Potenziale
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die Wachstumspotenziale des E-Food-Marktes in Deutschland bis zum Jahr 2030, analysiert bestehende Konzepte und Anbieter sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für diese Branche.
3.1 Lagerhaltung
Dass E-Food die Königsdisziplin im E-Commerce ist, liegt unterderem an der Lagerhaltung der Lebensmittel. Der Umgang und die Lagerhaltung mit Lebensmitteln kann eine echte Herausforderung darstellen, da auf viele Anforderungen geachtet werden muss, wie bspw. die Transportdauer, das Aufrechterhalten der Kühlkette und die Lebensmittelhygiene.
Der Transport von Frischeprodukten wie Obst und Gemüse muss Just-In-Time erfolgen, was eine genaue Planung der Transportwege, sowie eine detaillierte Prognose von Lieferanten und Verkaufsstellen erfordert. Bei einigen Lebensmitteln darf während des kompletten Transports keine Kühlunterbrechung erfolgen, was bedeutet, dass eine permanente Lagertemperaturkontrolle gewährleistet werden muss. Die Regelungen über Lebensmittelhygiene sind in der Verordnung (EG) Nr. 219/2009 des Europäischen Parlaments. Produkte wie Wasch- oder Reinigungsmittel dürfen zum Beispiel nicht mit Lebensmitteln zusammen gelagert werden. Das macht die Auslieferung besonders schwierig, da E-Food Händler ihre Routen von Tag zu Tag planen müssen, ohne vorher genau zu wissen, wie viele Bestellungen sie auszuliefern haben. Die Unterscheidung der Produkte erfolgt zwischen drei verschiedenen Kategorien.
Die erste Kategorie sind ungekühlte Lebensmittel, dazu gehören zum Beispiel Reis, Dosennahrung und Gewürze. Sie unterliegen keinen Vorgaben bzgl. der Lagertemperatur, außer der Bedingung, dass sie trocken gelagert werden müssen.
Frische, gekühlt, gelagerte Produkte sind bspw. Früchte, Gemüse, Molkereiprodukte und Wurstwaren. Sie müssen bei Temperaturen zwischen 0 und 8 Grad Celsius gelagert werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert das Thema durch die wachsende Digitalisierung im Lebensmittelsektor und definiert die zentralen Forschungsfragen.
2 Entwicklung und Status Quo: Hier werden der Begriff E-Food definiert, die historische Entwicklung betrachtet sowie aktuelle Marktdaten für Deutschland und Europa präsentiert.
3 Marktanalyse in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet operative Aspekte wie Lagerhaltung, verschiedene Liefermodelle und analysiert die Strategien führender Anbieter im deutschen Markt.
4 Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen der Online-Befragung dargelegt und die Ergebnisse zur Einstellung und zum Verhalten deutscher Konsumenten hinsichtlich E-Food ausgewertet.
5 Herausforderungen und Potenziale: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit logistischen Hürden wie der "letzten Meile" auseinander und zeigt Zukunftschancen durch Digitalisierung und Personalisierung auf.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung ab.
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Die Arbeit analysiert den aktuellen Stand, die Geschäftsmodelle und die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Marktes für online bestellte Lebensmittel (E-Food) in Deutschland.
Zu den Schwerpunkten zählen die Marktsituation, logistische Herausforderungen (wie Lagerhaltung und Transport), die Strategien verschiedener Anbieter und das Einkaufsverhalten der Konsumenten.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Marktpotenzial von E-Food bis 2030 zu schaffen und Erfolgsfaktoren sowie Hindernisse für Anbieter zu identifizieren.
Neben einer umfassenden Literatur- und Marktanalyse wurde eine quantitative, empirische Online-Verbraucherbefragung durchgeführt, um das deutsche Kaufverhalten zu untersuchen.
Die Arbeit vergleicht insbesondere Unternehmen wie Rewe Lieferservice, Amazon Fresh, Picnic, Flaschenpost, Gorillas und Flink hinsichtlich ihrer Strategien.
Die Autorin reflektiert, dass die Online-Befragung tendenziell eher technikaffine Nutzer anspricht und durch Vorwissen der Teilnehmer beeinflusst sein könnte, was die Repräsentativität einschränkt.
Der letzte Abschnitt der Lieferkette verursacht einen erheblichen Teil der Gesamtkosten und ist aufgrund von Komplexität, Zeitdruck und Anforderungen an die Frische eine der größten ökonomischen Hürden.
Der Lock-in-Effekt beschreibt Strategien, Kunden durch Treueprogramme, technologische Integration in den Alltag oder exklusive Vorteile so an einen Anbieter zu binden, dass ein Wechsel zur Konkurrenz für den Kunden unattraktiv wird.
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