Bachelorarbeit, 2022
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Begründung des Themas
1.2 Forschungsfrage
1.3 Forschungsmethode
1.4 Aufbau dieser Arbeit
2. Marktsituation
2.1 Makroökonomische Markteinflüsse
2.2 Auswirkungen auf die Haushalte
2.3 Reaktion auf gestiegene Lebensmittelpreise
2.4 Discountkunden?
3. Nachhaltigkeit
3.1 Bedeutung und Definition
3.2 Nachhaltige Ernährung
3.3 Persönliche Motive für eine nachhaltige Ernährung
3.4 Barrieren für den Kauf nachhaltiger Lebensmittel
3.5 Verhaltensmodelle
4. Preisbeurteilung
4.1 Preisinformationsverarbeitungsmodell
4.2 Theoretischer Unterlegung
4.2.1 Equitytheory
4.2.2 Dual-Entitlement-Prinzip
4.3 Referenzpreis
4.4 Preisfairness
5. Empirische Untersuchung
5.1 Deduktion der Hypothesen
5.2 Forschungsdesign
5.3 Darstellung der Materialien
5.4 Erhebungsplan
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1 Datenaufbereitung
6.2 Deskriptive Darstellung
6.2.1 Demografische Daten
6.2.2 Verhalten und Einstellungen
6.3 Hypothesentests
6.4 Weitere Zusammenhänge
7. Diskussion
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.2 Handlungsempfehlungen
7.3 Fazit
7.4 Kritische Reflexion und Limitation dieser Arbeit
7.5 Ausblick auf weitere Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der aktuell steigenden Lebensmittelpreise auf die Kaufbereitschaft von nachhaltigen Lebensmitteln, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen Discountkunden und anderen Zielgruppen liegt.
3.1 Bedeutung und Definition
Die Folgen von Klimawandel und der Veränderungen der Umwelt wird immer deutlicher spürbar (Papasabbas, 2022). Erderwärmung, Artensterben und andauernde Waldbrände sind nur einige Beispiele dafür. Die Dringlichkeit eines Handlungsbedarfs ist mittlerweile in weiten Teilen, in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung vorgedrungen. In diesem Zusammenhang nennt das Zukunftsinstitut den Trend Neo-Ökologie als „…wichtigster Megatrend unserer Zeit…“ (Papasabbas, 2022). Neo-Ökologie beschreibt den Wandel von ökologischen Verhalten zu einer in der gesamten Gesellschaft gelebten Haltung. Nachhaltigkeit wird dabei vom Konsumtrend zu einem Wirtschaftsfaktor.
Die Idee einer nachhaltigen und sozial gerechten Art des Wirtschaftens ist nicht neu. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz (BMZ) gibt an, dass bereits 1992, auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro das Konzept der nachhaltigen Entwicklung beschlossen wurde (2022). Dazu erkannten Vertreter aus 178 Ländern an, dass Wirtschaftlichkeit, soziale Gerechtigkeit und Ökologie gleichwertige, zum Überleben notwendige, gleichberechtigte Interessen sind.
Nachhaltigkeit bedeutet, dass die gesamte Produktionskette bis hin zum individuellen Verhalten auf den Beitrag zum Umweltschutz hin geprüft und diskutiert wird (Merkle, 2020, S.105-106). Nachhaltiges Verhalten wird gemeinhin positiv gewertet, sowohl bei Händlern, Erzeugern als auch bei Konsumenten. Beim ethischen Konsum bewerten Verbraucher die Waren nach ethischen und moralischen Gesichtspunkten. Fair und umweltschonend hergestellte Produkte stehen im Fokus dieses Trends. Inzwischen haben sich Supermarktketten wie Alnatura oder Tegut auf diese Produktpalette spezialisiert. Zwischen den Begrifflichkeiten des ethischen und des nachhaltigen Konsums bestehen zahlreiche Überschneidungen (Strubel, 2017, S. 5). Eine Unterscheidung dient eher dazu, einzelne Aspekte zu betonen. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit sei unter dem Begriff des nachhaltigen Konsums der ethische Konsum mit eingeschlossen.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der Preissteigerungen und legt Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise fest.
2. Marktsituation: Analysiert die makroökonomischen Ursachen der Inflation und deren direkte Auswirkungen auf die Haushalte und das Einkaufsverhalten.
3. Nachhaltigkeit: Erläutert Konzepte der Nachhaltigkeit und Identifiziert Barrieren sowie Motive für einen entsprechenden Konsum.
4. Preisbeurteilung: Behandelt theoretische Preismodelle und das Konstrukt der Preisfairness als psychologische Basis für Kaufentscheidungen.
5. Empirische Untersuchung: Beschreibt die Hypothesenbildung, das Forschungsdesign sowie das methodische Vorgehen der Onlinebefragung.
6. Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Daten und wertet die Hypothesentests statistisch aus.
7. Diskussion: Interpretiert die Untersuchungsergebnisse kritisch, gibt Handlungsempfehlungen und reflektiert die Limitationen sowie den Forschungsausblick.
Nachhaltigkeit, Preisfairness, Inflation, Lebensmittel, Ernährung, Lebensmitteldiscounter, Kaufbereitschaft, Konsumverhalten, Preissteigerung, Preissensibilität, Bio-Produkte, Fairtrade, Verbraucherpreisindex, Equitytheory, Preiserhöhung
Die Arbeit analysiert, welchen Einfluss die aktuell steigenden Preise für Lebensmittel auf die Kaufentscheidungen der Verbraucher haben – insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Produkte und den Unterschied zwischen Kunden bei Discountern und im restlichen Einzelhandel.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Marktsituation aufgrund von Inflation, die psychologische Bedeutung von Nachhaltigkeit beim Einkaufen, Konzepte zur Preisbeurteilung (speziell wahrgenommene Preisfairness) und deren Einfluss auf das tatsächliche Kaufverhalten.
Das Ziel ist es, den Einfluss steigender Lebensmittelpreise auf die Kaufbereitschaft für nachhaltige Lebensmittel zu ermitteln und festzustellen, ob sich Discount-Kunden in ihrer Reaktion auf diese Preissteigerungen von anderen Kunden unterscheiden.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt. Die empirische Basis bildet eine Onlinebefragung, deren Daten anschließend statistisch ausgewertet wurden, um Hypothesen über Zusammenhänge zwischen Preisfairness, Discount-Anteil und nachhaltigem Konsum zu prüfen.
Der Hauptteil erstreckt sich von einer fundierten Literaturrecherche zu den Themen Marktsituation, Nachhaltigkeit und Preispsychologie über eine detaillierte Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung bis hin zur Diskussion der Ergebnisse.
Preisfairness, Inflation, Nachhaltigkeit, Lebensmitteldiscounter und Preissensibilität sind die zentralen Begriffe, die den Kern der Analyse exakt beschreiben.
Die Untersuchung macht deutlich, dass eine scharfe Trennung in "Discountkunden" und "Nicht-Discountkunden" methodisch schwer haltbar ist. Der DcA ermöglicht eine präzisere, korrelative Betrachtung des Konsumverhaltens.
Sie gilt als verlässlicher Prädiktor für die Kaufabsicht. Die Arbeit zeigt, dass eine als unfairen wahrgenommene Preiserhöhung eher zum Verzicht führt, während ein Verständnis für die Kostensteigerungen des Unternehmens die Akzeptanz und Fairness-Wahrnehmung stützt.
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