Diplomarbeit, 2008
86 Seiten, Note: 2,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
I. Grundlagen der Vermögensverwaltung
1. Begriffe der Vermögensverwaltung
1.1 Abgrenzung und Definition der Vermögensverwaltung
1.2 Abgrenzung zum Bankgeschäft und zur Anlageberatung
1.2.1 Abgrenzung zum Effekten- und Depotgeschäft
1.2.2 Abgrenzung zur Anlage- und Vermögensberatung und Vermögensbetreuung
1.2.2.1 Anlageberatung
1.2.2.2 Vermögensberatung
1.2.2.3 Vermögensbetreuung
2. Rahmenbedingungen für Kreditinstitute
2.1 Vermögensverwaltung im Wertpapierdienstleistungsunternehmen
2.2 Vermögensverwaltung als Wertpapierdienstleistung
2.3 Vermögensverwaltung als Bankgeschäft (§1 Abs.1 Satz 2 KWG)
2.4 Vermögensverwaltung als Einlagengeschäft (§1 Abs.1 Satz 2 Nr.1 KWG)
2.4.1 Vermögensverwaltung im Vertretermodell
2.4.2 Vermögensverwaltung im Treuhandmodell
2.5 Vermögensverwaltung als Finanzkommissionsgeschäft (§1 Abs.1 Satz2 Nr.4 KWG)
2.6 Vermögensverwaltung als Depotgeschäft (§1 Abs.1 Satz2 Nr.5 KWG)
2.7 Vermögensverwaltung als Investmentgeschäft (§1 Abs.1 Satz2 Nr.6 KWG)
2.8 Zusammenfassung
II. Anlegerschutz bei der Vermögensverwaltung
1. Pflichten und Erfordernisse für einen anlegergerechten Vermögensverwaltungsvertrag
2. Durchführung der Vermögensverwaltung
2.1 Welches Vermögen fällt unter die Vermögensverwaltung ?
2.2 Welche Mittel stehen dem Vermögensverwalter zur Verfügung ?
2.3 Betreuungsarten bei der Vermögensverwaltung
2.3.1 Individuelle Vermögensbetreuung
2.3.2 Standardisierte Vermögensverwaltung
2.3.2.1 Gemeinschaftliche Vermögensverwaltung
2.3.2.2 Fonds Picking
2.4 Phasen in der Vermögensverwaltung
2.4.1 Planungsphase
2.4.1.1 Analyse des Kundenvermögens
2.4.1.2 Analyse der persönlichen Verhältnisse des Kunden
2.4.1.3 Ermittlung der Anlageziele und Erfahrung des Kunden
2.4.1.4 Strategische Ausrichtung der Anlage
2.4.1.5 Einheitliche Planungsschritte des Verbands „Financial Planners“
2.4.2 Die Realisierungsphase
2.4.2.1 Die Anlageauswahl
2.4.2.2 Technische Abwicklung
2.4.3 Die Kontrollphase
3. Der Vermögensverwaltungsvertrag
3.1 Inhalt des Vermögensverwaltungsvertrags
3.1.1 Form und Abschluss eines Vermögensverwaltungsvertrages
3.2 Rechtliche Einordnung von Betreuungs- und Vermögensverwaltungsverträgen
3.3 Risiken der Vermögensverwaltung für den Anleger
3.3.1 Substanzverlustrisiko
3.3.2 Informationsrisiko
3.3.3 Abwicklungs- und Verwaltungsrisiko
3.3.4 Risiko der Untreue
3.3.5 Unsachgemäße Durchführung der Vermögensverwaltung
3.3.6 Intransparenz
3.3.7 Interessenkollisionen
4. Überblick über die gesetzlichen Schutzmechanismen
4.1 Schutz und Risiko im Vertretermodell
4.2 Risiko bei Verbundenheit zwischen Depotbank und vermögensverwaltender Bank
4.3 Risiko bei Ausübung von weiteren Bankgeschäften
4.4 Transferrisiko bei Vermögensumschichtungen
4.5 Mindestkapitalausstattung der Kreditinstitute
4.6 Zusammenfassung
III. Die Anwendbarkeit des KWG auf die Vermögensverwaltung
1. Vermögensverwalter als Kreditinstitut (§1 Abs.1 KWG)
2. Die institutionelle Aufsicht des vermögensverwaltenden Kreditinstituts
2.1 Zulassung als Kreditinstitut nach dem KWG
3. Auswirkungen der Richtlinien auf vermögensverwaltende Kreditinstitute
4. Einlagensicherung und Anlegerschädigung
IV. Die Anwendbarkeit des WpHG auf die Vermögensverwaltung
1. Persönlicher Anwendungsbereich
2. Richtlinien nach §35 Abs.4 WpHG
3. Vermutungswirkung der Richtlinien bezüglich §4 WpHG
4. Qualifizierung von WpHG-Normen als deliktische Schutzgesetze
5. Betrachtung der einzelnen WpHG-Vorschriften
5.1 Interessenskonflikte nach §31 Abs.1 Nr.2 WpHG
5.2 Informationspflicht nach §31 Abs.2 Nr.2 WpHG
5.3 Erkundungspflicht nach §31 Abs.2 Nr.1 WpHG
5.4 Organisationspflichten nach §33 WpHG
5.5 Aufzeichnungs- und Aufklärungspflichten nach §34 WpH
5.6 Getrennte Vermögensverwahrung nach §34a WpHG
V. Haftung
1. Funktion und Aufgabe der Haftung
1.1 Ausgleichsfunktion
1.2 Präventionsfunktion
2. Umfang des Haftungsrisikos
3. Haftungstatbestand
3.1 Anspruchsgrundlage
3.2 Pflichtverletzung
3.2.1 Fehlerhafte Beratung bei der Festlegung von Anlagerichtlinien
3.2.2 Widersprüchliche Anlagepolitik zu den Anlagezielen des Vermögensverwaltungskunden
3.2.3 Vorgaben aus Richtlinien
3.2.4 Fehlerhafte Portfolioentscheidung auf Grundlage der Fundamentalanalyse
3.3 Beweislast, Verschulden und Pflichtwidrigkeit
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Verstoß gegen die Beratungs- und Aufklärungspflicht
3.3.3 Verstoß gegen die bestimmten Anlageziele
VI. Schadensersatz
1. Grundlagen
1.1 Unterscheid zwischen Schaden und Wertminderung
1.2 Vertragspflichtverletzung
1.3 Positives Interesse
1.4 Beweisführung
1.5 Beweislast
2. Betrachtung und Ermittlung der Schadenshöhe
2.1 Fehlerhafte Anlagetitelanalyse
2.2 Pflichtwidriges Verhalten gegenüber Vorgaben
2.3 Pflichtverletzung gegen die Anlageziele
2.3.1 Notwendige Einzelbetrachtung
2.4 Verletzung der Beratungs- und Aufklärungspflicht
2.5 Beweislast
Die Arbeit untersucht den aktuellen rechtlichen Anlegerschutz bei der Vermögensverwaltung durch Kreditinstitute in Deutschland. Zentral ist dabei die Analyse, wie gesetzliche Rahmenbedingungen den Anleger schützen und welche Haftungsrisiken bei Pflichtverletzungen des Vermögensverwalters bestehen.
1. Begriffe der Vermögensverwaltung
Zunächst ist zu klären, was sich hinter dem Begriff der Vermögensverwaltung verbirgt und wie dieser abzugrenzen ist. Die Begrifflichkeit der Vermögensverwaltung hat sich aus der Praxis heraus definiert, aufgrund eines einheitlichen Begriffsverständnisses. In der Praxis gibt es unterschiedliche Begriffsverständnisse. Einerseits ist die Vermögensverwaltung für alle Formen der Anlagen von privaten Anlegern zu verstehen, sowie als Beratung und Betreuung von Kunden in allen vermögensrelevanten Fragen. Durch diese unterschiedlichen Definitionen ist es notwendig, für ein einheitliches Begriffsverständnis zu sorgen, um eine klare Abgrenzung zu anderen Arten der Vermögensverwaltung zu erhalten. Die entstandenen Unklarheiten hinsichtlich des Begriffs sind dadurch begründet, dass dieser sich von der Art und Weise der zu verwaltenden Vermögen unterscheidet.
I. Grundlagen der Vermögensverwaltung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Vermögensverwaltung und grenzt diesen von anderen Finanzdienstleistungen sowie Bankgeschäften ab.
II. Anlegerschutz bei der Vermögensverwaltung: Hier werden die Pflichten des Vermögensverwalters und der Ablauf der Vermögensverwaltung detailliert analysiert, inklusive der verschiedenen Phasen und Betreuungsarten.
III. Die Anwendbarkeit des KWG auf die Vermögensverwaltung: Dieses Kapitel betrachtet, inwieweit das Kreditwesengesetz (KWG) als Schutzgesetz für Kunden bei der Vermögensverwaltung dient.
IV. Die Anwendbarkeit des WpHG auf die Vermögensverwaltung: Hier werden die spezifischen Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und deren Auswirkungen auf die Schutzrechte der Kunden beleuchtet.
V. Haftung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Haftung bei Pflichtverletzungen, den verschiedenen Anspruchsgrundlagen und der Beweislast bei Schadensersatzforderungen.
VI. Schadensersatz: Dieses abschließende Kapitel behandelt die Ermittlung der Schadenshöhe und die Problematik bei der Beweisführung im Falle eines Anlegerschadens.
Vermögensverwaltung, Anlegerschutz, Kreditinstitute, KWG, WpHG, Anlageberatung, Haftung, Pflichtverletzung, Schadensersatz, Depotgeschäft, Finanzdienstleistung, Treuhandmodell, Anleger, Anlageziele, Aufklärungspflicht
Die Arbeit analysiert den rechtlichen Rahmen und den Anlegerschutz bei der Vermögensverwaltung, die durch Kreditinstitute in Deutschland durchgeführt wird.
Zu den zentralen Themen gehören die rechtliche Einordnung der Vermögensverwaltung, die gesetzlichen Pflichten von Banken, das Haftungsrisiko bei Falschberatung und der Schutz vor Substanzverlusten.
Ziel ist es aufzuzeigen, welchen Umfang der Anlegerschutz in der aktuellen deutschen Gesetzeslage hat und wo mögliche Lücken bestehen, die das Vermögen des Anlegers gefährden können.
Es handelt sich um eine juristisch-theoretische Analyse, die Gesetzestexte (wie KWG und WpHG), Literaturquellen und relevante Gerichtsurteile heranzieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition, die regulatorische Aufsicht, die Untersuchung von Haftungsszenarien bei Vertragsverletzungen und die Berechnungsmöglichkeiten von Schadensersatz.
Wichtige Schlagworte sind Vermögensverwaltung, Anlegerschutz, Haftung, Pflichtverletzung, KWG, WpHG und Schadensersatz.
Der Hauptunterschied liegt in der rechtlichen Konstruktion der Vermögensübertragung; beim Treuhandmodell wird das Vermögen dem Treuhänder zur Verwaltung übertragen, während beim Vertretermodell der Anleger selbst Eigentümer bleibt.
Das Urteil hat die Pflichten des Vermögensverwalters bei der Beratung präzisiert und verdeutlicht, dass die Annahme eines Vermögensverwaltungsvertrags konkludent einen Beratungsvertrag begründet, was hohe Sorgfaltsanforderungen stellt.
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