Masterarbeit, 2022
96 Seiten, Note: 2.0
1 EINLEITUNG
1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.2 Stand der Forschung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 ABHÄNGIGKEITEN
2.1 Arten von Abhängigkeiten
2.2 Alkoholabhängigkeit
2.2.1 Phasen der Alkoholabhängigkeit
2.2.2 Formen der Alkoholabhängigkeit
2.2.3 Diagnose der Alkoholabhängigkeit
2.3 Smartphone Abhängigkeit
2.3.1 Eine kurze Geschichte der mobilen Telekommunikation
2.3.2 Das Smartphone
2.3.3 Verhaltenssüchte
2.3.4 Die Smartphone Abhängigkeit
2.3.5 Risiken
2.3.6 Theoretische Diagnose Smartphone Abhängigkeit
3 METHODE
3.1 Qualitativ methodische Vorgehensweise
3.2 Gütekriterien qualitativer Forschung
3.3 Erhebungsmethode
3.4 Planung & Durchführung der Interviews
3.5 Transkriptionssystem
3.6 Auswertung des Datenmaterials
4 ERGEBNISSE
4.1 Auswertung der Interviews
4.2 Kategorienbasierte Auswertung der Interviews
4.2.1 Nutzung
4.2.2 Problembewusstsein
4.2.3 Suchtsymptome
4.2.4 CAGE-Fragebogen
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN
6 FAZIT, KRITISCHE REFLEXION UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht den alltäglichen Smartphone-Gebrauch und analysiert, inwieweit Kriterien der Alkoholabhängigkeit auf die Smartphone-Nutzung übertragbar sind, um eine problematische Smartphone-Nutzung als eigenständiges Phänomen zu definieren.
2.3.4 Die Smartphone Abhängigkeit
Wie oben ausgeführt, lassen sich die Auswirkungen der Alkoholabhängigkeit nicht eins zu eins auf die Nutzung von Smartphone übertragen. Es erfolgt keine Zuführung von Substanzen, welche körperliche Entzugserscheinungen hervorrufen. Es können jedoch bestimmte Stimmungen und Verhaltensweisen wie emotionale Störungen, Ängste und Sorgen entstehen, beispielsweise beim „Smartphone-Entzug“, welche für eine Abhängigkeit sprechen (Lin et al., 2016).
Wie in Kapitel 2.1 erläutert, handelt es sich bei der übermäßigen Smartphone Nutzung um eine substanzungebundene Abhängigkeit, welche rauschhafte Zustände hervorruft, obwohl keine Zufuhr von Substanzen stattfindet (Gross, 2016).
Eine Abhängigkeit vom Smartphone ist in der Gesellschaft zwar vermehrt erkennbar, jedoch in keinem der bekannten Diagnoseverfahren festgehalten. In den Neuauflagen der 2020 in Kraft getretenen ICD-11 wurden die umgangssprachlich genannte Spielsucht (pathologisches Spielen) und die Computerspielabhängigkeit („Disorders due to addictive behaviours“) als relevante Krankheitsbilder mit aufgenommen (WHO, 2018). Und auch das DSM-5 hat die beiden Abhängigkeiten im Anhang als Forschungsdiagnose mit aufgenommen (Petry et al., 2014).
Aufgrund der digitalen Evolution, welche aus unseren Smartphones einen unverzichtbaren Gegenstand in unserem Alltag macht, befasst sich die Forschung mehr und mehr mit den Auswirkungen und möglichen Folgen einer „Übernutzung“ für die menschliche Gesundheit. Das Problem hierbei ist jedoch auch die gesellschaftliche Relevanz, denn Smartphone Hersteller unterliegen keinen besonderen Regulierungen in Bezug auf die Gesundheit und auch den Nutzern selbst ist das Problem aufgrund fehlenden Sachwissens und Fähigkeiten zur Selbsteinschätzung in der Regel nicht bekannt (Montag et al., 2015).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Smartphones und leitet die Forschungsfragen sowie die Zielsetzung der Arbeit her.
2 ABHÄNGIGKEITEN: Dieses Kapitel definiert Abhängigkeiten allgemein, erläutert die Alkoholabhängigkeit als Referenzmodell und führt in die Thematik der Smartphone-Abhängigkeit ein.
3 METHODE: Es wird das Forschungsdesign beschrieben, inklusive der qualitativen Vorgehensweise, der Erhebungsmethode durch problemzentrierte Interviews und der Datenauswertung.
4 ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse aus der kategorienbasierten Auswertung der Experteninterviews und diskutiert die verschiedenen Nutzungsaspekte sowie Suchtsymptome.
5 BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN: Hier werden die zentralen Forschungsfragen basierend auf den erhobenen Daten zusammenfassend beantwortet.
6 FAZIT, KRITISCHE REFLEXION UND AUSBLICK: Das Fazit reflektiert den Forschungsprozess kritisch und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Untersuchungen in diesem Feld.
Smartphone, Alkoholabhängigkeit, Verhaltenssucht, Nomophobie, FOMO, qualitative Forschung, problemzentriertes Interview, MAXQDA, CAGE-Fragebogen, Suchtdreieck, digitale Medien, Kontrollverlust, Abstinenzunfähigkeit, Medienabhängigkeit, Gesundheit.
Die Arbeit untersucht die psychologischen Aspekte einer möglichen Abhängigkeit vom Smartphone, indem sie Vergleiche zur etablierten Alkoholabhängigkeit zieht.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Abhängigkeiten, die Darstellung von Verhaltenssüchten, das Problembewusstsein der Nutzer sowie die Anwendung qualitativer Diagnosemethoden auf das Smartphone-Nutzungsverhalten.
Die Arbeit fokussiert sich darauf, den Stellenwert des Smartphones heute zu bestimmen, Merkmale einer problematischen Nutzung zu identifizieren und zu prüfen, ob ein angepasster CAGE-Fragebogen zur Diagnose dienen kann.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Interviews basiert, die mittels der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz an der Software MAXQDA ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Suchtformen, die Methodik der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung der Interviews nach Kategorien wie Nutzung, Problembewusstsein und Suchtsymptomen.
Zentrale Begriffe sind Smartphone-Abhängigkeit, Verhaltenssucht, CAGE-Fragebogen, qualitative Inhaltsanalyse, FOMO (Fear of Missing Out) und Kontrollverlust.
Das Suchtdreieck (Person, Umwelt, Suchtmittel) dient als bio-psycho-sozialer Analyserahmen, um die verschiedenen Ursachen und Wechselwirkungen einer Smartphone-Abhängigkeit systematisch einzuordnen.
Obwohl er ursprünglich für Alkoholprobleme entwickelt wurde, wird er hier angepasst, um auf Basis der Interviewaussagen erste Indikationen für ein problematisches Smartphone-Nutzungsverhalten zu gewinnen.
Das Problembewusstsein ist entscheidend, da es als Voraussetzung für das Treffen von Schutzmaßnahmen (z. B. Flugmodus) gilt, wobei die Arbeit zeigt, dass dieses Bewusstsein vorhanden, aber oft noch wenig ausgeprägt ist.
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