Magisterarbeit, 2008
191 Seiten, Note: 2,2
1. EINLEITUNG
1.1. Vorbemerkungen
1.2. Historische Einbindung
1.3. Forschungsgeschichte
1.4. Die geografische Lage
1.5. Die Anlage der Siedlung
1.6. Die Areale
1.6.1.1. Areal 1, der Repräsentationsbau
1.6.1.2. Areal 1, die Keramik
1.6.2.1. Areal 2, das Osttor
1.6.2.2. Areal 2, die Keramik
1.6.3.1. Areal 3, die Wohnbauten
1.6.3.2. Areal 3, die Keramik
1.6.4. Areal 4, der Podiumstempel
1.6.5.1. Areal 5, der Burgberg
1.6.5.2. Areal 5, die Keramik
1.7. Stratigrafie
2. HAUPTTEIL
2.1. Vorstellung der Arbeitsweise
2.1.1. Methodik und Ziele der Keramikklassifizierung
2.1.2. Gliederung der Gesamtmenge in Warengruppen
2.1.3. Verwendete Begriffe für die Oberflächenbehandlung
2.2. Das Warengruppensystem
2.2.1. Die Warengruppen und vergebene Codes
2.2.1.1. Die Warengruppe 100
2.2.1.2. Die vergebenen Codes der Warengruppe 100
2.2.2.1. Die Warengruppen 200, 300 und 400
2.2.2.2. Die vergebenen Codes der Warengruppe 200
2.2.2.3. Die vergebenen Codes der Warengruppe 300
2.2.2.4. Die vergebenen Codes der Warengruppe 400
2.2.3.1. Die Warengruppe 500
2.2.3.2. Die vergebenen Codes der Warengruppe 500
2.2.4.1. Die Warengruppe 600
2.2.4.2. Die vergebenen Codes der Warengruppe 600
2.2.5. Zusammenfassung der petrografischen Betrachtung
2.3. Die Formengruppen
2.3.1. Die Randformen A
2.3.1.1. A1 einziehende Ränder
2.3.1.2. A2 Schalen mit geradem bis leicht einziehendem Rand
2.3.1.3. A3 D-Wulstränder
2.3.1.4. A4 Ränder mit Innengrübchen
2.3.1.5. A5 P-Wulstränder
2.3.1.6. A6 Kegel- bis Zylinderhalsränder
2.3.1.7. A8.1 und A8.2 ausladende und einziehende S-Profil- Schalen
2.3.1.8. A9 offene, große Schalen
2.3.1.9. A10 Näpfe
2.3.1.10. A11 Teller- und Plattenränder, sowie Deckel
2.3.1.11. A12 Ränder mit verzierter Draufsicht
2.3.1.12. A13 Flaschenhälse mit verdickter Randlippe
2.3.1.13. A14 Flaschenhälse ohne Randlippe
2.3.1.14. A15 Flaschen mit ausladender Randlippe
2.3.1.15. A16 Gefäße mit Wellenrand
2.3.1.16. A17 Ränder mit plastischen Besonderheiten
2.3.2. Die Wandverzierungen B
2.3.2.1. B1 Plastische Leisten
2.3.2.2. B2 Ritz- und Kerbschnittreihen
2.3.2.3. B3 Wände mit Ritzungen
2.3.2.4. B4 Stichverzierungen
2.3.2.5. B5 Wände mit Fingertupfenleisten
2.3.2.6. B6 Wände mit Wellenverzierung
2.3.2.7. B7 Wischungen, Feuchtverstriche, Zierpoliturmuster
2.3.2.8. B8 Gelochte Wände
2.3.3. Die Gefäßböden C
2.3.3.1. C1 gerade Standringe
2.3.3.2. C2 ausladende Standringe
2.3.3.3. C3 Tripodböden
2.3.3.4. C4 Böden ohne Fuß
2.3.3.5. C5 Omphalos-Böden
2.3.3.6. C7 gerade Standfläche mit leichter Auszipfelung im Profil
2.3.4. Die Henkelformen D
2.3.4.1. D1 Waagerechte Henkel
2.3.4.2. D2 Waagerechte Henkel mit Rippe
2.3.4.3. D3 Waagerechte Henkel mit Rille
2.3.4.4. D4 Waagerechte Henkel mit Kerbschnittreihe
2.3.4.5. D5 Senkrechte Henkel und Ösenhenkel
2.3.4.6. D6 senkrechte Henkel mit Rille
2.3.4.7. D7 senkrechte Henkel mit Zipfeln
2.3.4.8. D8 Deckelknauf
2.3.4.9. D9 Amphoren-Henkel
2.3.5. Die Knubbenformen E
2.3.5.1. E1 Die waagerechte, ovale Griffknubbe
2.3.5.2. E2 Die runde Zierknubbe
2.3.5.3. E3 Die spitzovale, stark herausgezogene Knubbe
2.3.5.4. E4 Knubben mit Fingertupfeneingriff
2.3.5.5. E5 Die Nasenknubbe
2.3.5.6. E6 Innenknubbe
2.3.7. Die Pithoi
3. AUSWERTUNG
3.1. Formen und deren Mengen, verteilt auf die Areale
3.1.1. Randformen
3.1.2. Wände
3.1.3. Böden
3.1.4. Griffe: Henkel und Knubben
3.2. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert eine chronologische Sequenz für die frühhimyarische Zeit basierend auf einer umfangreichen Keramiktypologie des Jabal al-'Awd. Ziel ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für die Einordnung bisher kontextloser Funde zu schaffen und das keramische Spektrum des jemenitischen Hochlands typologisch sowie petrografisch zu erfassen.
1.2. Historische Einbindung
In den letzten vier Jahrhunderten vor der Zeitenwende war der Jemen durch den Karawanenhandel charakterisiert, regiert durch die Reiche Hadramaut, Qataban, Awsan, Ma`in und Saba (Kitchen, 1994). Qataban hatte für das Gebiet des Jabal al-´Awd um diese Zeit die Vormacht (Ch. Robin 1999). Ab 110 v. Chr. separiert sich ein Großteil des Hochlandes und bildete das Königreich Himyar. Die politischen Zentren verlagerten sich um die Zeitenwende zunehmend von den Oasen in das unwegsame Hochland (K. A. Kitchen 1994), denn die Oasenreiche wurden im Machtgefüge von den Stammesverbänden aus dem Hochland abgelöst. Ein Grund für die massiven politischen Konflikte innerhalb Südarabiens ist unter anderem die Hochseeschifffahrt Roms. Sie führte zur Verlagerung der Handelswege von den alten Karawanenrouten durch die Wüste hin zu neuen Wegen über die Berge. Das Römische Reich nutzte Südarabien als Durchgangsstation beim Handel mit Indien. Damit verloren die Oasenstädte als Karawanenstationen an Macht und Reichtum. Die Wegzolleinnahmen fielen weg (Robin 1999) und der Gütertransport durch die Wüste wurde unsicher.
1. EINLEITUNG: Bietet einen Überblick über die bisherige archäologische Forschung im Jemen, die geografische Lage sowie die Chronologie und Stratigrafie der Fundstätte Jabal al-'Awd.
2. HAUPTTEIL: Differenziert die methodischen Ansätze der Keramiktypologie, definiert ein valides Warengruppensystem inklusive petrografischer Analysen und analysiert detailliert die verschiedenen Formengruppen (Ränder, Wände, Böden, Griffe).
3. AUSWERTUNG: Verknüpft die form- und waren-spezifischen Daten mit den räumlichen Fundkontexten der Areale zur Interpretation funktionaler und sozio-kultureller Zusammenhänge der Siedlungsphase.
Jabal al-'Awd, frühhimyarische Zeit, Keramiktypologie, Südarabien, Karewanenhandel, Warengruppen, Formengruppen, Petrografie, Stratigrafie, Grabkeramik, Siedlungskeramik, Archäometrie, Podiumstempel, Alltagsgeschirr, materielle Kultur.
Die Arbeit befasst sich mit der typologischen und chronologischen Einordnung des Keramikspektrums der befestigten Höhensiedlung des Jabal al-'Awd im jemenitischen Hochland während der frühhimyarischen Zeit.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung eines Warengruppensystems sowie eines Formenkatalogs, ergänzt durch petrografische laboranalytische Untersuchungen zur Herkunft und Beschaffenheit der Keramik.
Das primäre Ziel ist es, eine chronologische Sequenz für die frühhimyarische Zeit zu erstellen und eine fundierte Typologisierung vorzulegen, die als Basis für künftige archäologische Forschungen im Jemen dienen kann.
Es erfolgt eine horizontale Stratifizierung von Keramikformen und Waren, kombiniert mit einer systematischen statistischen Aufnahme der Scherbenfunde und naturwissenschaftlicher Verifizierung durch Dünnschliffanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Arbeitsweise, die Vorstellung und petrografische Beschreibung des Warengruppensystems sowie eine umfassende Formenanalyse (Rand-, Wand-, Boden-, Henkel- und Knubbenformen).
Wichtige Fachbegriffe sind Frühhimyarik, Warengruppen, Handarbeit, Drehscheibenware, Zierpolitur, Impresso-Verzierung, petrografische Analysen und Typologisierung.
Die Pithoi dienen als besonders aussagekräftige, großformatige Vorratsgefäße, deren komplexe Formenkombinationen wie Schlangenmotive oder Schriftzeichen wichtige Hinweise auf die rituelle Nutzung bestimmter Siedlungsbereiche geben.
Areal 3 weist als privater Wohnkomplex in der Statistik die größte Vielfalt und Menge an Boden- sowie Randformen auf, was es zu einem zentralen Indikator für das Alltagsgeschirr im Vergleich zu repräsentativen Bereichen wie der Akropolis macht.
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