Masterarbeit, 2022
126 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfrage der Arbeit
1.3. Struktur und Methodik der Arbeit
2. Definition und Abgrenzung der relevanten Begriffe
2.1. Definition des Begriffes Management
2.2. Definition des Begriffes Personalführung
2.3. Remote Working und Führen auf Distanz
2.4. Einflussmechanismen in der Führung auf Distanz
3. Führen auf Distanz und organisationale Werkzeuge einer Führungskraft
3.1. Organisatorische und personelle Herausforderungen des Arbeitens und Führens auf Distanz
3.2. Werkzeuge zur Überwindung der Herausforderungen aus der Führung auf Distanz
3.2.1. Ressourcenbereitstellung und -verfügbarkeit
3.2.2. Richtlinien für das Remote Working
3.2.3. Kommunikation
3.2.4. Online-Meetings und Besprechungen
3.2.5. Zielvereinbarungen
3.2.6. Delegation, Entscheidung und Kontrolle
4. Analyse von Werkzeugen und Kompetenzen des Führens auf Distanz anhand von Experteninterviews
4.1. Beschreibung der Untersuchungsmethode
4.2. Entwicklung des Leitfadens
4.3. Planung und Durchführung der Experteninterviews
4.4. Auswertung der Interviews
4.5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4.5.1. Deskriptive Gesamtanalyse
4.5.2. Ressourcenbereitstellung und -verfügbarkeit
4.5.3. Richtlinien für das Remote Working
4.5.4. Kommunikation
4.5.5. Online-Meetings
4.5.6. Zielvereinbarungen
4.5.7. Delegation und Kontrolle
4.5.8. Ergänzende Erkenntnisse
5. Werkzeuge und Kompetenzen für eine effektive Führung auf Distanz
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie moderne Management- und Führungsansätze durch organisatorische und strukturelle Werkzeuge in Remote-Arbeitsumgebungen effektiv gestaltet werden können. Ziel ist es, Führungskräfte bei der Bewältigung der Herausforderungen des Arbeitens auf Distanz zu unterstützen und die für eine effektive Führung auf Distanz notwendigen Kompetenzen zu analysieren.
3.1. Organisatorische und personelle Herausforderungen des Arbeitens und Führens auf Distanz
Die eingangs der Arbeit erwähnte PwC-Studie zu Erfahrungen, Grenzen und Chancen der öffentlichen Verwaltung im Home-Office hat anhand von Tiefeninterviews verdeutlicht, dass der im Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie ausgelöste Home-Office-Boom der öffentlichen Verwaltung auch mit verschiedenen Herausforderungen verbunden war und frühzeitig Grenzen aufzeigt, die durch den Stand der Digitalisierung und Vorbereitung der Transformation der Arbeitsmodelle determiniert war. Die Studienergebnisse spiegeln die Erfahrungen des Verfassers dieser Arbeit, die im Folgenden die Basis für die Beschreibung organisatorischer und personeller Herausforderungen des Führens auf Distanz bilden.
Der Verfasser ist in einer großen Behörde im Bereich der Prüfung von Dienst- und Tarifrecht beschäftigt. In der Behörde gab es – analog zu zahlreichen anderen Behörden und Verwaltungen des öffentlichen Dienstes – bis zum Beginn der Corona-Pandemie nur wenige Mitarbeiter, die ganz oder teilweise im Home-Office arbeiteten. Um im Home-Office arbeiten zu können war in der Regel ein langwieriger Antragsprozess nebst genauer Begründung und Prüfung erforderlich. Das änderte sich im Jahr 2021 mit dem Infektionsschutzgesetz und der Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Arbeitgeber dazu verpflichteten, Home-Office zu ermöglichen, wenn keine betrieblichen Gründe dagegensprachen (Alipour et al. 2021:4).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Digitalisierung und Remote Working sowie Vorstellung der Forschungsfrage.
2. Definition und Abgrenzung der relevanten Begriffe: Theoretische Fundierung zentraler Begriffe wie Management, Personalführung und Remote Working.
3. Führen auf Distanz und organisationale Werkzeuge einer Führungskraft: Analyse der Herausforderungen im Home-Office und Vorstellung konkreter organisatorischer Werkzeuge zur Steuerung.
4. Analyse von Werkzeugen und Kompetenzen des Führens auf Distanz anhand von Experteninterviews: Empirische Untersuchung durch qualitative Experteninterviews zur Anwendung der Werkzeuge.
5. Werkzeuge und Kompetenzen für eine effektive Führung auf Distanz: Synthese der theoretischen und empirischen Erkenntnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Führung auf Distanz, Remote Working, Home-Office, Digitale Transformation, Personalführung, Management, Organisation, Experteninterviews, Virtuelle Teams, Zielvereinbarungen, Online-Kommunikation, Führungskompetenzen, Arbeitsmodell, Verwaltung, Führungsinstrumente
Die Masterthesis befasst sich mit der Gestaltung effektiver Führung in einer digitalisierten Arbeitswelt, speziell unter den Bedingungen von Remote Working im öffentlichen Sektor.
Die Schwerpunkte liegen auf organisationalen Rahmenbedingungen, der Nutzung digitaler Werkzeuge zur Führung, der Bedeutung von Vertrauen und der Relevanz individueller Führungskompetenzen.
Das Ziel besteht darin, herauszufinden, welche strukturellen Werkzeuge Führungskräfte auf Distanz unterstützen und über welche Kompetenzen sie verfügen müssen, um effektiv zu führen.
Der Autor führt eine qualitative Forschungsarbeit durch, die auf einer theoretischen Analyse sowie auf der methodischen Auswertung von Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil erörtert Theorie und Praxis zu den Werkzeugen (Ressourcen, Richtlinien, Kommunikation, Meetings, Zielvereinbarungen, Delegation/Kontrolle) und analysiert deren Einsatz anhand von Experteninterviews.
Führung auf Distanz, Remote Working, Home-Office, Personalführung, Management, Organisation und Führungskompetenzen.
Die Experteninterviews zeigten, dass in den befragten Verwaltungseinheiten der Fokus eher auf Team-Ergebnissen und allgemeinen Fristen liegt, während individuell formulierte und messbare Ziele im Management-by-Objectives-Sinne in der Praxis oft fehlen.
Vertrauen wird als Grundlage für die Delegation und Kontrolle in Distanz-Arbeitsumgebungen angesehen; fehlendes Vertrauen führt laut den Experten zu übermäßiger Kontrolle und verringert die Arbeitsmotivation.
Die untersuchten Führungskräfte überlassen die informelle Kommunikation mehrheitlich den Mitarbeitern selbst und greifen in der Online-Umgebung nicht aktiv steuernd ein, während sie fachliche Kommunikation bevorzugt systematisch und schriftlich planen.
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