Bachelorarbeit, 2022
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Glück als Konzept von Subjektiven Wohlbefinden - Definitionen
2.1.2 Forschungsstand Subjektives Wohlbefinden und Erwerbstätigkeit
2.1.3 Mutterschaft, Subjektives Wohlbefinden und Erwerbsstatus
2.2 Rollen-Stress-Perspektive
2.3 Enhancement-Hypothese
2.4 Ableitung der Fragestellung
3 Methode
3.1 Suchstrategie
3.2 Ein- und Ausschlusskriterien für die Literatur
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse: Hausfrauen sind eher glücklicher
4.2 Ergebnisse: Erwerbstätige Mütter sind eher glücklich
4.3 Weitere forschungsrelevante Ergebnisse
4.4 Methodische Besonderheiten und Abweichungen
5 Diskussion
5.1 Enhancement-Hypothese: Arbeit macht Mütter glücklich
5.2 Rollen-Stress-Modell: Multiple Rollenübernahme macht unglücklich
5.3 Gemischte Ergebnisse
5.4 Limitationen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie sich die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf das subjektive Wohlbefinden von Müttern im Vergleich zu Hausfrauen auswirkt. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zu klären und zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen berufstätige Mütter ein höheres oder niedrigeres Wohlbefinden als ihre nicht-erwerbstätigen Pendants aufweisen, wobei konkurrierende psychologische Modelle wie die Rollen-Stress-Perspektive und die Enhancement-Hypothese als Erklärungsrahmen dienen.
1 Einleitung
In den 60er Jahren sorgte Betty Friedan mit ihrem Buch „The feminine mystique“ innerhalb der amerikanischen Öffentlichkeit mit dem Problem, das keinen Namen hat für Furore. Sie beschrieb unter dieser Überschrift das Unglück der Frauen, die in der Ehe und Mutterschaft keine Erfüllung fanden. Damit kritisierte sie die gesellschaftliche Reduktion der Frau auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter. Statt der versprochenen Erfüllung, seien diese Frauen geplagt von Sehnsüchten, Gefühlen der Leere und stiller Verzweiflung, so die amerikanische Frauenrechtlerin.
Each suburban wife struggled with it alone. As she made the beds, shopped for groceries, matched slipcover material, ate peanut butter sandwiches with her children, chauffeured Cub Scouts and Brownies, lay beside her husband at night – she was afraid to ask even of herself the silent question – “Is this all?” (Friedan, 1963, S. 15)
Diese Frauen hätten sich fälschlicherweise zwischen der Ehe und einer beruflichen Karriere entschieden und außer Acht gelassen, dass sich Ehe und Mutterschaft sowie Bildung und Karriere nicht ausschließen müssen. Friedan (1963) räumte jedoch ebenfalls ein, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht einfach sein würde und sprach damit ein auch heute noch hochaktuelles Thema an.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und aktuelle Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein und leitet das Forschungsinteresse am mütterlichen Wohlbefinden ab.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie das subjektive Wohlbefinden, die Rollen-Stress-Perspektive und die Enhancement-Hypothese als theoretischer Rahmen der Arbeit definiert.
3 Methode: Dieses Kapitel erläutert das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche, die Suchstrategie sowie die Kriterien für Ein- und Ausschluss von Studien.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der recherchierten Studien werden hier kategorisiert nach Tendenzen (Hausfrauen glücklicher vs. berufstätige Mütter glücklicher) detailliert dargestellt.
5 Diskussion: In diesem Teil werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Modelle interpretiert, Limitationen herausgearbeitet und Empfehlungen für künftige Forschung ausgesprochen.
Mütter, Erwerbsbeteiligung, Hausfrauen, subjektives Wohlbefinden, Rollen-Stress-Perspektive, Enhancement-Hypothese, Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Rollenakkumulation, Arbeitszeit, Lebenszufriedenheit, Work-Life-Balance, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht in einem systematischen Review, ob berufstätige Mütter glücklicher sind als Hausfrauen oder ob das Hausfrauendasein mit einem höheren Wohlbefinden einhergeht.
Die zentralen Themen sind das subjektive Wohlbefinden von Müttern, die Rolle der Erwerbsbeteiligung, die Auswirkungen von Mehrfachbelastungen und die theoretische Debatte zwischen Stressreduktion und Ressourcenbereicherung durch verschiedene Rollen.
Die Forschungsfrage lautet: Erleben berufstätige und zu Hause bleibende Mütter ein ähnliches Maß an subjektivem Wohlbefinden?
Es handelt sich um ein systematisches Literaturreview, bei dem aktuelle quantitativ-empirische Studien nach dem PRISMA-Ansatz ausgewählt und analysiert wurden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle zum Rollenverhalten (Rollen-Stress vs. Enhancement) als auch die empirischen Ergebnisse zahlreicher Studien aus dem In- und Ausland diskutiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Mütter, Erwerbsbeteiligung, subjektives Wohlbefinden, Rollen-Stress-Perspektive und Enhancement-Hypothese.
Die Autorin bündelt verschiedene Messgrößen für "Glück" und "Lebenszufriedenheit" unter dem wissenschaftlichen Sammelbegriff des subjektiven Wohlbefindens (SWB), weist jedoch kritisch auf die unterschiedlichen Erhebungsmethoden in den Studien hin.
Nein, die Ergebnisse sind widersprüchlich. Manche Studien deuten auf Vorteile der Erwerbstätigkeit hin, während andere das Hausfrauendasein als positiv konnotiert darstellen.
Die Arbeit stellt fest, dass es keine einfachen nationalen "Rezepturen" (wie z.B. nur das Angebot an Kinderbetreuung) gibt, da sich die Effekte der Hausfrauenrolle oft über verschiedene kulturelle Kontexte hinweg nicht einheitlich verändern.
Die "zweite Schicht" – also die Haus- und Familienarbeit zusätzlich zur bezahlten Erwerbsarbeit – wird als bedeutender Stressfaktor identifiziert, der durch Zeitmangel und Erschöpfung das mütterliche Wohlbefinden negativ beeinflussen kann.
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