Masterarbeit, 2020
112 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Theoretischer Hintergrund
1.1 Stress
1.1.1 Stresstheorien
1.1.1.1 Reaktionszentrierte Theorien
1.1.1.2 Reizzentrierte Theorien
1.1.1.3 Transaktionale Theorien
1.1.1.4 Ressourcenerhaltungstheorie
1.1.1.5 Diathese-Stress-Modell
1.1.2 Physiologische Stressreaktionen
1.1.2.1 Physiologische Konsequenzen dauerhaften Stresses
1.1.3 Alpha-Amylase als biologischer Stressmarker
1.1.3.1 sAA-Tagesprofil und dessen Determinanten
1.1.3.2 Alpha-Amylase und Stress
1.2 Soziale Phobie
1.2.1 Konzeptualisierungen
1.2.2 Prävalenz
1.2.3 Differenzialdiagnostik, Komorbidität und Suizidalität
1.2.4 Verlauf
1.2.5 Äthiologie
1.2.5.1 Genetische Faktoren & Temperament
1.2.5.2 Proximale Faktoren: Kognitionen & Verhalten
1.2.5.3 Umweltfaktoren
1.2.6 Soziale Ängste und physiologische Stressreaktionen
1.3 Soziale Unterstützung
1.3.1 Soziale Unterstützung und Stress
1.3.2 Soziale Unterstützung und Soziale Phobie
1.4 Fragestellung und Hypothesen
1.4.1 Hypothese 1: Subjektiver Stress & sAA
1.4.2 Hypothese 2: Soziale Angst und Stress
1.4.3 Hypothese 3: Soziale Angst, soziale Unterstützung und Stress
2 Methode
2.1 Stichprobe
2.2 Studiendesign
2.3 Durchführung und Materialien
2.3.1 Einführungstreffen
2.3.2 Erhebung der Alpha-Amylase Tagesprofile
2.3.3 Online-Fragebogen
2.4 Operationalisierung der gemessenen Variablen
2.4.1 Alpha-Amylase im Speichel als Stressmaß
2.4.2 Subjektives Stressempfinden
2.4.3 Soziale Phobie
2.4.4 Soziale Unterstützung
2.4.5 Soziodemographische Daten
2.4.6 Therapieerfahrung
2.4.7 Kontrollvariablen
2.5 Statistische Methoden
3 Ergebnisse
3.1 Datenaufbereitung
3.1.1 Voraussetzungsprüfung und Reliabilität
3.2 Deskriptive Statistik
3.3 Kontrollvariablen
3.4 Hypothesentestung
3.4.1 Hypothese 1: Subjektiver Stress und sAA
3.4.2 Hypothese 2: Stress und Soziale Phobie
3.4.3 Hypothese 3: Soziale Angst, soziale Unterstützung und Stress
3.5 Explorative Statistik
4 Diskussion
4.1 Zusammenfassung
4.2 Theoretische Einordnung der Ergebnisse
4.3 Limitationen
4.4 Praktische Implikationen und Forschungsperspektiven
4.5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Angst, subjektivem Stressempfinden und dem biologischen Stressmarker Alpha-Amylase im Speichel (sAA). Dabei wird geprüft, ob soziale Unterstützung als moderierender Faktor den Zusammenhang zwischen sozialer Angst und Stress abmildern kann.
1.1 Stress
Aus dem lateinischen Wort ,distringere‘, also ,beanspruchen, einengen‘ hervorgehend, (Dudenredaktion, 2015) wurde der Begriff Stress im 18. Jahrhundert in der Materialforschung wissenschaftlich eingeführt und beschreibt die durch Belastung verursachte Verformung von Material. Das Konzept wurde zunächst von Walter Cannon 1926 metaphorisch in die Medizin, Biologie und Psychologie übertragen (Fröhlich, 2011) und seitdem als feststehender alltags- und wissenschaftsrelevanter Begriff etabliert. Als Modewort in aller Munde, das sowohl zur Beschreibung von Umweltreizen („Einkaufen gehen ist purer Stress“), als auch emotionaler Zustände („ich bin so gestresst von allem“) verwendet wird, ist eine definitorische Abgrenzung kein leichtes Unterfangen – zumal die wissenschaftlichen Theorien zu dem Thema vielfältig sind. So formulierte bereits Hans Selye, einer der ersten psychologischen Stressforscher: „Jeder weiß was Stress ist und niemand weiß, was es ist“ (Selye, 1973). Vor der näheren Beleuchtung relevanter Stresstheorien wird zunächst eine allgemeine Definition des Begriffs aus dem Wörterbuch der Psychologie gegeben:
„[Stress beschreibt] Zustände der Beanspruchung, die aus Prozessen der Auseinandersetzung mit belastenden Bedingungen, den Stressoren hervorgehen. Als Stressoren gelten alle Noxen, d.h. potentiell schädigende Umstände […], die das innere Gleichgewicht stören und Neuanpassung […], wirkungsvolle Auseinandersetzung […] und/ oder Abwehr verlangen.“ (Fröhlich, 2011 S.461)
1 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert aktuelle Stresstheorien, die physiologischen Stressreaktionen sowie das Störungsbild der Sozialen Phobie und die protektive Funktion sozialer Unterstützung.
2 Methode: Hier werden die Stichprobengewinnung, das Studiendesign und die Verfahren zur Erhebung der Speichelproben sowie der psychologischen Fragebögen detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: Die statistischen Auswertungen zur Überprüfung der Hypothesen sowie deskriptive Analysen der erhobenen Daten werden in diesem Kapitel präsentiert.
4 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch eingeordnet, methodische Einschränkungen reflektiert und zukünftige Forschungsperspektiven sowie praktische Implikationen abgeleitet.
Alpha-Amylase, Stress, Soziale Phobie, soziale Unterstützung, Speichel, AUC, AAR, Stresstheorien, Soziale Angst, physiologische Stressreaktion, Stressbewältigung, Biomarker, psychische Gesundheit, Stressbelastung, psychologische Diagnostik.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen chronischem Stress, sozialer Angst und physiologischen Stressmarkern, wobei die potenziell schützende Wirkung sozialer Unterstützung im Fokus steht.
Die Kernthemen umfassen die physiologische Stressreaktion, die Ätiologie und Symptomatik der Sozialen Phobie sowie die Pufferfunktion von wahrgenommener sozialer Unterstützung.
Es soll untersucht werden, ob eine erhöhte soziale Angst mit spezifischen physiologischen Stresswerten (Alpha-Amylase) einhergeht und ob soziale Unterstützung diesen Zusammenhang als Puffer moderieren kann.
Es wurde eine korrelative Feldstudie durchgeführt, bei der über eine Woche hinweg Speichelproben zur Bestimmung der Alpha-Amylase-Konzentration gewonnen und zusätzlich standardisierte Online-Fragebögen eingesetzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung bestehender Literatur, die Beschreibung des methodischen Vorgehens, die Auswertung der empirischen Daten und die kritische Diskussion der Befunde.
Wichtige Begriffe sind Alpha-Amylase, Soziale Phobie, Stress, soziale Unterstützung und psychologische Stressdiagnostik.
Die Studienteilnehmer entnahmen an zwei Tagen jeweils sechs Speichelproben zu festgelegten Zeitpunkten, um Tagesprofile (AUC und AAR) der Alpha-Amylase-Konzentration zu erstellen.
Da betroffene Personen oft unter einem Teufelskreis sozialer Vermeidung leiden, ist es wissenschaftlich relevant zu klären, ob ein vorhandenes soziales Netzwerk physiologisch entlastend wirken kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

