Masterarbeit, 2009
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Statt einer Definition: ein narrativer Einstieg
3. Methode und Aufbau der Arbeit
3.1 Zum Aufbau der Arbeit
3.2 Grundsätzliches zur Methode
3.3 Zum Begriff der Konzeption
4. Konzeptionen von Organisationskultur
4.1 Kategorisierung der Konzeptionen von Organisationskultur
4.2 Vorläufer der Organisationskulturforschung
4.2.1 Scientific Management / Taylorismus
4.2.2 Human Relations Ansatz
4.2.3 Social Factist Paradigm
4.2.4 Übergang zur Organisationskulturforschung
4.3 Ansätze der Befassung mit Organisationskultur
4.3.1 Variablenansatz
4.3.2 Metaphernansatz
4.3.3 Dynamischer Ansatz
4.3.4 Systemtheoretische Ansätze
4.4 Diskussion der Ansätze
4.4.1 Vorbemerkung
4.4.2 Komplexitätsgrad
4.4.3 Steuerungsannahmen
4.4.4 Verhältnis von Theorie und Praxis
4.4.5 Organisationszwecke und Interessen der Mitglieder
4.4.6 Epistemologischer Widerspruch
5. Organisationen als Kultur – eigenes Verständnis
5.1 Zum Kulturbegriff
5.2 Zur Organisationskultur
5.2.1 Organisationsdefinition
5.2.2 Organisationszwecke als entscheidende Kategorie
5.2.3 Organisationszwecke von NPO
5.2.4 Exkurs: Ein Gedankenexperiment
5.2.5 Organisationskulturdefinition
6. Führung und Organisationskultur
6.1 Zum Begriff der Führung
6.2 Konzeptionen der Organisationskultur und die Führung von NPO
7. Schluss
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Bedeutung verschiedener Konzeptionen der Organisationskultur für die Führung von Nonprofit-Organisationen (NPO) zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie theoretische Ansätze das praktische Führungsverständnis beeinflussen und in welchem Verhältnis Theorie und Praxis in diesem Kontext stehen.
4.2.1 Scientific Management / Taylorismus
Hild (2006) führt die von F.W. Taylor begründete Methode der wissenschaftlichen Betriebsführung (Scientific Management) als erste systematische Befassung mit Organisationen und damit im Sinne seiner Gleichsetzung von Organisation und Organisationskultur auch als frühe Theorie über letztere ein. Taylors systematischer Befassung mit Arbeitsabläufen zum Zwecke der Rationalisierung derselben und der Überwindung des Widerstandes des Arbeiters im Produktionsprozess liegt eine Konzeption von Organisation zugrunde, deren Kern die Metapher der Maschine darstellt. Genauer gefasst hat Taylor die betriebliche Wirklichkeit der industriellen Produktion wie auch der Dienstleistung - die erste Umsetzung seiner Konzepte erfolgte in einer NPO, einem gemeinnützigen Krankenhaus - praktisch behandelt wie eine allopoietische Maschine, also Input und Output der Qualität nach als gegeben genommen und sich um die Prozesse der Vergrößerung der Quantität des Outputs bemüht.
Als wesentliches methodisches Prinzip des taylorschen Konzeptes kann die Differenzierung der Arbeitsprozesse gesehen werden. Dabei werden Prozesse untersucht, kritisiert und optimiert, um den Output zu steigern.
Den Organisationsmitgliedern kommt im Rahmen der Taylorschen Herangehensweise die Rolle von Objekten oder Anweisungsempfängern zu, den mit der Organisierung der Prozesse betrauten Managern die Rolle der Macher, Steuerer und Entscheider. Indem so die der Organisation zugehörigen Prozesse den Organisationsmitgliedern als von ihnen nicht zu gestaltende Realität gegenübergestellt werden, wächst zugleich die Notwendigkeit der Kontrolle und der Beaufsichtigung. Es entsteht also ein permanenter, gleichsam von außen, zwar als ihr Teil aber doch gegen die Organisation aufgestellter Steuerungsbedarf, der zu Bürokratisierung und Hierarchisierung führt und somit seinerseits Mittel und Kapazitäten bindet.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Organisationskultur und deren Bedeutung für das Führen und Managen, verbunden mit der zentralen Fragestellung nach dem Zusammenhang von Theorie und Praxis.
2. Statt einer Definition: ein narrativer Einstieg: Verzicht auf eine formale Begriffsdefinition zugunsten einer konstruierten Szenerie, um Phänomene der Organisationskultur erfahrbar zu machen und eine kritische Distanz zu etablieren.
3. Methode und Aufbau der Arbeit: Erläuterung der theoretischen Vorgehensweise, die auf dem Nachvollzug und der Kritik bestehender Literatur basiert, sowie Strukturierung der weiteren Kapitel.
4. Konzeptionen von Organisationskultur: Umfassende Darstellung und kritische Diskussion verschiedener wissenschaftlicher Ansätze zur Organisationskultur, von den Vorläufern bis zu systemtheoretischen Perspektiven.
5. Organisationen als Kultur – eigenes Verständnis: Herleitung einer eigenen Definition von Organisationskultur, wobei insbesondere die Organisationszwecke und das Spannungsfeld der Interessensintegration betont werden.
6. Führung und Organisationskultur: Anwendung der erarbeiteten Erkenntnisse auf die Führungspraxis, speziell unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Nonprofit-Organisationen.
7. Schluss: Zusammenfassende kritische Würdigung der Arbeit, in der Organisationskultur nicht als fertiges Erfolgsrezept, sondern als Reflexionshilfe für Führungskräfte definiert wird.
Organisationskultur, Führung, Nonprofit-Organisation, Taylorismus, Systemtheorie, Interessensintegration, Organisationszweck, Radikaler Konstruktivismus, Management, Unternehmenskultur, Macht, Führungspraxis, Theorie-Praxis-Verhältnis, Organisationsgestaltung, Widerstand.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Konzepte von Organisationskultur und deren tatsächliche Bedeutung für die praktische Führung, insbesondere im Kontext von Nonprofit-Organisationen.
Im Zentrum stehen die Konzepte von Organisationskultur, die Steuerungsmöglichkeiten von Organisationen, das Spannungsfeld zwischen Führung und Mitarbeitern sowie die Rolle von Organisationszwecken.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen theoretischen Organisationsmodellen und der gelebten Führungspraxis kritisch zu hinterfragen und zu zeigen, dass Führung keine einfache Anwendung von Erfolgsrezepten ist.
Der Autor nutzt eine methodische Literaturarbeit, die auf dem Nachvollzug und der Kritik von Theorien basiert, anstatt eine eigene empirische Datenerhebung mittels Interviews oder Fragebögen durchzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung verschiedener kulturtheoretischer Ansätze, deren kritische Diskussion sowie die Entwicklung eines eigenen, zweckorientierten Verständnisses von Organisationskultur.
Die zentralen Begriffe sind Organisationskultur, Führung, Nonprofit-Organisation, Organisationszweck, Systemtheorie und der kritische Diskurs über das Theorie-Praxis-Verhältnis.
Der Autor argumentiert, dass Organisationszwecke und die Interessen der Mitglieder meist nicht identisch sind, wodurch ein Machtgefälle und ständiger Integrationsbedarf entstehen, die den Kern der Kultur bilden.
Der Autor betont, dass NPO zwar besondere soziale oder ideelle Zwecke verfolgen, aber wie andere Organisationen den gleichen strukturellen Widersprüchen von Unterordnung und Interessenskonflikten unterliegen.
Er kritisiert, dass systemtheoretische Ansätze oft ein "interesseloses Funktionsideal" zeichnen und die reale, teils konfliktbehaftete Wirklichkeit sowie die Machtfragen in Organisationen vernachlässigen.
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