Bachelorarbeit, 2022
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sachanalyse: Exegese zu Mk 10, 46-52
2.1. Text: Abschrift des zugrunde gelegten Textes
2.2. Analyse des Textes
2.2.1. Abgrenzung und Kontext
2.2.2. Ausformulierte Gliederung
2.2.3. Abgrenzung von Tradition und Redaktion
2.2.4. Gattungsbestimmung der vormarkinischen Überlieferung
2.2.5. Begriffsbestimmung bzw. religionsgeschichtliche Analyse
2.3. Interpretation
2.3.1. Interpretation der vormarkinischen Überlieferung
2.3.2. Interpretation des markinischen Textes
2.3.2.1. Interpretation des Textes an sich
2.3.2.2. Interpretation des Textes im Gesamtrahmen des Mk
2.4. Die Bedeutung des Textes heute
3. Bedingungsanalyse
4. Unterrichtsentwurf
4.1 Aufbau der Unterrichtsreihe
4.2 Didaktische und methodische Analyse zur Unterrichtseinheit
4.3 Aufbau der Unterrichtsstunde
4.4 Didaktisch und methodische Analyse zur Unterrichtsstunde
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der exegetischen Auslegung der Perikope der Heilung des Blinden bei Jericho (Mk 10, 46-52) sowie der Konzeption einer religionspädagogischen Unterrichtseinheit für die Grundschule, um den Schülerinnen und Schülern die Themen Glaube, Vertrauen und Nachfolge praxisnah zu vermitteln.
2. Sachanalyse: Exegese zu Mk 10, 46-52
46 Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho hinausging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
47 Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!
48 Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!
49 Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
50 Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus.
51 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde.
52 Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Perikope für den Religionsunterricht angesichts persönlicher Erfahrungen und der zentralen Bedeutung des Glaubens für die Nachfolge.
2. Sachanalyse: Exegese zu Mk 10, 46-52: Dieser umfangreiche Teil umfasst die historisch-kritische Auslegung, die Gattungsbestimmung als Wundergeschichte sowie die Analyse der markinischen Redaktion.
3. Bedingungsanalyse: Hier wird der Kontext der Lerngruppe (Klasse 3 einer Grundschule) reflektiert, um die Voraussetzungen für die Unterrichtseinheit zu bestimmen.
4. Unterrichtsentwurf: Dieser Abschnitt beschreibt konkret, wie die exegetischen Erkenntnisse methodisch aufbereitet werden, um in vier Unterrichtsstunden das Thema "Blindheit" und "Sichtweise des Herzens" zu behandeln.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, wie durch die Behandlung der Heilungsgeschichte bei den SuS Vertrauen und Hoffnung gestärkt werden können.
Heilung eines Blinden, Bartimäus, Markus-Evangelium, Exegese, Religionsunterricht, Grundschule, Glaubensgeschichte, Nachfolge, Wundererzählung, Vertrauen, Herzauge, DIDAKTISCHE ANALYSE, Markinische Redaktion, Bibeldidaktik, Gottvertrauen.
Die Arbeit verknüpft eine wissenschaftliche exegetische Analyse der Wundererzählung bei Mk 10, 46-52 mit deren praktischer Umsetzung in einem konkreten Unterrichtsentwurf für die Grundschule.
Zentrale Themen sind die Bedeutung von Glaube und Vertrauen als Grundlage für die Nachfolge, das Jüngerunverständnis sowie die symbolische Bedeutung von Blindheit und "Sehen mit dem Herzen".
Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Erzählung des blinden Bartimäus Kindern helfen kann, ihre eigenen Hürden im Leben zu reflektieren und Gottvertrauen als stärkende Kraft zu begreifen.
Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Exegese (Textauslegung, Literarkritik, Redaktionsgeschichte) und ergänzt diese durch entwicklungspsychologische Ansätze der Religionspädagogik.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Sachanalyse der Bibelstelle und einen darauf aufbauenden, didaktisch kommentierten Unterrichtsentwurf über mehrere Schulstunden.
Zu den Kernbegriffen gehören Bartimäus, Exegese, Nachfolge, Religionsunterricht, Glaube und das "Sehen mit dem Herzen".
Das Herzauge dient im Unterricht als Symbol dafür, dass man wesentliche Dinge – wie Menschlichkeit, Liebe und Gottes Nähe – nicht mit den physischen Augen, sondern mit dem Herzen wahrnehmen kann.
Da die Jünger im Markusevangelium oft durch Unverständnis und mangelnden Glauben gekennzeichnet sind, wird Bartimäus als jemand dargestellt, der trotz seiner körperlichen Blindheit das Wesen Jesu und die Notwendigkeit der Nachfolge intuitiv erfasst.
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