Masterarbeit, 2007
140 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Frei gemeinnützige Unternehmen oder Unternehmen der Sozialwirtschaft
2.1. Rechtsformen und deren Auswirkungen
2.1.1. Der Verein
2.1.2. Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH)
3. Krisenmanagement und Erkennung
3.1. Definition Krise
3.2. Krise und Phasen
3.2.1. Strategische Krise
3.2.2. Ergebniskrise:
3.2.3. Liquiditätskrise
3.3. Krise und Ursachen
3.3.1. Externe Krisenursachen
3.3.2. Interne Krisenursachen
3.4. Krise und Symptome
3.5. Krise und Sozialwirtschaft
3.5.1. Der Produktlebenszyklus – als Analysemittel
3.5.2. Vorstand und Organisation
3.5.3. Innovationen
4. Planung und Vorbeugung
4.1. Controlling
4.1.1. Strategisches Controlling
4.1.2. Operatives Controlling
4.1.3. Budgetierung als ein Instrument des operativen Controllings
4.2. Kennzahlensystem Balanced Scorecard
4.3. Risikomanagement- eine Verpflichtung?
4.4. Basel II und die Folgen für die Sozialwirtschaft
4.4.1. Begriffsbestimmung, Entwicklung, Hintergründe
4.4.2. Die Rating-Systematik am Beispiel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) od. Bank für Sozialwirtschaft (BFS)
4.4.3. Die Auswirkungen für die Sozialwirtschaft, Überlegungen und Konsequenzen aus Basel II
4.4.4. Fazit
5. Krise und Sanierung
6. Krise und Insolvenz
7. Schlussbetrachtung
Die Masterthesis befasst sich mit der Erkennung, Ausprägung und den Konsequenzen von Krisen bei Unternehmen der Sozialwirtschaft, um den Übergang von rein mildtätigem Handeln zu marktorientierten Strukturen in einem volatilen Umfeld zu adressieren. Ziel der Arbeit ist es, theoretisch fundierte Ansätze für das Krisenmanagement und die Krisenprävention zu liefern, um Unternehmen der Sozialwirtschaft in ihrer Existenz zu sichern und professionelle Handlungsspielräume aufzuzeigen.
3.2.1. Strategische Krise
Die Strategische Krise bildet die erste Stufe in einem Krisenszenario, von daher ist eine ausführliche Betrachtung von Nöten. Strategie / Strategem gr./lat. für a) Kriegslist b) Kunstgriff, Trick; die Strategie steht für den genauen Plan des Vorgehens, das ein militärisches, politisches, psychologisches o.ä. Ziel zu erreichen sucht. Es kann also davon ausgegangen werden, dass Strategie etwas Vorausschauendes, Definierbares und somit letztendlich Nachvollziehbares im Handeln von Unternehmen ist, d.h. im Umkehrschluss muss eine Strategie, auch überprüfbar sein. Dazu heißt es unter Betriebswirten: „Strategie ist...sich zu kratzen, bevor es juckt.“
Strategie ist die methodische Umsetzung der Unternehmensvision. Sie bildet eine Vorgabe für die operative Stoßrichtung, für die Weiterentwicklung und Planung eines Unternehmens. Sie soll die vielfach beklagte Frage nach dem Unternehmensziel im Unternehmenssinn beantworten. Also letztendlich „eingebettet“ in die Ausrichtung des Unternehmens wie sie hier in der Grafik dargestellt wird.
Typische Fragen zur Erlangung einer Strategie und zur Offenlegung einer möglichen strategischen Krise können beispielsweise sein: Warum gibt es uns, warum sind wir wichtig am Markt? Wie sieht es mit den Angeboten aus, seit wann existieren sie? Wer nimmt die Angebote ab/fragt sie an? Wer war bei Einrichtung des Angebotes „Zielgruppe“? Wann ist das letzte Angebot neu entwickelt worden? – ist es zwei, drei oder gar fünf Jahre her? Wo gibt es Raum für Verbesserungen – gibt es im Betrieb eine offene Gesprächskultur – werden beispielsweise Vorschläge herausgestellt oder gar prämiert? Was ist besser als bei Anderen – wo stehen die Mitbewerber?
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Wechselwirkung zwischen Chance und Risiko ein und motiviert die Arbeit aus Sicht eines Schuldner- und Insolvenzberaters im Kontext der Sozialwirtschaft.
2. Frei gemeinnützige Unternehmen oder Unternehmen der Sozialwirtschaft: Dieses Kapitel definiert den Fokus auf freie Wohlfahrtsverbände und untersucht die rechtlichen Strukturen sowie die besonderen Herausforderungen von Vereinen und gGmbHs.
3. Krisenmanagement und Erkennung: Hier werden die Phasen der Krise, deren Ursachen und die Bedeutung von Frühwarnsystemen im sozialwirtschaftlichen Kontext analysiert.
4. Planung und Vorbeugung: Das Kapitel behandelt Controllinginstrumente wie Budgetierung, die Balanced Scorecard sowie die Auswirkungen von Basel II auf die Finanzierung sozialer Organisationen.
5. Krise und Sanierung: Hier werden strategische Schritte für den Fall einer notwendigen Sanierung erläutert, wobei auf die Komplexität und das Leistungsdreieck der Sozialwirtschaft verwiesen wird.
6. Krise und Insolvenz: Dieses Kapitel beleuchtet rechtliche Aspekte der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung sowie die Optionen, die sich durch das Insolvenzrecht, wie z.B. den Insolvenzplan, ergeben.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die zunehmende Notwendigkeit professionellen Krisenmanagements und die Herausforderung der Profilierung im Wandel.
Krisenmanagement, Sozialwirtschaft, Insolvenzgefahr, Controlling, Strategische Planung, Balanced Scorecard, Basel II, Rating, Risikomanagement, gGmbH, Verein, Sanierung, Liquidität, Sozialmanagement, Unternehmensführung.
Die Arbeit untersucht Krisenphänomene bei Unternehmen der Sozialwirtschaft und entwickelt Strategien zur deren Erkennung, Vermeidung und Bewältigung, unter Berücksichtigung der Besonderheiten dieses Sektors im Vergleich zum Profit-Bereich.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Krisenmanagement, rechtlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensform (Verein/gGmbH), betriebswirtschaftlichen Instrumenten wie Controlling und Balanced Scorecard sowie den Auswirkungen der Basel II-Kreditrichtlinien.
Das Ziel ist es, den Unternehmen der Sozialwirtschaft ein wissenschaftlich fundiertes Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, um in einem zunehmend marktorientierten Umfeld krisenresistent zu agieren und die Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie auf der Anwendung praxisorientierter Controlling- und Managementmodelle, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Sozialwirtschaft adaptiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Krisenerkennung, vorbeugendes Management durch Controlling, Basel II als externe Anforderung und schließlich konkrete Schritte zur Krisensanierung und Insolvenzbewältigung.
Zentrale Begriffe sind Krisenmanagement, Sozialwirtschaft, Controlling, Basel II, Risikomanagement, Balanced Scorecard und Sanierungsfähigkeit.
Das Leistungsdreieck beschreibt die komplexe Beziehung zwischen Leistungserbringern, Kunden und Kostenträgern, die im Gegensatz zum Profitsektor oft nicht identisch sind, was die wirtschaftliche Steuerung und Krisenerkennung erschwert.
Basel II führt zu einer verschärften Kreditvergabepraxis durch Banken, die nun ein individuelles Rating fordern, was Sozialunternehmen dazu zwingt, ihre Unternehmenszahlen und Managementprozesse transparenter zu gestalten, um Finanzierungen zu erhalten.
Die gGmbH bietet durch ihre Struktur als Kapitalgesellschaft andere Haftungsbegrenzungen und erfordert eine striktere buchhalterische Professionalität als der klassische Idealverein, was bei der Sanierung oder Insolvenz signifikante rechtliche Unterschiede bedeutet.
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