Bachelorarbeit, 2009
37 Seiten, Note: 3
1 Einleitung
2 Darstellung des Patentwert
2.1 Intellektuelles Kapital
2.2 Wert, Preis und Kosten
2.3 Ökonomische Bedeutung
3 Anlässe und Zweckabhängigkeit der Patentbewertung
3.1 Anlässe für eine Patentbewertung
3.1.1 Wirtschaftliche Bewertungsanlässe
3.1.2 Rechtliche Bewertungsanlässe
3.2 Zweck der Patentbewertung
4 Zugänge zur Wertermittlung
4.1 Antizipative Patentbewertung
4.2 Retrospektive Patentbewertung
4.2.1 Valuierung von Patenten
4.2.2 Evaluierung von Patenten
4.2.3 Patentbewertung durch Indikatorenmodelle
5 apud Modell
5.1 Allgemein
5.2 Bewertungsaspekte
5.3 Anwendungsbereich
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Patentwert zu erläutern, komplexe Bewertungsmethoden darzustellen und ein flexibles Modell zur Patentbewertung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vorzustellen, um die Standardisierung und Kommunikation bei der Technologiebewertung zu fördern.
4.2.1.2 Marktansatz
Wird ein Patent nach dem Marktansatz bewertet, so geschieht dies durch das Heranziehen einer vergleichbaren Transaktion zwischen unabhängigen Dritten. Das bedeutet, dass das bestehende Patent mit einem Patent verglichen wird, dessen Marktwert bekannt ist.46
Der Marktansatz hat gegenüber dem Kostenansatz den entscheidenden Vorteil, dass er auf einen Marktwert Bezug nimmt und damit dem Objektivitätsprinzip entspricht.47
Die zentrale Aufgabe bei der Bewertung über den Marktansatz kommt somit der Suche nach vergleichbaren Transaktionen zu, welche auf das zu bewertende Patent anwendbar sind. Ein so ermittelter Transaktionspreis wird mit branchenüblichen Faktoren, z.B. Preis-Gewinn Verhältnis, auf das vorliegende Patent übertragen.48
Welche Voraussetzungen müssen nun für den Marktansatz gegeben sein? Für die Anwendung des Marktansatzes ist das Bestehen eines aktiven Markts für das Austauschgut, in diesem Fall Patente, erforderlich. Auf diesem Markt muss es zu einer ausreichenden Anzahl vergleichbarer Transaktionen kommen, und auch die Informationen über den dabei erzielten Preis sind als öffentliche Information erforderlich. Des Weiteren haben diese Vergleichstransaktionen zwischen unabhängigen Dritten stattfinden.49
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Relevanz der Patentbewertung für Unternehmen und stellt das Ziel vor, ein flexibles Bewertungsmodell für KMU zu präsentieren.
2 Darstellung des Patentwert: Dieses Kapitel definiert Patente als Teil des intellektuellen Kapitals und erläutert die ökonomische Bedeutung sowie die begrifflichen Unterschiede zwischen Wert, Preis und Kosten.
3 Anlässe und Zweckabhängigkeit der Patentbewertung: Es wird analysiert, warum und für welchen Zweck Patente bewertet werden müssen, wobei zwischen wirtschaftlichen und rechtlichen Anlässen sowie verschiedenen Bewertungsfunktionen unterschieden wird.
4 Zugänge zur Wertermittlung: Das Kapitel vergleicht verschiedene methodische Ansätze zur Patentbewertung, insbesondere antizipative vs. retrospektive sowie quantitative vs. qualitative Verfahren.
5 apud Modell: Das apud-Modell wird als flexibles Instrument für KMU vorgestellt, das auf zwei Bewertungsstationen (Schutzrecht und Produktmarkt) basiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das apud-Modell ein nützliches, flexibles Tool zur Standardisierung der Kommunikation darstellt, wenngleich es keinen direkten monetären Wert liefert.
Patentbewertung, immaterielle Werte, apud-Modell, intellektuelles Kapital, Schutzrechte, Unternehmensbewertung, Technologiebewertung, Kostenansatz, Marktansatz, Ertragsansatz, Innovationsmanagement, KMU, Bewertungsanlässe, Patentportfolio, Wettbewerbsvorteile.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Methoden zur Bewertung von Patenten, mit besonderem Fokus auf die Anwendung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).
Zentrale Themen sind die Einordnung von Patenten als immaterieller Wert, die Analyse von Bewertungsanlässen und die kritische Betrachtung verschiedener existierender Bewertungsmethoden.
Das primäre Ziel ist die Darstellung eines flexiblen Bewertungsmodells (des apud-Modells) für KMU, um die Kommunikation und Entscheidungsprozesse bei der Patentbewertung zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf Literaturrecherche und der Auswertung von Experteninterviews, um die Vor- und Nachteile bestehender Methoden zu analysieren und das apud-Modell zu erklären.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Patentwerts erläutert, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Anlässe, der klassischen quantitativen Bewertungsmethoden und der qualitativen Evaluierung, bevor das apud-Modell detailliert vorgestellt wird.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Patentbewertung, immaterielle Werte, apud-Modell, Innovationsmanagement und Unternehmensbewertung charakterisiert.
Viele klassische Methoden erfordern komplexe Marktdaten oder Finanzkennzahlen, die für KMU oft schwer zu ermitteln sind oder keinen direkten Bezug zum Wert ihrer spezifischen Patente haben.
Das apud-Modell ist ein Bewertungsinstrument, das auf zwei Bewertungsstationen basiert (Schutzrecht und Produktmarkt) und mittels Multiplikation von Einzelwerten einen Punktwert zur Standardisierung der Patentbewertung generiert.
Nein, das apud-Modell liefert keinen direkt monetären Wert, sondern dient als flexibles Analyseinstrument und Checkliste, aus der ein monetärer Wert erst im zweiten Schritt abgeleitet werden muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

