Bachelorarbeit, 2022
78 Seiten, Note: 1,3
Führung und Personal - Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit
1 Einleitung
1.1 Wissenschaftliche Relevanz
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Inhaltliche Abgrenzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffliche Einordnung
2.2 Bedeutung im Kontext des Personalmanagements
2.3 Ziele des Onboardings
2.4 Beteiligte am Onboarding-Prozess
2.5 Risiken suboptimaler Integration
2.6 Der Onboarding Prozess im Zeitverlauf
2.6.1 Preboarding-Phase
2.6.2 Orientierungsphase
2.6.3 Integrationsphase
2.7 Drei Ebenen der Integration
2.7.1 Die fachliche Ebene der Integration
2.7.2 Die soziale Ebene der Integration
2.7.3 Die werteorientierte Ebene der Integration
2.8 Erfolgsprüfung von gelungenem Onboarding
3 Empirische Untersuchung
3.1 Begründung der Methodik
3.2 Der Praxispartner als Untersuchungsobjekt
3.3 Ziel der Interviews
3.4 Durchführung der empirischen Erhebung
3.4.1 Auswahl der Experten
3.4.2 Aufbau des Interviewleitfadens
3.4.3 Datenerhebung und -aufbereitung
3.4.4 Datenauswertung
3.5 Auswertung der Ergebnisse
3.5.1 Relevanz des Onboardings
3.5.2 Preboarding-Phase
3.5.3 Orientierungsphase
3.5.4 Integrationsphase
3.5.5 Abschlussfragen
4 Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.1.1 Limitation
4.2 Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Praxispartner
4.2.1 Entwicklung von geeigneten Instrumenten und Maßnahmen
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit ein systematisches und standardisiertes Onboarding-Verfahren dazu beitragen kann, neue Mitarbeitende langfristig an ein Unternehmen zu binden. Ziel ist es, aus der Perspektive von Führungskräften einen zielgruppengerechten Onboarding-Prozess zu analysieren und Handlungsempfehlungen zur effizienten sozialen sowie fachlichen Integration abzuleiten.
2.6.1 Preboarding-Phase
Die Phase zwischen der Vertragsunterzeichnung und dem Arbeitsantritt wird dazu genutzt, neue Mitarbeiter in die Vorbereitungen einzubeziehen und darüber bereits ein Zugehörigkeitsgefühl zu vermitteln. Da zwischen den beiden Ereignissen üblicherweise einige Wochen bis Monate vergehen, sollte diese Phase zum Ziel haben, mögliche Zweifel und Ängste abzubauen und neuen Mitarbeitern durch regelmäßigen Kontakt Sicherheit vermitteln. Durch eine frühe Bindung reduziert sich zudem die Gefahr, dass potenzielle neue Mitarbeiter vorzeitig womöglich von dem Arbeitsvertrag zurücktreten (Brenner, 2020, S. 9). Konkrete Maßnahmen, welche in dieser Phase bereits durchgeführt werden, tragen ferner zu einer Verkürzung der Einarbeitungszeit bei (Brenner, 2020, S. 9).
Neben regelmäßigen Informationen durch die Führungskraft über aktuelle Entwicklungen im Fachbereich kann ein vorzeitiger Zugang zum Intranet dazu beitragen, dass sich neue Mitarbeiter bereits selbstständig zu firmenspezifischen Begrifflichkeiten und aktuellen Themen informieren können. Darüber hinaus sollte während der Preboarding-Phase bereits ein Einarbeitungsplan abgestimmt und dem neuen Mitarbeiter kommuniziert werden (Brenner, 2020, S. 10). Über die Bereitstellung einer Onboarding-Software können darüber hinaus Online-Tests, zum Beispiel zu den Compliance oder Datenschutz-Regelungen, abgewickelt werden (Brenner, 2020, S. 26). Einladungen zu ersten überbetrieblichen Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Ausflügen oder sonstigen Teamevents sowie regelmäßige Newsletter oder ein Willkommensgeschenk stellen außerdem erste Integrationsaktivitäten dar (Rohrlack, 2019, S. 290). Sofern mit dem Eintritt in das Unternehmen auch ein Standortwechsel verbunden ist, kann der Arbeitgeber zusätzlich seine Unterstützung bei der Wohnungssuche und der Etablierung am neuen Standort anbieten (Brenner, 2020, S. 10).
Neben diesen Maßnahmen liegt ein Schwerpunkt in dieser Phase auf der administrativen Vorbereitung. Dazu gehören die vollständige Einrichtung des Arbeitsplatzes inklusive der erforderlichen Zugänge und Berechtigungen, die Bestellung von Visitenkarten, Schlüsseln und Telefonnummern sowie die Weitergabe von notwendigen Informationen an beteiligte Schnittstellen im Unternehmen (Oechsler & Paul, 2015, S. 448; Radel, 2016, S. 286). Hierzu führt Radel (2016, S. 286) den Stellenwert einer gewissenhaften Vorbereitung in Bezug auf eine frühzeitige und reibungslose Einsatzfähigkeit der neuen Mitarbeiter aus. Er äußert den Erfahrungswert aus der Unternehmenspraxis, nach der immer wieder der erste Eindruck darin besteht, dass es noch keinen funktionsfähigen Arbeitsplatz gibt oder die Login-Daten noch nicht bereitliegen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftliche Relevanz des Onboardings vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sowie die Zielsetzung und den Aufbau der Bachelorarbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Fachbegriffe wie Onboarding, Integration und Einarbeitung definiert und in den Kontext des Personalmanagements eingebettet, inklusive der verschiedenen Phasen und Ebenen der Integration.
3 Empirische Untersuchung: Das Kapitel stellt das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews vor und analysiert die Erkenntnisse hinsichtlich der Onboarding-Praxis bei einem deutschen Verkehrsflughafen.
4 Diskussion: Die Ergebnisse aus Theorie und Empirie werden zusammengeführt, kritisch hinterfragt und zur Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für den Praxispartner genutzt.
5 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung schließt die Arbeit ab, bewertet die Forschungsergebnisse und skizziert potenzielle Themenfelder für künftige Untersuchungen.
Onboarding, Mitarbeiterbindung, Personalmarketing, Integration, Führungskräfte, Personalmanagement, Employer Branding, soziale Integration, fachliche Einarbeitung, Experteninterviews, Probezeit, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Personalentwicklung, Mitarbeiterführung.
Die Arbeit analysiert, welche Auswirkungen ein systematischer und standardisierter Onboarding-Prozess auf die langfristige Bindung neuer Mitarbeiter an ein Unternehmen hat.
Die Schwerpunkte liegen auf den drei Ebenen der Integration (fachlich, sozial, werteorientiert) sowie den spezifischen Phasen des Onboardings: Preboarding, Orientierung und Integration.
Das primäre Ziel besteht darin, aus Sicht von Führungskräften Empfehlungen für eine effektive, vollumfängliche Integration neuer Mitarbeitende zu erarbeiten, um die Mitarbeiterbindung zu steigern.
Die Arbeit nutzt einen qualitativ-empirischen Ansatz, bei dem teilstrukturierte Experteninterviews mit Führungskräften eines Praxispartners durchgeführt und deduktiv ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der empirischen Untersuchung (Methodik und Ergebnisse) sowie eine kritische Diskussion, die in konkrete Handlungsempfehlungen mündet.
Die zentralen Begriffe sind Onboarding, Mitarbeiterbindung, Personalmarketing, Integration, Führungskräftehandeln und Unternehmenskultur.
Experten betonen, dass die fachliche Integration als notwendige Basis dient, jedoch die soziale Integration für die langfristige Bindung und das Gefühl der Zugehörigkeit entscheidend ist.
Sie dient dazu, schon vor dem ersten Arbeitstag Ängste abzubauen, Sicherheit zu vermitteln und durch administrative Vorbereitung die Arbeitsfähigkeit vom ersten Tag an sicherzustellen.
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