Masterarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1,3
1. Kurzfassung
2. Einleitung
3. Ausgangsdaten
3.1 Kommunikation
3.1.1 Der Kommunikationsbegriff
3.1.2 Kommunikationsmodelle und Kommunikationstheorie
3.2 Akustische Kommunikation
3.3 Auditory Display
3.4 Semiotik
3.4.1 Hintergrund zur Semiotik
3.4.2 Semiotische Ebenen nach Morris
3.5 Zeichenbegriff
3.5.1 Zeichentypen nach Peirce
3.5.2 Zeichencharakterisierung
3.5.3 Zeichensysteme
3.5.4 Zeichen und Ästhetik
3.6 Klangsemiotik
3.6.1 Akustische Zeichen
3.6.2 Funktionsqualität
3.6.3 Kritische Betrachtung akustischer Zeichen
3.7 Gestaltungsregeln/Ansätze
3.7.1 Gestaltpsychologie und Ableitung für akustische Gestalten
3.7.2 Die sieben Prinzipien des Universal Design
3.7.3 Gestalt-Kriterien
3.7.4 Gestaltparameter
4. Empirische Untersuchung
4.1 Grundidee
4.2 Zielsetzung
4.3 Untersuchungsphasen
4.4 Untersuchungsphase 1: Untersuchungsgegenstand
4.4.1 Kontext-Relevanz
4.4.2 Kontext-Faktoren
4.4.3 Systemanalyse
4.4.4 Benutzerprofil
4.4.5 Untersuchungsmethoden-Auswahl
4.4.6 Vor- und Nachteile der Untersuchungsmethoden
4.4.7 Operationalisierung der abhängigen Variablen
4.4.8 Schaffung konstanter Untersuchungsverhältnisse
4.4.9 Kontrolle der Störgrößen
4.4.10 Teststimuli
4.4.11 Gestaltungsansätze & Ausgestaltung
4.4.12 Kontextfaktoren
4.4.13 Ausgestaltung des Studiendesigns
4.5 Untersuchungsphase 2 – Durchführung
4.5.1 Probanden-Einführung
4.5.2 Untersuchungsteil A
4.5.3 Untersuchungsteil B
4.5.4 Untersuchungsteil C
4.6 Auswertung
4.6.1 Tasten-Rückmeldung
4.6.2 Semantischer Gehalt „Ticket-fertig“-Hinweis
4.6.3 Semantischer Gehalt „Rückgeld“-Hinweis
4.6.4 Semantischer Gehalt „Timeout“-Warnung
4.6.5 Ergebnisse – Items
4.6.6 Ergebnisse – AISP
4.6.7 AISP – Assoziationsmuster
4.6.8 Ergebnisse Reaktionszeiten – Notfall
4.6.9 Ergebnisse Beobachtung
4.6.10 Ergebnisse Funktionsqualität
5. Erkenntnisgewinn - Implikationen für Forschung und Praxis
6. Probleme
Die Arbeit untersucht den funktionalen Einsatz akustischer Zeichen in öffentlich zugänglichen Benutzerschnittstellen. Ziel ist es, Gestaltungsgrundlagen und -ansätze für akustische Signale zu definieren und empirisch zu erforschen, um deren Funktionsqualität im praktischen Einsatz zu verbessern.
3.6.3 Kritische Betrachtung der Verwendung und dem Einsatz akustischer Zeichen
Akustische Zeichen sind besonders im Zusammenhang der Mensch-Maschine-Kommunikation ein scheinbar ideales Mittel, Funktionen zu unterstützen und zu kommunizieren.
Schwierigkeiten lassen sich jedoch im Missbrauch dieser Möglichkeit erahnen. Ein „Overkill“ an auditiven Reizen, welcher bei unreflektiertem Einsatz entstehen kann, wäre die Folge. Ein verifizierbares Beispiel sind die akustischen Zeichen im Mobilfunk-Kontext (Handy-Klingeltöne). Der Missbrauch der Einsatz-Möglichkeit geht Hand in Hand mit kommerziellen Zielen.
Ein weiteres diskutables Gebiet ist die Gestalt von Warn- und Notsignalen. Es stellt sich die Frage, ob sich ein Warnsignal in einer abschreckenden Gestalt nicht kontraproduktiv zur Absicht verhält.
Eine andere Einschränkung des Einsatzes akustischer Zeichen sind deren Parameter. Tonhöhe, Lautstärke oder räumliche Position beschränken den Einsatz, da sie je nach Position des Hörers unterschiedlich wahrgenommen werden. Unter Umständen beeinflussen sie sogar noch andere Parameter (vgl. Janisch, 2003).
Neben den physiologischen Faktoren spielen auch musikalische Begabung, auditive Aufnahmefähigkeit und Benutzungsroutine (beim Einsatz in Benutzersschnittstellen) eine Rolle.
Die Betrachtung des sozialen Aspektes bei der Verwendung akustischer Zeichen in einem Büroumfeld beispielsweise zeigt, dass Benutzer negativ auf auditive Inhalte reagieren, wenn diese keine Unterstützung für sie darstellen (vgl. Kramer, 1994a, S.11ff).
1. Kurzfassung: Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Kommunikation und Semiotik sowie einen praktischen Teil, der in einer Studie die Funktionsqualität akustischer Zeichen an Fahrkartenautomaten untersucht.
2. Einleitung: Das Kapitel führt in die Relevanz der akustischen Orientierung in der Mensch-Maschine-Interaktion ein und definiert die Prämisse „Sound follows function“.
3. Ausgangsdaten: Hier werden die theoretischen Grundlagen aus Semiotik, Kommunikationstheorie und Gestaltpsychologie erarbeitet, um akustische Zeichen als System zu verstehen.
4. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die angewandten Methoden (Semantisches Differential, AISP) und die Auswertung der verschiedenen akustischen Ansätze.
5. Erkenntnisgewinn - Implikationen für Forschung und Praxis: Die Ergebnisse zeigen, dass für unterschiedliche Dringlichkeitsstufen (Hinweis, Warnung, Notfall) spezifische Gestaltungsansätze optimal sind.
6. Probleme: Abschließend werden methodische Einschränkungen wie die Stichprobengröße und die Notwendigkeit für weiterführende Forschung im Bereich der Klangfarben-Spektren diskutiert.
Akustische Zeichen, Sound follows function, Mensch-Maschine-Kommunikation, Sonifikation, Semiotik, Auditory Display, Auditory Icon, Auditory Symbol, Earcon, Auditory Symcon, Funktionsqualität, Gestaltpsychologie, Fahrkartenautomat, Usability, Semantisches Differential.
Die Arbeit untersucht, wie akustische Zeichen als Teil der Benutzeroberfläche in öffentlich zugänglichen Systemen, wie Fahrkartenautomaten, funktional und intuitiv gestaltet werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kommunikationstheorie, der Semiotik (Zeichenlehre), den akustischen Gestaltungsprinzipien nach der Gestaltpsychologie sowie der empirischen Untersuchung von Klangereignissen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welche Gestaltungsgrundlagen für akustische Zeichen definiert werden können und wie diese Ansätze die Funktionsqualität von Schnittstellen beeinflussen.
Es werden methodische Ansätze wie das Semantische Differential zur quantitativen Analyse, die AISP (Exploration of Associated Imagination on Sound Perception) zur Assoziationsanalyse sowie Teilnehmende Beobachtung und Reaktionszeiten-Messung kombiniert.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Einordnung akustischer Ereignisse als Zeichen sowie eine umfangreiche praktische Studie, in der Probanden verschiedene Klang-Stimuli bewerten mussten.
Zentrale Begriffe sind das „Auditory Icon“, das „Auditory Symbol“ (Earcon) und der von der Arbeit eingeführte Begriff „Auditory Symcon“ für kombinierte Ansätze.
Diese Dringlichkeitsstufen bestimmen die erforderliche akustische Gestaltung: Während Hinweise angenehm sein sollten, müssen Notfall-Signale stark aktivieren oder sogar abschreckend wirken.
Die Untersuchung zeigt Tendenzen, dass eine Mischform aus ikonischen und symbolischen Elementen besonders bei Hinweisfunktionen sehr gut funktioniert und eine ideale Ergänzung zu den Standardansätzen darstellt.
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