Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Das Achämenidische Reich
1.2. Quellenproblematik
2. Erste Anzeichen der Nachfolge bis zu Dareios’ Tod
2.1. Der Umgang mit der königlichen Familie
2.2. Der „König von Asien“
3. Dareios’ Tod als Wendepunkt im Alexanderzug
3.1 Das Anlegen der persischen Tracht
3.2. Die Übernahme von persischen Institutionen
3.2.1. Die Satrapien
3.2.2. Der königliche Harem
3.3. Die Übernahme von persischen Elementen im Hofleben
3.3.1. Höflinge und Leibwächter vor 324 v. Chr.
3.3.2. Die fehlgeschlagene Einführung der Proskynese
3.4. Die Annahme von persischen Sitten und Bräuchen
3.4.1. Bestrafungen
3.4.2. Das Verteilen von Goldmünzen
3.4.3. Gottheiten und religiöse Kulte
3.4.4. Trinkgelage
3.4.5. Die Königskrönung
3.5. Folgen
4. Hochzeiten
4.1. Die Hochzeit mit Rhoxane
4.2. Die Massenhochzeit von Susa
5. Das Armeewesen
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
8. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Alexander der Große nach seinem Sieg über das Achämenidenreich versuchte, als dessen legitimer Nachfolger anerkannt zu werden. Dabei steht die Analyse im Fokus, wie Alexander durch die Übernahme persischer Institutionen, Trachten und Hofsitten versuchte, sowohl den persischen Adel als auch die neue eroberte Bevölkerung an sich zu binden, während er gleichzeitig seine Rolle gegenüber dem makedonischen Adel neu definieren musste.
1.1. Das Achämenidische Reich
„Ich bin Dareios, der Großkönig, König der Könige, König von Persien, König der Länder/Völker, des Hystaspes Sohn, des Arsames Enkel, ein Achämenide“
Diese Inschrift wurde auf eine religiös-kultischen Felswand an einer Karawanenstraße, die von Babylon nach Ekbatana führte, geschlagen, im Auftrag von Dareios I. Sie war als königliche Selbstdarstellung und Propaganda gedacht. Seit 520 v. Chr. hatte Dareios I. seine Taten dort bildlich und schriftlich festhalten lassen. Er ließ die Inschrift in elamisch, babylonisch und altpersisch niederschreiben, um für eine weitreichende Verbreitung zu sorgen. Das Relief zeigt Dareios I., der auf seinen besiegten Gegnern steht. Der Text beschreibt seine Herkunft.
Dareios I. stellte sich in dieser Inschrift als rechtmäßiger persischer König dar, der über die Lügenkönige triumphierte. Er schrieb sich der Dynastie der Achämeniden zu als Sohn des Hystaspes und Enkel des Arsames. ‚Αχαιμενίδαι war eine persische Dynastie. Der Name Persien geht auf eine Region zurück, die im heutigen Südwesten liegt. Sie wurde von den Persern Parsa und von den Griechen Persien genannt. Die heutigen iranische Provinz Fars beschreibt ungefähr das Gebiet der damaligen Persis.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Alexanders Herrschaftsanspruch und Vorstellung der untersuchten Quellenlage.
2. Erste Anzeichen der Nachfolge bis zu Dareios’ Tod: Analyse der Behandlung der Familie des Dareios sowie der Aneignung des Titels „König von Asien“ durch Alexander.
3. Dareios’ Tod als Wendepunkt im Alexanderzug: Untersuchung der Übernahme persischer Insignien, privater Institutionen wie dem Harem und der Sitten durch Alexander.
4. Hochzeiten: Betrachtung der Ehen Alexanders mit orientalischer Adliger als politisches Instrument zur Konsolidierung des Reiches.
5. Das Armeewesen: Analyse der Umstrukturierung des makedonischen Heeres durch die Aufnahme orientalischer Truppenkontingente.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung von Alexanders Integrationsversuchen und den Reaktionen des makedonischen Adels.
Alexander der Große, Achämenidenreich, Dareios III., Persien, Makedonien, Proskynese, Herrschaftslegitimation, Hofkultur, Satrapien, Arrian, Curtius Rufus, Plutarch, Alexanderhistoriker.
Die Arbeit untersucht das Bestreben Alexanders des Großen, sich im besiegten Achämenidenreich als legitimer Machtnachfolger zu etablieren, indem er gezielt persische Traditionen und Strukturen in sein Herrschaftssystem integrierte.
Kernbereiche sind die politische Propaganda durch Kleidung, die Übernahme persischer Verwaltungssysteme (Satrapien), der Umgang mit der besiegten Königsfamilie sowie die Auswirkungen auf das makedonische Heer.
Es soll geklärt werden, ob und wie Alexander mit seinem neuen orientalischeren Herrschaftsstil versuchte, die persische Elite zu gewinnen, ohne dabei den notwendigen Rückhalt seines makedonischen Gefolges zu verlieren.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse antiker schriftlicher Quellen (u.a. Arrian, Curtius Rufus, Plutarch) und deren Abgleich mit der modernen historischen Forschungsliteratur.
Der Hauptteil analysiert schrittweise die Aneignung persischer Symbole, wie das Diadem und die Tracht, das Zeremoniell am Hofe, die Integration persischer Truppen und die Rolle politisch motivierter Ehen.
Neben dem historischen Kontext sind Begriffe wie „Herrschaftslegitimation“, „Proskynese“, „Alexanderhistoriker“ und „Achämenidenherrschaft“ zentral für das Verständnis.
Die Proskynese wurde von den Makedonen als göttliche Verehrung verstanden, was sie als freie Krieger strikt ablehnten. Alexander versuchte damit, sich dem persischen Hofprotokoll anzupassen, scheiterte jedoch am kulturellen Widerstand seiner Landsleute.
Der Autor zeigt auf, dass die Alexanderhistoriker (wie Arrian oder Curtius Rufus) oft sehr subjektiv schrieben und ihre Schilderungen häufig durch Propaganda oder literarische Konventionen der Antike geprägt sind, was eine kritische Quellenprüfung notwendig macht.
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