Bachelorarbeit, 2022
62 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Zielformulierung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Migration und Migrationsgeschichte
2.2 Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte
2.3 Das deutsche Bildungssystem
3. Theoretischer Teil
3.1 Die Bedeutung der Migration für das deutsche Bildungssystem
3.2 Erwartungen an Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte
3.3 Chancen von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte
3.4 Herausforderungen von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte
4. Empirische Untersuchung – Lehrkräfte Befragung
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Methode der qualitativen Sozialforschung
4.3 Rahmenbedingungen und Auswahl der Probanden
4.4 Ablauf der Interviews
4.5 Aufbau der Interviewleitfragen
5. Analyse und Auswertung
5.1 Vorstellung der Probanden
5.2 Auswertung der Interviews
5.2.1 Persönliche Situation / eigene schulische Erfahrung
5.2.2 Berufliche Ambition
5.2.3 Stellungnahme zum deutschen Bildungswesen
5.2.4 Abgrenzung
5.2.5 Zukunftsperspektiven
5.3 Abschlussanalyse
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Chancen, die Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte für das deutsche Bildungssystem bieten. Ziel ist es, durch eine qualitative Datenerhebung (Leitfadeninterviews) aufzuzeigen, wie sich diese Lehrkräfte aufgrund ihrer Sozialisationsgeschichte in den Schulalltag einbringen und welche Anforderungen sowie Erwartungshaltungen an sie gestellt werden.
1. Einleitung
„Bildung ist die mächtigste Waffe, die Du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ Nelson Mandela
Die deutsche Gesellschaft ist eine Einwanderungsgesellschaft. Diese Aussage ist seit 2015 unumstritten. Hierbei geht es nicht nur um die Fluchtmigration, sondern auch um die Arbeitsmigration. Deutsche Schulen befinden sich im Wandel. Die zunehmend kulturelle und ethnische Heterogenität in den Klassenräumen und Lehrerzimmern, ist ein zentraler Aspekt hierfür. Auch wenn die Diversität in der Schülerschaft hierzulande bereits zum schulischen Alltag deutscher Schulen gehört und als Normalität gilt, ist zu beachten, dass dies noch längst nicht in gleichem Maße für die Lehrerschaft gilt. Denn Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte bilden in deutschen Lehrerzimmern immer noch eher die Ausnahme. Der Anteil von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte ist weiterhin unterproportional zu dem Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund (vgl. Lehberger & Matthiesen 2013, S. 245). Die Diversität ihrer Herkunft und die absolute Präsenz spiegeln bei weitem nicht die deutsche Gesellschaft wider. In diesem Kontext nehmen die Migration und der Migrationshintergrund eine wichtige Bedeutung im deutschen Bildungssystem ein. Vor dem Hintergrund der starken Zuwanderung und des daraus resultierenden gesellschaftlichen Wandels hat sich Deutschland in den letzten sechzig Jahren zu einem Einwanderungsland entwickelt. Auf diese Entwicklung und zugleich Herausforderung muss sich auch das Bildungssystem nachhaltig einstellen. Die steigende Zahl an Schülern mit Migrationsgeschichte muss auch auf die Zahl der Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte im Lehrerzimmer reagieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema Migration als zentralen gesellschaftlichen Wandel und stellt die untersuchungsleitende Fragestellung zur Rolle von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte vor.
2. Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Definitionen wie Migration, Migrationsgeschichte und die Struktur des deutschen Bildungssystems für das weitere Verständnis der Arbeit geklärt.
3. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung der Zuwanderung, formuliert Erwartungen an Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte und analysiert deren Chancen sowie Herausforderungen.
4. Empirische Untersuchung – Lehrkräfte Befragung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise der qualitativen Forschung, die Auswahl der Probanden und den Aufbau der geführten Leitfadeninterviews.
5. Analyse und Auswertung: Hier werden die durch die Interviews gewonnenen Daten kategorisiert, ausgewertet und reflektiert, um einen Praxisbezug zu den theoretischen Grundlagen herzustellen.
6. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Bachelorarbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige zukünftige Entwicklung des Bildungssystems in Bezug auf interkulturelle Öffnung.
Migration, Migrationsgeschichte, Lehrkräfte, deutsches Bildungssystem, interkulturelle Heterogenität, Schülerschaft, Bildungsbiografie, Sozialisation, Leitfadeninterview, Inklusion, pädagogische Chance, Identifikation, Brückenbauer, interkulturelle Kompetenz, Bildungsbenachteiligung.
Die Arbeit behandelt die Rolle von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte an deutschen Schulen und untersucht, inwieweit diese durch ihre spezifischen Kompetenzen und Erfahrungen neue Chancen für das Bildungssystem darstellen.
Im Zentrum stehen die Bedeutung von Migration, die Erwartungshaltungen an Lehrkräfte, ihre interkulturelle Vorbildfunktion sowie die Herausforderungen im Schulalltag.
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und mittels qualitativer Interviews die Chancen von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte aus bildungspolitischer und praxisorientierter Perspektive zu beleuchten.
Es wurde eine qualitative Sozialforschung durchgeführt, konkret in Form von leitfadengestützten Interviews mit vier Lehrkräften mit Migrationsgeschichte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Literaturanalyse sowie die darauffolgende empirische Auswertung der Interviews nach Kategorien wie berufliche Ambition, Stellungnahme zum Bildungswesen und Zukunftsperspektiven.
Migration, Bildungsökonomie, interkulturelle Pädagogik, Leitfadeninterviews, Lehrkräfte, Heterogenität.
Die Lehrkräfte betrachten ihre Herkunft meist als Ressource, die ihnen ermöglicht, als "Brückenbauer" oder "Identifikationspersonen" fungieren zu können, auch wenn sie sich teils mit Stereotypen konfrontiert sehen.
Die befragten Lehrkräfte äußern sich häufig kritisch und halten das System oft für zu starr und nicht ausreichend auf die Bedürfnisse einer modernen Einwanderungsgesellschaft angepasst.
Laut den Interviews hat die Familie oft eine sehr starke inspirierende Rolle eingenommen; viele Teilnehmer folgten dem Vorbild anderer Lehrer in ihrem familiären Umfeld.
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