Bachelorarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Lautsprachlich kommunizierende Kinder und Jugendliche mit Hörschädigung
2.2 Psychosoziale Entwicklung
3. Die aktuelle Studienlage
3.1 Exekutive Funktionen
3.1.2 Störungen der psychoszialen Entwicklung
3.1.2.1 Externalisierendes Verhalten
3.1.2.2 Internalisierendes Verhalten
3.2 Empathiefähigkeit und Theory of Mind
3.2.1 Theory of Mind
3.2.2 Empathiefähigkeit und Emotionserkennung
2.2.3 Moralverhalten
3.3 Peer-Beziehungsgestaltung
3.4 Identität
3.4.1 Selbstkonzept
3.5 Lebensqualität
3.5.1 Wohlbefinden
3.5.2 Integrationserleben
4. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle Studienlage der psychosozialen Entwicklung lautsprachlich kommunizierender Kinder und Jugendlicher mit einer Hörschädigung darzulegen. Hierbei wird der Fokus insbesondere auf die emotionale und soziale Kompetenzentwicklung gelegt.
2.1 Lautsprachlich kommunizierende Kinder und Jugendliche mit Hörschädigung
Unter den Begriff „lautsprachlich kommunizierende Kinder und Jugendliche mit Hörschädigung“ fallen alle hörgeschädigten 0–21-Jährigen, die im Alltag die Lautsprache bevorzugen. An einigen Studien nahmen auch junge Erwachsene bis 25 Jahre teil (siehe Tabelle 1). Lautsprachlich kommunizierende Menschen orientieren sich bei der Kommunikation auf die akustischen Informationen und das Mundbild ihrer Gesprächspartner (Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e.V. 2004).
Dies macht die größte Gruppe der hörgeschädigten Kinder aus, da 90% der Eltern hörgeschädigter Kinder hörend sind (Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. 2011). Hörgeschädigte Kinder deren Muttersprache die Gebärdensprache ist, oder die im Alltag nur Gebärdensprache nutzen, sind somit ausgeschlossen.
Einige Studien geben leider nicht ausreichend Informationen über die bevorzugte Kommunikationsart der Stichprobe an. Viele Studien beinhalten lediglich die Informationen über die Kommunikationsform in der Schule der Kinder. Es wird davon ausgegangen, dass integriert beschulte Kinder bevorzugt lautsprachlich kommunizieren. Kinder an Förderschulen für Hörgeschädigte können, die Laut- oder die Gebärdensprache bevorzugen. In vielen Schulen für Hörgeschädigte wird laut den Angaben der Studien die „total communication“ genutzt.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung der psychosozialen Entwicklung hörgeschädigter Kinder.
2. Begriffsklärung: Definition der Zielgruppe lautsprachlich kommunizierender Kinder sowie Einordnung psychosozialer Entwicklung.
3. Die aktuelle Studienlage: Umfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse zu exekutiven Funktionen, Theory of Mind, Identität, Lebensqualität und weiteren Entwicklungsbereichen.
4. Fazit: Zusammenfassende Einordnung der dargestellten Studien und Ausblick auf die Bedeutung der CI-Implantation und inklusiver Beschulung.
Hörschädigung, psychosoziale Entwicklung, lautsprachliche Kommunikation, exekutive Funktionen, Theory of Mind, Identität, Selbstkonzept, Lebensqualität, Wohlbefinden, Inklusion, Cochlea-Implantat, emotionale Kompetenz, soziale Integration, Peer-Beziehungen, Verhaltensauffälligkeiten.
Die Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Forschungsstand zur psychosozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Hörschädigung, die lautsprachlich kommunizieren.
Die zentralen Themen umfassen die exekutiven Funktionen, Theory of Mind, Selbstkonzept, Identitätsbildung, Lebensqualität, sowie das soziale Verhalten und Peer-Beziehungen.
Primäres Ziel ist es, die aktuelle Studienlage der letzten 20 Jahre zusammenzutragen, um aufzuzeigen, wie sich eine Hörschädigung auf die sozial-emotionale Entwicklung auswirkt.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die zahlreiche bestehende Studien analysiert und deren Erhebungsinstrumente sowie Ergebnisse vergleicht.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Entwicklungsbereiche wie externe und interne Verhaltensprobleme, Empathiefähigkeit, soziale Interaktionen und verschiedene psychologische Testverfahren.
Zentrale Begriffe sind Hörschädigung, psychosoziale Entwicklung, Cochlea-Implantat, exekutive Funktionen, Inklusion und Lebensqualität.
Die Studienlage zeigt, dass CI-versorgte Kinder zwar Fortschritte in verschiedenen Bereichen machen, jedoch in vielen psychosozialen Aspekten und exekutiven Funktionen oft noch Auffälligkeiten oder signifikante Unterschiede zur hörenden Kontrollgruppe aufweisen.
Integrierte oder inklusiv beschulte Kinder zeigen in vielen Studien bessere sozial-emotionale Werte als Kinder in reinen Sonderschulen, wobei der soziale Peer-Kontakt eine wichtige Rolle spielt.
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