Masterarbeit, 2019
74 Seiten, Note: 1,1
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Diese Arbeit untersucht die Frage, ob menschliche Handlungen angemessen durch Ursachen oder Gründe erklärt werden können. Die anti-kausalistische Position, vertreten von Philosophen wie Wittgenstein, Anscombe, von Wright und Melden, argumentiert, dass Handlungen rational begründet und nicht kausal erklärt werden können. Der Kausalismus, insbesondere vertreten durch Davidson, hingegen sieht in der alltagspsychologischen Handlungserklärung eine Spielart der kausalen Erklärung.
Das erste Kapitel führt in das Thema der Handlungserklärung ein und stellt die beiden gegensätzlichen Positionen des Anti-Kausalismus und des Kausalismus vor.
Das zweite Kapitel untersucht die klassische anti-kausalistische Position, ausgehend von Wittgenstein und weiterentwickelt von Autoren wie Anscombe, von Wright und Melden. Es werden zentrale Argumente dieser Position, insbesondere das Argument der logischen Beziehung zwischen Wünschen/Überzeugungen und Handlungen, diskutiert.
Das dritte Kapitel beleuchtet die kausalistische Position, insbesondere Davidsons Theorie. Die Argumentation des Kausalismus wird analysiert, und die Kritik an der anti-kausalistischen Position wird betrachtet.
Das vierte Kapitel diskutiert die Frage, ob der Kausalismus die Argumente des frühen Anti-Kausalismus entkräften konnte. Es werden verschiedene Argumente sowohl für als auch gegen den Kausalismus diskutiert und die Rolle von Gründen und Ursachen in der Erklärung menschlichen Handelns näher beleuchtet.
Handlungstheorie, Anti-Kausalismus, Kausalismus, Gründe-Erklärung, teleologische Erklärung, Wittgenstein, Anscombe, Melden, von Wright, Davidson, Stoutland, Absicht, Willensakt, praktisches Wissen, logisches Beziehungsargument, Belief-Desire-These
Ursachen erklären Körperbewegungen oft neuronal oder mechanisch, während Gründe-Erklärungen verständlich machen wollen, zu welchem Zweck und mit welchem Ziel ein Akteur handelt.
Vertreter wie Wittgenstein und Anscombe argumentieren, dass Handlungen rational begründet und nicht wie Naturereignisse kausal erklärt werden können.
Davidson sieht in alltagspsychologischen Erklärungen (Wünsche und Überzeugungen) eine spezielle Form der kausalen Erklärung, die eine Handlung verursacht.
Dieses Argument von Melden besagt, dass zwischen einem Motiv und einer Handlung eine logische und keine rein empirisch-kausale Verbindung besteht.
Anti-kausalistische Theorien betonen, dass Handlungen in einem sozialen und normativen Kontext stehen, der sich nicht rein naturwissenschaftlich uminterpretieren lässt.
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