Examensarbeit, 2008
60 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Die Entwicklung des Fußballs zu einem globalen Phänomen
2.1 Die Ursprünge des modernen Spiels
2.2 Die Rolle der Public Schools
2.3 Die Gründung der Football Association
2.4 Der Sport verlässt England
2.5 Die Geburt der FIFA und die Entstehung eines Weltturniers
2.6 Eine „Welt“meisterschaft?
2.7 Entscheidende strukturelle Änderungen im Weltfußball
2.8 Der Fußball als globales Massenspektakel
3. Globalisierung
3.1 Begriffsklärung
3.2 Die ökonomische Dimension der Globalisierung
3.3 Die kulturelle Dimension der Globalisierung
4. Die ökonomische und soziale Globalisierung des Profifußballs
4.1 Jean-Marc Bosmans unfreiwilliger Beitrag zur Globalisierung des Fußballs
4.1.1 Die Situation vor dem Urteil
4.1.2 Der Fall Bosman
4.2 Die globalisierten Spielermärkte nach Bosman
4.2.1 Die derzeitige Situation in den europäischen Profiligen
4.2.2 Brasilien als Produzent der Ware „Profifußballer“
4.2.3 Die „6+5 Regel" – eine Revolution im Weltfußball?
4.3 Die Nationalmannschaften – Gewinner oder Verlierer der Liberalisierung?
4.4 Der Verein als (transnational agierendes) Wirtschaftsunternehmen: Die globalisierte Fußballwelt
4.5 Einwurf: Die globalisierte Produktion von Fußbällen
4.6 Der Verein: Eine sich verändernde Identität?
4.7 Exkurs: Die globalisierteste Liga der Welt
5. Zusammenfassung und Diskussion
6. Ausblick
7. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Globalisierung auf den modernen Profifußball und analysiert dabei insbesondere die Ambivalenz zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem Verlust traditioneller Identitäten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit der moderne Spitzenfußball als Gewinner oder Verlierer der Globalisierungsprozesse zu bezeichnen ist und welche Konsequenzen dies für Akteure wie Spieler, Vereine und Nationalmannschaften hat.
2.4 Der Sport verlässt England
Bevor der Fußball seinen Siegeszug um die Welt antreten konnte, dehnte sich der Sport zunächst innerhalb des Vereinigten Königreichs aus, wobei Schottland den Engländern als erster Verband nachfolgte (vgl. Schulze-Marmeling 2000: 44). So kam es 1872 auch zum ersten offiziellen Länderspiel der Fußballgeschichte, als sich in Glasgow Schottland und England gegenüberstanden. Die Football Association of Wales (FAW) wurde 1876, die Irish Football Association (IFA) vier Jahre später gegründet.
Der Export des Fußballs in den Rest der Welt wird bei Schulze-Marmeling als Begleiterscheinung des britischen Imperialismus betrachtet. Er begründet dies anhand der Größe des Kolonialreichs, welches ein Drittel des gesamten Weltterritoriums einnahm (vgl. Schulze-Marmeling/Dahlkamp 2004: 12). Giulianotti stimmt diesem zwar zu, betrachtet den Sachverhalt aber etwas differenzierter: „Trade connections, rather than imperial links, were the most propitous outlets“ (Giulianotti 1999: 6). Das heißt jedoch nicht, dass der Fußball in den Außenposten des britischen Empires ignoriert wurde: „It became a staple of the curriculum of colonial schools and a common pastime for occupying troops“ (Giulianotti 1999: 6). So wurde Fußball im kolonisierten Afrika zunächst hauptsächlich von der einheimischen Bevölkerung gespielt, während sich die Besatzer eher dem Cricket hingaben (vgl. Giulianotti 1999: 7). Dies ist ein Beleg für den Fußball als Unterschichtensport, was er auch in Europa jahrzehntelang war. Umso interessanter ist hierbei, wie es der Sport geschafft hat, eine „Weltmarke“ zu werden.
1. Einleitung: Darstellung der Motivation und Forschungsfrage, basierend auf Phänomenen des modernen Profifußballs und dessen globaler Reichweite.
2. Die Entwicklung des Fußballs zu einem globalen Phänomen: Historischer Rückblick auf die Ursprünge und die weltweite Ausbreitung des Fußballs bis hin zur Etablierung als globales Massenspektakel.
3. Globalisierung: Definition und Erläuterung der ökonomischen und kulturellen Dimensionen der Globalisierung als theoretischer Rahmen.
4. Die ökonomische und soziale Globalisierung des Profifußballs: Detaillierte Analyse der Auswirkungen von Rechtsentscheidungen wie dem Bosman-Urteil auf Vereine, Spielermärkte und die Identität des Fußballs.
5. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse zur Frage, ob der Spitzenfußball Gewinner oder Verlierer der Globalisierung ist, unter Berücksichtigung verschiedener Akteure.
6. Ausblick: Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen im Kontext der weiteren Kommerzialisierung und globalen Expansion.
7. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Globalisierung, Profifußball, Bosman-Urteil, Sportökonomie, Identität, Kommerzialisierung, FIFA, Spielermarkt, transnationale Unternehmen, Kultur, Weltmeisterschaft, Public Viewing, Identifikation, Fan-Kultur, Sponsoring.
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Fußballs von einem lokalen Sportspiel zu einem globalen Wirtschafts- und Kulturphänomen im Kontext der Globalisierung.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung, die ökonomischen Machtverhältnisse in europäischen Ligen, die Rolle von Spielertransfers und die mediale Inszenierung des Fußballs.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob der moderne Spitzenfußball eher als Gewinner oder Verlierer der globalen ökonomischen und sozialen Entwicklung betrachtet werden kann.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die historische Abrisse mit aktuellen sozioökonomischen Daten und Fallbeispielen verknüpft.
Der Hauptteil widmet sich der Bedeutung juristischer Urteile (Bosman, Webster), der Veränderung von Vereinsidentitäten und der globalisierten Produktion von Sportartikeln.
Kernbegriffe sind Globalisierung, Kommerzialisierung, Profifußball, Vereinsidentität und transnationale ökonomische Verflechtungen.
Das Urteil gilt als entscheidender Wendepunkt, der die heutige Struktur der globalisierten Spielermärkte ermöglicht hat, indem es die Freizügigkeit von Spielern sicherte.
Asien wird als bedeutender Wachstumsmarkt identifiziert, sowohl als Absatzmarkt für Merchandising und Medienrechte als auch als Zielregion für die Vermarktung europäischer Spitzenvereine.
Der Autor zeigt auf, dass sich Vereine zu transnational agierenden Unternehmen gewandelt haben, was oft zu Spannungen zwischen globaler Gewinnmaximierung und lokalem Fan-Interesse führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

