Bachelorarbeit, 2020
41 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
2 Aspekte der Digitalisierung
2.1 Definition und zentrale Begriffe
2.2 Technologien und digitale Entwicklungen im Controlling
2.2.1 Data Warehouses und die In-Memory-Technologie
2.2.2 Prädiktive Datenanalyse und Data Mining
3 Grundlagen des Berichtswesens
3.1 Berichtsformalitäten und der Reportingprozess
3.2 Zielsetzung und Funktion der Berichte
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf das Berichtswesen
4.1 Organisatorische Veränderungen im Berichtswesen
4.2 Digitale Ansätze zur Automatisierung des Reportings
4.2.1 Self-Service und Reporting Factories
4.2.2 Kennzahlen-Cockpits und der Digital Boardroom
4.2.3 Robotic Process Automation (RPA)
5 Veränderungen im Profil der Controller
5.1 Verschiebung der Kompetenzen der Controller
5.2 Business Partnering – Ein Blick auf die zukünftige Rolle der Controller
6 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den technologischen Möglichkeiten der Digitalisierung und deren tatsächlichen Auswirkungen auf das Controlling sowie das Berichtswesen. Ziel ist es, den Beitrag der Digitalisierung zur Effizienzsteigerung kritisch zu hinterfragen und die daraus resultierende Verschiebung der Anforderungen an das Kompetenzprofil von Controllern zu analysieren.
Robotic Process Automation (RPA)
Bei Robotic Process Automation (RPA) handelt es sich um Programme, die menschliche Handlungen bzw. Eingaben anstelle der Menschen selbst durchführen sollen, sodass ein aus diesen Einzelaktionen bestehender Prozess automatisiert durchgeführt wird. Robot meint in diesem Kontext also keinen physischen Roboter, der die Arbeitsschritte der Menschen ersetzt, sondern eine Software, die Interaktionen mit digitalen Medien imitiert.
Die Einführung von RPA kann in mehrere Phasen unterteilt werden. Zunächst sollte ein Proof-of-Concept erfolgen. Hierbei können kostenlose Testversionen der unterschiedlichen Software Anbieter bezogen werden, um mit einzelnen Teilprozessen Pilottests durchführen zu können. Als nächstes muss, im Rahmen der Ramp-Up-Phase, ein Modell für die Prozessauswahl erarbeitet werden. In der Scale- & Institutionalize-Phase soll anhand des ausgearbeiteten Modells die Prozessauswahl und -optimierung erfolgen. Zuletzt soll in der Mature & Innovate-Phase das etablierte RPA-System um moderne Technologien erweitert werden, die unstrukturiertere Dateninputs verarbeiten und komplexe Prozessschritte automatisieren können.
Die RPA Plattform besteht im Kern aus den folgenden Komponenten. Im Development Studio werden die Roboter konfiguriert. Mithilfe eines sog. Recorders werden einzelne Aktionen, wie z. B. das Öffnen von Programmen, Mausklicks oder Texteingaben, aufgenommen und können danach durch den Roboter wiedergegeben werden. Das Studio beinhaltet außerdem Erweiterungen und Plugins, die die Möglichkeiten der Konfiguration der Roboter vergrößern. Das Development Studio stellt damit eine Ebene dar, die in einer visuellen Schnittstelle die Einstellungen der Roboter beinhaltet. Das Control Center ist das Bindeglied zwischen dem Development Studio und der Ausführungsebene der Roboter. In ihm werden die Roboter de-/aktiviert und gewartet. Hier erfolgt auch die Verteilung der Roboter auf die verschiedenen Aufgaben. Sind alle Einstellungen in beiden Ebenen getroffen, kann der konfigurierte Roboter seine zugeteilten Prozesse im Rahmen des internen BI-Systems ausführen.
1 Einführung: Hinführung zum Thema durch die Analyse des Informationsparadoxons und Darlegung der zentralen Forschungsfragen zur Digitalisierung im Controlling.
2 Aspekte der Digitalisierung: Erläuterung der Begrifflichkeiten und technologischen Voraussetzungen wie Data Warehouses und prädiktive Datenanalyse im Kontext des Controllings.
3 Grundlagen des Berichtswesens: Systematische Darstellung der Berichtsarten, -formen und des Reportingprozesses als Basis für die automatisierte Berichterstattung.
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf das Berichtswesen: Analyse organisatorischer sowie technologischer Veränderungen durch Automatisierungslösungen wie Reporting Factories und RPA.
5 Veränderungen im Profil der Controller: Untersuchung der Kompetenzverschiebungen und der zunehmenden Bedeutung der Rolle des Controllers als Business Partner.
6 Zusammenfassung und Fazit: Kritische Bilanzierung der Ergebnisse und Ausblick auf notwendige zukünftige Forschung und Kompetenzanforderungen.
Digitalisierung, Controlling, Berichtswesen, Big Data, Business Intelligence, Data Warehouse, Reporting Factory, Robotic Process Automation, Predictive Analytics, Dashboards, Kennzahlen-Cockpit, Business Partnering, Kompetenzprofil, Automatisierung, Prozessoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf die operativen und strategischen Prozesse im Controlling, insbesondere im Bereich des Berichtswesens.
Die Schwerpunkte liegen auf technologischen Treibern wie Big Data und Data Warehouse-Systemen, der Automatisierung von Reporting-Prozessen sowie der daraus resultierenden Rollenveränderung der Controller.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Big Data und BI das Berichtswesen beeinflussen, welche Technologien die Automatisierung vorantreiben und wie sich das Anforderungsprofil an Controller in diesem digitalen Kontext verändert.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung aktueller Studien und Fachbeiträge zur Digitalisierung im Controlling-Kontext.
Im Hauptteil werden technologische Ansätze wie Data Warehouses, In-Memory-Technologie, prädiktive Datenanalyse sowie spezifische Automatisierungslösungen (RPA, Reporting Factories) diskutiert und ihre Auswirkungen auf das Berichtswesen geprüft.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Business Partnering, Reporting Factory, Robotic Process Automation (RPA) und Kennzahlen-Cockpits.
Für Unternehmen bieten sie Potenziale zur Effizienzsteigerung bei repetitiven Prozessen durch Zentralisierung, sind jedoch besonders für größere Organisationen besser geeignet als für kleinere.
Controller wandeln sich vom klassischen Zahlenlieferanten hin zu strategischen Beratern (Business Partnern), da monotone Datenerfassungsprozesse zunehmend automatisiert werden können.
Es beschreibt das Paradoxon, dass der Wunsch nach mobiler Kommunikation und mehr datenbasierter Transparenz paradoxerweise oft zu neuen Abhängigkeiten oder einer Überfülle an (schwer lesbaren) Informationen führen kann.
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