Diplomarbeit, 2003
65 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Grundlegende Charakteristika von Internetauftritten
2.1 Kommerzielle Nutzungsmöglichkeiten von Internetauftritten
2.2 Urheberrechtlicher Schutz von Internetauftritten nach deutschem Recht
3 Regelungen zur bilanziellen Behandlung von Ausgaben zur Erstellung von Internetauftritten nach IAS, US-GAAP und HGB
3.1 Bilanzielle Behandlung nach IAS
3.1.1 Ansatz
3.1.2 Bewertung
3.1.3 Ausweis
3.2 Bilanzielle Behandlung nach US-GAAP
3.2.1 Ansatz
3.2.2 Bewertung
3.2.3 Ausweis
3.3 Bilanzielle Behandlung nach HGB
3.3.1 Ansatz
3.3.1.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit
3.3.1.2 Konkrete Aktivierungsfähigkeit
3.3.2 Bewertung
3.3.3 Ausweis
4 Kritische Analyse der bilanziellen Behandlung von Ausgaben zur Erstellung von Internetauftritten aus Sicht der Jahresabschlussadressaten nach IAS, US-GAAP und HGB
4.1 Konzeptioneller Rahmen für die kritische Analyse
4.1.1 Adressaten und Zwecke des Jahresabschlusses nach IAS, US-GAAP und HGB
4.1.2 Interessen der Jahresabschlussadressaten nach IAS, US-GAAP und HGB
4.1.2.1 Informationsinteressen nach IAS, US-GAAP und HGB
4.1.2.2 Zahlungsbemessungsinteressen nach HGB
4.2 Berücksichtigung der Interessen der Jahresabschlussadressaten bei der bilanziellen Behandlung von Ausgaben zur Erstellung von Internetauftritten nach IAS, US-GAAP und HGB
4.2.1 Zielkonflikte bei der Berücksichtigung der Interessen
4.2.2 Berücksichtigung der Informationsinteressen nach IAS
4.2.3 Berücksichtigung der Informationsinteressen nach US-GAAP
4.2.4 Berücksichtigung der Interessen nach HGB
4.2.4.1 Berücksichtigung der Informationsinteressen
4.2.4.2 Berücksichtigung der Zahlungsbemessungsinteressen
4.3 Vergleich und kritische Würdigung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, die bilanzielle Behandlung von Ausgaben für die Erstellung von Internetauftritten nach IAS, US-GAAP und HGB darzustellen und kritisch aus der Perspektive der Jahresabschlussadressaten zu würdigen.
3.1.1 Ansatz
Wenn in der Praxis bei Anwendung oder Interpretation einzelner IAS offensichtliche, bedeutende Probleme bestehen, werden hierzu Interpretationen vom INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING INTERPRETATIONS COMMITTEE (IFRIC) erarbeitet. Die Interpretationen stellen die vom IASB autorisierten und verbindlich anzuwendenden Auslegungsregeln für bestehende IAS dar. Die Interpretation SIC-32 regelt die Bilanzierung von Ausgaben für einen im Unternehmen selbst erstellten Internetauftritt und ergänzt IAS 38.
Gem. SIC-32.7 stellt ein durch das Unternehmen selbst erstellter Internetauftritt einen selbst erstellten immateriellen Vermögenswert („intangible asset“) dar, so dass der Internetauftritt unter den Anwendungsbereich des IAS 38 fällt. Die Frage der asset-Eigenschaft und der Immaterialität ist somit implizit beantwortet.
Ein selbst erstellter Internetauftritt ist gem. SIC-32.8 nur dann zu aktivieren, wenn dieser neben den allgemein bestehenden Ansatzkriterien (IAS 38.19) zusätzlich die in IAS 38.45 existierenden Anforderungen für selbst erstellte Vermögenswerte erfüllt. Nach SIC-32.8 i. V. m. IAS 38.19 ist der Internetauftritt nur anzusetzen, wenn er einen wahrscheinlichen Nutzenzufluss generiert und seine Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelt werden können. Das bilanzierende Unternehmen muss ferner nach SIC 32.8 i. V. m. IAS 38.45 als Voraussetzung für die Aktivierung als selbst erstellten immateriellen Vermögenswert folgende Nachweise erbringen:
1 Einleitung: Einführung in die wirtschaftliche Bedeutung des Internets und Definition des Untersuchungsgegenstands.
2 Grundlegende Charakteristika von Internetauftritten: Erläuterung der kommerziellen Nutzbarkeit und des urheberrechtlichen Rahmens.
3 Regelungen zur bilanziellen Behandlung von Ausgaben zur Erstellung von Internetauftritten nach IAS, US-GAAP und HGB: Detaillierte Darstellung der Bilanzierungsregeln (Ansatz, Bewertung, Ausweis) in den drei Regelwerken.
4 Kritische Analyse der bilanziellen Behandlung von Ausgaben zur Erstellung von Internetauftritten aus Sicht der Jahresabschlussadressaten nach IAS, US-GAAP und HGB: Evaluierung der Normen anhand von Informations- und Zahlungsbemessungsinteressen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Einschätzung zur Entwicklung der Rechnungslegung bei immateriellen Vermögenswerten.
Internetauftritt, Bilanzierung, IAS, US-GAAP, HGB, immaterieller Vermögenswert, Aktivierung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Jahresabschlussadressaten, Informationsinteressen, Zahlungsbemessung, SIC-32, EITF 00-2.
Die Arbeit untersucht, wie Ausgaben für die erstmalige Erstellung eines Internetauftritts nach internationaler und nationaler Rechnungslegung (IAS, US-GAAP, HGB) zu bilanzieren sind.
Die Schwerpunkte liegen auf den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisregeln für selbst erstellte sowie extern erworbene Internetauftritte.
Ziel ist es, die bestehenden Bilanzierungsvorschriften darzustellen und anschließend aus der Sicht von Jahresabschlussadressaten (Investoren und Gläubiger) kritisch zu würdigen.
Es wird eine rechtsvergleichende und kritische Analyse der bestehenden Standards (IAS, US-GAAP, HGB) und deren Eignung zur Befriedigung von Informationsinteressen durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Phasen (Planungs-, Entwicklungs- und Inhaltsphase) und die Frage, unter welchen Bedingungen die entstandenen Ausgaben aktiviert oder sofort als Aufwand erfasst werden müssen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Internetbilanzierung, immaterielle Vermögenswerte, Aktivierungsverbot, Anschaffungskosten und Informationsfunktion beschreiben.
Nach HGB besteht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte ein Aktivierungsverbot, um den Vorsichtsgrundsatz zu wahren, während für extern entgeltlich erworbene Werte eine Aktivierungspflicht gilt.
Die IAS-Regelungen (SIC-32) unterteilen den Erstellungsprozess in Phasen, wobei Ausgaben der Planungsphase sofort als Aufwand erfasst werden, während Entwicklungskosten unter bestimmten Nachweisvoraussetzungen aktiviert werden können.
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