Bachelorarbeit, 2022
68 Seiten
2 Theoretische Grundlage
2.1 Nachhaltigkeit
2.1.1 Definition
2.1.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.1.3 Nachhaltigkeitsmodelle
2.1.4 Nachhaltigkeitsziele der UN
2.2 Definition Infrastruktur
2.3 Sportgroßveranstaltungen
2.3.1 Definition
2.3.2 Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen
2.3.3 Olympische Spiele
2.3.3.1 Konzept IOC
2.3.3.2 Voraussetzungen IOC für Ausrichtungsstädte
2.4 Kriterien für Nachhaltigkeitsanalyse
2.5 Vorgehen zur Nachhaltigkeitsanalyse von Infrastruktur
3 Analyse der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro
3.1 Ausgangsanalyse vor den Olympischen Spielen
3.2 Nachhaltigkeitsanalyse
3.2.1 Sportbezogene Infrastruktur
3.2.1.1 Barra Cluster
3.2.1.2 Copacabana Cluster
3.2.1.3 Deodoro Cluster
3.2.1.4 Maracanã Cluster
3.2.1.5 Alleinstehende Wettkampfstätten
3.2.2 Nichtsportbezogene Infrastruktur
3.2.2.1 Olympisches Dorf
3.2.2.2 Hotels und Unterkünfte
3.2.2.3 Transport und Öffentlicher Personennahverkehr
3.2.2.4 Straßensysteme
3.2.2.5 Geh- und Fahrradwege
3.2.2.6 Sicherheitsinfrastruktur
3.2.2.7 Energieversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung
3.3 Auswertung
3.3.1 Ökologische Nachhaltigkeit
3.3.2 Ökonomische Nachhaltigkeit
3.3.3 Soziale Nachhaltigkeit
3.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Nachhaltigkeit der für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro geschaffenen Infrastruktur zu analysieren und zu bewerten, wobei untersucht wird, ob die getätigten Investitionen langfristig einen positiven Nutzen für die Stadt und ihre Bevölkerung stiften konnten.
3.2.1.1 Barra Cluster
Das im Süden liegende Barra Cluster galt als das Herzstück der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und hielt insgesamt 14 Wettkampfstätten (vgl. Tabelle 4: Übersicht Wettkampfstätten Barra Cluster). Die Hälfte der Sportstätten war schon vor den Olympischen Spielen vorhanden und wurden neben Sportwettkämpfen auch für Messe- und Kulturveranstaltungen benutzt.
Das Riocentro, welches 4 Wettbewerbsmöglichkeiten bot, und die Jeunesse Arena (damals noch Rio Olympic Arena) waren schon vor den Olympischen Spielen vorhanden und dienten als Messegelände bzw. als Mehrzweckhalle für Kulturveranstaltungen. Noch heute haben beide Gebäude eine großen Nachfrage für Veranstaltungen unterschiedlichster Art.
Anders sieht es zum Beispiel beim neu erbauten Golfplatz im Marapendi Nature Reserve im Barra Cluster aus. Dieser wurde trotz zwei bestehender Alternativen, welche durch regelmäßige Ausrichtungen internationaler Turniere schon fast die Standards des IOC erfüllten, gebaut. Damit hat der Bau nicht nur geschätzte $20 Millionen USD gekostet, sondern auch tiefe Einschnitte in die Vegetation des umliegenden Naturschutzgebietes vorgenommen und den natürlichen Lebensraum von vielen, vom Aussterben bedrohten Tierarten zerstört. Die Kosten für den Bau wurden von einem privatem Bauträger übernommen, welcher als Ausgleich über 3000 Luxuswohnungen rund um den Golfplatz bauen durfte (wovon nur wenige hunderte verkauft wurden) und die daraus kommenden Gewinne aus dem Verkauf einnehmen durfte. Diese Entscheidung wurde allein getroffen, um einen maximalen Profit aus dem Golfplatz zu erzielen und das reiche Wohnviertel noch elitärer zu machen. Später gab der Bürgermeister von Rio Eduardo Paes öffentlich zu, dass der Golfplatz keinen Wert für das olympische Erbe haben wird und auch nie geplant war.
2 Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen von Nachhaltigkeit, Infrastruktur und Sportgroßveranstaltungen sowie die diesbezüglichen Anforderungen des International Olympic Committee (IOC).
3 Analyse der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro: Dieses Kapitel untersucht die Ausgangslage in Rio vor den Spielen, analysiert die sport- und nichtsportbezogene Infrastruktur und bewertet deren ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.
4 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und kommt zu dem Schluss, dass die geschaffene Infrastruktur der Spiele 2016 im Wesentlichen nicht nachhaltig ist.
Rio de Janeiro, Olympische Spiele 2016, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Sportgroßveranstaltungen, Olympisches Erbe, Legacy, Ökologische Dimension, Ökonomische Dimension, Soziale Dimension, Gentrifizierung, Stadtentwicklung, IOC, BRT-Systeme, Favelas.
Die Arbeit analysiert die Nachhaltigkeit der Infrastrukturmaßnahmen, die für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro umgesetzt wurden.
Die zentralen Felder sind die Definition und Anwendung des Nachhaltigkeitsbegriffs auf Sportgroßveranstaltungen sowie die detaillierte infrastrukturelle Analyse der Austragungsorte und deren soziale sowie ökonomische Konsequenzen für die Stadt.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie nachhaltig die für die Spiele in Rio 2016 geschaffene Infrastruktur tatsächlich war und ob ein tragfähiges olympisches Erbe realisiert wurde.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche und einer Auswertung von Konzepten und Berichten zur Nachhaltigkeit im Kontext der Olympischen Spiele.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Ausgangssituation vor den Spielen, eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Sport-Cluster und sonstiger städtischer Infrastruktur sowie deren abschließende Auswertung.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeit, Olympisches Erbe, Infrastruktur, Rio 2016, Gentrifizierung und die soziale bzw. ökologische Transformation der Stadt.
Die Arbeit identifiziert den Ausbau bestimmter Personentransportsysteme als teilweise ökonomisch sinnvoll, stellt jedoch fest, dass diese oft nur privilegierten Stadtteilen und nicht der breiten Bevölkerung zugutekommen.
Der Golfplatz wird als Beispiel für eine nicht nachhaltige Investition angeführt, da er ökologisch belastend sowie sozial exklusiv ist und vom ehemaligen Bürgermeister sogar als ohne Wert für das geplante olympische Erbe eingestuft wurde.
Die Studie zeigt, dass Infrastrukturprojekte eher der Imagepflege dienten und zur Zwangsumsiedlung sowie zur Verschlechterung der Lebensqualität der ärmeren Bevölkerungsschichten führten.
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