Masterarbeit, 2022
96 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Biografien und Übergänge
2.1 Subjektorientierte Übergangsforschung
2.2 Biografie und Biografieforschung
2.3 Soziale Ungleichheit und Prekarität
2.4 Biografieanalytische Forschungsarbeiten junger Menschen in prekären Lebenslagen
3. Erwerbsarbeit und Beschäftigungsverhältnisse haftentlassener junger Menschen
3.1 Arbeitsmarkt, Beruf und Erwerbstätigkeit
3.2 Atpische Beschäftigungsverhältnisse am Beispiel der Leiharbeit
3.3 Berufliche Potenziale und Möglichkeiten haftentlassener junger Menschen
3.4 Berufliche Bildung im Jugendstrafvollzug und Betreuung nach Haftentlassung
4. Methodik der empirischen Untersuchung
4.1 Forschungsdesign und Einbettung in die qualitative Sozialforschung
4.2 Zugang zum Feld und Forschungsprozess
4.3 Erhebungsmethode: das autobiographisch-narrative Interview
4.4 Datenauswertung mit der Narrationsanalyse nach Schütze
5. Tim
5.1 Kontakt und Interviewsetting
5.2 Biografische Analyse der Familien- und Lebensgeschichte
5.3 Feinanalysen
5.3.1 Haftzeit und Auseinandersetzungen mit der eigenen Straffälligkeit
5.3.2 Schule, Beruf und Erwerbsarbeit
5.4 Biografische Gesamtgestalt und Reflexion
6. Dennis
6.1 Kontakt und Interviewsetting
6.2 Biografische Analyse der Familien- und Lebensgeschichte
6.3 Feinanalysen
6.3.1 Haftzeit und Auseinandersetzungen mit der eigenen Straffälligkeit
6.3.2 Schule, Beruf und Erwerbsarbeit
6.4 Biografische Gesamtgestalt und Reflexion
7. Kontrastiver Fallvergleich – Ergebnispräsentation
7.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
7.2 Gesamtbetrachtung und Diskussion
8. Fazit
8.1 Erkenntnisse und Limitationen der Studie
8.2 Bedeutung für die pädagogische Praxis und Forschungsrelevanz
Die Arbeit untersucht die beruflichen Übergangsverläufe junger Menschen mit Hafterfahrung und analysiert, wie diese ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt wahrnehmen und welche biographischen Bewältigungsstrategien sie entwickeln. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen institutionellen Rahmenbedingungen und individuellen Bildungsbiografien in prekären Lebenslagen zu beleuchten.
Die biographische Fallanalyse von zwei jungen Ex-Häftlingen aus dem Raum Niedersachsen
Anknüpfend an diese Forschungsergebnisse soll den Gegenstand dieser Studie die autobiografische Fallanalyse von zwei jungen Ex-Häftlingen aus dem Raum Niedersachsen bilden. Im Vordergrund steht die Strukturierung ihrer individuellen Entwicklungsverläufe, während und nachdem sie strafrechtlich sanktioniert worden sind.
Als Grundlage für die qualitative Untersuchung werden zwei autobiographisch-narrative Interviews geführt. Diese wurden mit der Auswertungsmethode von Fritz Schützes Narrationsanalyse ausgewertet. Neben diesem Auswertungsverfahren hat Gabriele Rosenthal ein Verfahren zur Aufschlüsselung biografischer Fallrekonstruktionen entwickelt, das in dieser Studie jedoch keine Beachtung findet. Im empirischen Teil der vorliegenden Arbeit wird erklärt, warum und aus welchen Gründen sich für die Auswertungsmethode von Fritz Schütze entschieden wurde.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche beruflichen Perspektiven junge Menschen mit Hafterfahrung entwickeln und wie sie den Zugang zu Beruf und Erwerbsarbeit erleben.
2. Biografien und Übergänge: Das Kapitel bietet einen theoretischen Orientierungsrahmen zur Übergangsforschung, Biografieforschung und den Auswirkungen sozialer Ungleichheit.
3. Erwerbsarbeit und Beschäftigungsverhältnisse haftentlassener junger Menschen: Hier wird der Arbeitsmarkt im Kontext von prekären Beschäftigungsverhältnissen, speziell Leiharbeit, und die Rolle der beruflichen Bildung im Strafvollzug erörtert.
4. Methodik der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign sowie die Erhebungsmethode der autobiographisch-narrativen Interviews und deren Auswertung mittels Narrationsanalyse nach Schütze.
5. Tim: Eine detaillierte biographische Fallanalyse zu Tim, inklusive Interviewsetting und Auseinandersetzungen mit der familiären Geschichte sowie dem Übergang in das Erwerbsleben.
6. Dennis: Eine biographische Fallanalyse zu Dennis, welche seinen Lebensweg vor und nach der Haft sowie seine Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt untersucht.
7. Kontrastiver Fallvergleich – Ergebnispräsentation: Dieses Kapitel vergleicht die Biografien von Tim und Dennis, stellt Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede heraus und diskutiert diese.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, benennt Limitationen und reflektiert die Bedeutung für die pädagogische Praxis.
Hafterfahrung, Jugendstrafvollzug, beruflicher Übergang, Biographieforschung, Narrationsanalyse, Prekarität, soziale Ungleichheit, Resozialisierung, Erwerbsbiografie, Stigmatisierung, Sonderpädagogik, Lebenslauf, Fallanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit den beruflichen Wegen junger Erwachsener nach ihrer Haftzeit und untersucht, wie sich strafrechtliche Sanktionen auf ihre Erwerbsbiografien auswirken.
Themen sind die Übergangsforschung, biographische Fallkonstruktionen, die Prekarität auf dem Arbeitsmarkt sowie die Rolle des Strafvollzugs als Institution.
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen institutionellen Vermittlungen und individuellen Bildungsprozessen von Menschen in prekären Lebenslagen zu verstehen.
Die Studie nutzt qualitative Methoden, insbesondere biographisch-narrative Interviews, die mit der Narrationsanalyse nach Fritz Schütze ausgewertet werden.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, methodische Ansätze und präsentiert die detaillierten Fallanalysen der beiden Ex-Häftlinge Tim und Dennis.
Kernbegriffe sind Hafterfahrung, Resozialisierung, biographische Fallanalyse und soziale Stigmatisierung.
Die Arbeit adressiert ein in der sonderpädagogischen Forschung oft vernachlässigtes Feld der Jugendstrafvollzugspädagogik und deren Übergangsmanagement.
Obwohl beide ähnliche Haftkarrieren aufweisen, zeigen sich im Fallvergleich unterschiedliche Bewältigungsstrategien und biographische Verläufe, die unter anderem durch familiäre Hintergründe beeinflusst sind.
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