Diplomarbeit, 2009
135 Seiten, Note: 1
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1 Vorwort
2 Buch, Film und die Literaturverfilmung
2.1 Intermedialer Vergleich: Buch und Film
2.1.1 Allgemeiner Vergleich
2.1.2 Medienspezifische Zeichen
2.1.3 Darstellung
2.1.3.1 Raum
2.1.3.2 Figur
2.1.3.3 Geschehen
2.1.3.4 Zeit
2.1.4 Medienspezifische Erzähltechniken
2.1.5 Redewiedergabe
2.1.6 Visualität
2.2 Die Literaturverfilmung
2.2.1 Terminologie
2.2.2 Definitionen und Beschreibungen
2.2.3 Verfilmbarkeit
2.2.4 Typen
2.2.4.1 Die „analoge Wiedergabe“
2.2.4.2 Die „Interpretation“
2.2.4.3 Die „Eigenständigkeit“
2.2.5 Problembereiche
2.2.5.1 Schlechtes Image
2.2.5.2 Angst vor Kannibalisierung
2.2.5.3 Mangelnde Originalität
2.2.5.4 Belesene Kinobesucher
2.2.6 Chancen
2.2.6.1 Demokratisierung
2.2.6.2 Popularisierung von Kulturgut
2.2.6.3 Leseanregung
3 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im intermedialen Vergleich
3.1 Plot
3.2 Figuren
3.2.1 Jean-Baptiste Grenouille: Der Protagonist
3.2.1.1 Aussehen
3.2.1.2 Charakter
3.2.1.3 Sozialverhalten
3.2.1.4 Resümee
3.2.2 Das Mirabellen-Mädchen: Der Schicksalsengel
3.2.3 Giuseppe Baldini: Der eigennützige Lehrer
3.2.4 Laure/Laura Richis: Die Muse
3.2.5 Antoine Richis: Die Vaterfigur
3.3 Erzähler und Perspektive
3.3.1 Der Roman
3.3.2 Die Verfilmung
3.3.3 Fazit
3.4 Wortlaut
3.4.1 Roman- und Filmanfang
3.4.2 Dialog: Baldini und Chérnier
3.4.3 Roman- und Filmende
3.5 Schlussfolgerungen zu Tom Tykwers Verfilmung
3.5.1 Werktreue
3.5.2 Eigener Stempel der Filmemacher
3.5.3 Identifikation
3.5.4 Authentizität
3.5.5 Ästhetik
4 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im Deutschunterricht
4.1 Medien/Filme in den Unterricht integrieren?
4.1.1 Die Diskussion
4.1.2 Der Grundsatzerlass und der Lehrplan
4.2 Zielgruppe
4.3 Zielsetzung
4.4 Textwahl: Wieso „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“?
4.5 Vorgehensweise
4.6 „Das Parfum“: Ideen für den Deutschunterricht
4.6.1 Einstieg
4.6.1.1 Sage mir, was du siehst!
4.6.1.2 Wie alles begann…
4.6.1.3 Identifikation und Gegenwartsbezug
4.6.2 Mit der Geschichte arbeiten
4.6.2.1 Die Pressekonferenz
4.6.2.2 Wer ist Jean-Baptiste Grenouille?
4.6.2.3 Die Sinne
4.6.2.4 Außergewöhnliche Romanhelden
4.6.3 Medien im Vergleich
4.6.3.1 Inhalt
4.6.3.1.1 Erfahrungsberichte
4.6.3.1.2 Die Geschichte: Süskind versus Tykwer
4.6.3.1.3 Der Protagonist: Süskind versus Tykwer
4.6.3.2 Form
4.6.3.2.1 Die Innensicht
4.6.3.2.2 Die Kameraperspektive
4.6.3.2.3 Wie beschreibt ein Film?
4.6.3.2.4 Mündlichkeit und Schriftlichkeit
4.6.3.2.5 Bild und Ton
4.6.3.2.6 Die Spannung steigt
4.6.4 Filmarbeit
4.6.4.1 Das Casting: Klasse sucht Grenouille
4.6.4.2 Die Filmmusik
4.6.4.3 Das Drehbuch
4.6.4.4 Kamera-Workshop
4.6.5 Abschluss
5 Nachwort
Die Diplomarbeit untersucht die intermediale Beziehung zwischen Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und der gleichnamigen Verfilmung von Tom Tykwer. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen medialen Möglichkeiten beider Formate – Schriftsprache versus audiovisuelle Inszenierung – herauszuarbeiten und zu analysieren, wie die Romanvorlage filmisch interpretiert wurde. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelt die Arbeit ein didaktisches Konzept für den Deutschunterricht, das Schülern helfen soll, Medienkompetenz durch den direkten Vergleich von Buch und Film zu erwerben.
3.1 Plot
Beim Vergleich von literarischer und filmisch erzählter Geschichte wird eine grafische Darstellung zur Veranschaulichung der Unterschiede herangezogen. Diese soll dem Leser zusätzlich einen Überblick über den Inhalt der beiden Werke ermöglichen. Die Tabelle ist in drei Bereiche unterteilt: Während die mittlere Spalte den gemeinsamen Plot enthält, finden sich links die Abweichungen im Roman und rechts jene in der Verfilmung. Nicht nur die Unterschiede im Plot, sondern auch Funktion und Gründe der Veränderungen sollen in diesem Abschnitt erarbeitet werden.
Es versteht sich von selbst, dass in der vorliegenden Arbeit die Motive für die unterschiedliche Umsetzung bestimmter Details lediglich erahnt werden können. Hier soll nur eine mögliche Auslegung derselben wiedergegeben werden. Es wird versucht, die Unterschiede anhand nachvollziehbarer Erklärungen zu begründen.
Generell sind sich Film- und Romangeschichte sehr ähnlich; manch ein Unterschied kann nur bei ganz genauem Hinsehen bzw. Lesen bemerkt werden. Die Haupthandlung ist identisch; meist sind es einzelne Details, die im Film abgeändert wurden.
Die erste große Abweichung erfolgt ganz am Anfang in Bezug auf die Chronologie des Geschehens. Während der Roman mit Grenouilles Geburt beginnt, steigt der Film mit der Szene ein, in welcher sein Todesurteil verkündet wird (von 00:00:42-00:03:52): Aus einem schwarzen Bild, in dem nur Umrisse zu erkennen sind, tritt eine Nase hervor. Das restliche Gesicht des Trägers wird erst gezeigt, nachdem ihn die Wachen aus seiner Zelle geholt und vor die aufgebrachte Menge geführt haben. Diese Vorausblende endet wieder mit einer Großaufnahme von der Nase, welche den Zuseher in sich aufsaugt.
1 Vorwort: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, Film und Buch sowohl theoretisch als auch praktisch anhand von Patrick Süskinds Roman und Tom Tykwers Film zu vergleichen.
2 Buch, Film und die Literaturverfilmung: Es werden die theoretischen Grundlagen des Medienvergleichs sowie das Genre der Literaturverfilmung mit ihren spezifischen Chancen und Problemen erläutert.
3 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im intermedialen Vergleich: Dies ist der Analyseteil, der Roman und Verfilmung detailliert hinsichtlich Plot, Figuren, Erzähltechnik und Wortlaut gegenüberstellt.
4 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im Deutschunterricht: Dieser Teil widmet sich der Medienpädagogik und bietet eine konkrete Ideensammlung für die didaktische Aufbereitung des Stoffes im Unterricht.
5 Nachwort: Das Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der theoretischen und praktischen Analysen zusammen und zieht ein Fazit über die Bedeutung von Literaturverfilmungen.
Literaturverfilmung, Patrick Süskind, Tom Tykwer, Intermedialität, Roman, Film, Medienpädagogik, Jean-Baptiste Grenouille, Erzählperspektive, Filmanalyse, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, visuelle Wahrnehmung, Narratologie, Adaption.
Die Diplomarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Buch und Film anhand von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und der gleichnamigen Verfilmung von Tom Tykwer, um medienspezifische Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Medienvergleichs, die Gattung der Literaturverfilmung, eine detaillierte vergleichende Analyse von Roman und Film sowie deren medienpädagogische Umsetzung in der Schule.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die narrativen und ästhetischen Mittel von Buch und Film unterscheiden, und daraus didaktische Impulse für einen modernen Deutschunterricht abzuleiten, der Medienarbeit sinnvoll integriert.
Die Autorin verwendet einen vergleichenden, intermedialen Ansatz, bei dem theoretische Konzepte (wie die Basisparadigmen nach Mundt) auf die konkreten Werke angewendet und didaktisch reflektiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in mediale Zeichen, eine detaillierte Gegenüberstellung von Handlung, Figuren und Erzählstruktur der beiden Werke sowie eine Ideensammlung für den Unterricht.
Literaturverfilmung, Intermedialität, Medienkompetenz, Film-Analyse, Didaktik, Adaption und Rezeption sind die zentralen Begriffe.
Der Roman zeichnet ihn als entstelltes, abstoßendes Wesen, während der Film ihn als attraktiveren, eher vom Schicksal und kindlichem Unwissen gezeichneten Antihelden darstellt, um ein größeres Identifikationspotenzial für das Kinopublikum zu schaffen.
Ziel ist es, den Schülern durch praktisches Handeln ein tieferes Verständnis für die Konstruktion von Film zu vermitteln, um sie von unkritischen Konsumenten zu bewussten Medienkennern zu entwickeln.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

