Examensarbeit, 2008
90 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Gestaltungsformen von Anna Oppermann und Donald Judd
2.1. Gestaltungsformen bei Anna Oppermann
Einführung in das Werk Anna Oppermanns
Das Ensemble „Öl auf Leinwand“ 1981-1992
Daten der Entstehung und Referentialität des Ensembles
Thema des Ensembles
Ordnung im Ensemble
2.2. Gestaltungsformen bei Donald Judd
Einführung in das Werk Donald Judds
„Ohne Titel“ von Donald Judd
Ordnung und Gewichtung in „Ohne Titel“
2.3. Zum Verhältnis von Gestaltungsformen von Anna Oppermann und Donald Judd
3. Denkformen von Anna Oppermann und Donald Judd
3.1. Methodische Überlegungen
3.2. Denkformen
Divergentes, konvergentes Denken
Rhizomatisches Denken
Denkstile nach Schüling
Entwicklung von Typen von Denkstrukturen und Denkstileigenschaften
3.3. Denkformen von Anna Oppermann
3.4. Denkformen von Donald Judd
3.5. Zum Verhältnis der Denkformen von Anna Oppermann und Donald Judd
4. Abschließender Vergleich von Denk- und Gestaltungsformen bei Anna Oppermann und Donald Judd
5. Fazit und persönliche Stellungnahme
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Denk- und Gestaltungsformen bei Anna Oppermann und Donald Judd, um durch einen komparativen Ansatz die Ordnungsstrukturen ihrer jeweiligen künstlerischen Arbeitsweisen zu präzisieren und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in der Anwendung von Denkmodellen aufzuzeigen.
Die Regalecke - Zentralistische Ordnung im Ensemble
Die Zettelecke macht den Eindruck einer Keimzelle oder eines Zentrums, von der einige Ausschnitte auf Fotos auf die Leinwände reproduziert wurden. Dem Betrachter ist es nicht möglich in das Zentrum zu gelangen, er kann keine Einzelheiten auf den Zetteln erkennen, was der Regalecke einen extrem privaten und geheimnisvollen Charakter gibt. Es ist ihm allerdings möglich Gegenstände zu erkennen, wie „ eine Flasche Öl auf einer grundierten Künstlerleinwand, Pinsel, Palette oder diverse aufgestellte Zeichnungen,“ die teilweise auf den Abbildungen der Leinwände wiederkehren.
Der ganze Aufbau befindet sich auf einer bühnenartigen Konstruktion, die das Ensemble von seiner Umgebung abhebt. Es ist durch den Betrachter nicht betretbar. Die bühnenartige Konstruktion, der barriereartige Titel und die auf dem Boden liegenden Leinwände lassen den Betrachter vor dem Ensemble stehen bleiben.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die künstlerische Ausgangslage der Autorin dar und definiert den Vergleich zwischen Anna Oppermann und Donald Judd als Methode zur Untersuchung von Ordnungsstrukturen.
2. Gestaltungsformen von Anna Oppermann und Donald Judd: Dieses Kapitel analysiert exemplarisch Werke der beiden Künstler, wobei Oppermanns Ensemble-Strukturen und Judds minimalistische Objekt-Reihungen hinsichtlich formaler Ordnung untersucht werden.
3. Denkformen von Anna Oppermann und Donald Judd: Hier werden theoretische Denkmodelle aus der Kreativitätstheorie, Philosophie und Psychologie eingeführt, um den Aufbau und Sprachstil der Künstlertheorien zu analysieren.
4. Abschließender Vergleich von Denk- und Gestaltungsformen bei Anna Oppermann und Donald Judd: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der vorangegangenen Analysen synthetisiert und die gegensätzlichen Arbeitsweisen in ein systematisches Verhältnis gesetzt.
5. Fazit und persönliche Stellungnahme: Die Autorin reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein Resümee über die Komplexität und Bedeutung der jeweiligen künstlerischen Ansätze.
Anna Oppermann, Donald Judd, Ensemble, Minimal Art, Ordnungsstrukturen, Denkformen, Gestaltungsformen, Rhizom, divergentes Denken, Symmetrie, Reihung, Gewichtung, Kunstmarkt, Raum, Material
Die Arbeit vergleicht die künstlerischen und theoretischen Ordnungsstrukturen von Anna Oppermann und Donald Judd, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Denkformen die jeweilige Gestaltungsweise beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die Analyse von Raum, Ordnung, Materialität und die Art und Weise, wie Gedanken in künstlerische Formen übersetzt werden.
Das Ziel ist es, durch die Gegenüberstellung zweier grundverschiedener Künstler – der komplexen Ensemble-Künstlerin Oppermann und des Minimalisten Judd – die Vor- und Nachteile ihrer jeweiligen Ordnungsprinzipien zu untersuchen.
Es wird eine komparative Analyse angewandt, die durch theoretische Raster aus der Kreativitätstheorie (divergentes/konvergentes Denken), der Philosophie (Deleuze/Guattaris Rhizom-Begriff) und der Psychologie (Schülings Denkstile) gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse der Kunstwerke, die methodische Einordnung von Denkformen und den direkten Vergleich dieser Aspekte.
Schlüsselbegriffe wie Ensemble, Minimal Art, Rhizom, Ordnung, Gewichtung und Raster stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Oppermann arbeitet in ihren Schriften eher prozessorientiert, assoziativ und stichwortartig, während Judd thesenartig, prägnant und in klassischer Fließtextform schreibt.
Aufgrund der unhierarchischen, vernetzten und vielschichtigen Struktur ihrer Ensembles, die permanent weiterwachsen und keine lineare Abfolge zwingend voraussetzen.
Seine Objekte sind durch klare geometrische Reihungen, eine explizite Orthogonalität und eine logische, mathematisch nachvollziehbare Struktur geprägt, die eine eindeutige Sichtweise nahelegt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

