Diplomarbeit, 2007
45 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 LITERATURÜBERSICHT: DER FLUENCY EFFEKT
3 PRIMÄR-HYPOTHESEN
4 METHODENTEIL
4.1 LITERATURSUCHE
4.2 MODERATOREN
4.2.1 Moderator „Art des Erhebungsinstruments“
4.2.2 Moderator „Randomisierung“
4.2.3 Moderator “Perceptual Fluency/Conceptual Fluency”
4.2.4 Moderator „Coverstory“
4.2.5 Moderator „Geschlecht“
4.2.6 Moderator „Belohnung“
4.2.7 Moderator „Art der Belohnung“
4.2.8 Moderator „Design der Primärstudien“
4.2.9 Moderator „Genauigkeit der Angaben zur Berechnung von „Cohens d“
4.3 KODIERUNG
4.3.1 Berechnung der Effektstärken in der Meta Analyse
5 ERGEBNISSE
5.1 MODERATORENINTERPRETATION
6 DISKUSSION
7 RESÜMEE
9 PRIMÄRSTUDIEN
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer Meta-Analyse, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen einer erhöhten Verarbeitungsflüssigkeit (Fluency Effekt) und einer positiveren Bewertung von Reizen, Produkten oder Marken bei Konsumenten besteht. Dabei wird analysiert, inwieweit verschiedene Moderatoren diesen Effekt beeinflussen.
2 Literaturübersicht: Der Fluency Effekt
Die vorliegende Meta Analyse basiert auf der Grundlage des Modells „Erklärung impliziter Gedächtniseffekte“ („Fluency Modell“) von Georg Felser (2001) in Anlehnung an Jacoby & Kelly (1992) (vergleiche Abbildung 1).
Im Vordergrund des Modells steht dabei, dass eine frühere Informationsaufnahme, egal ob unbewusst oder bewusst, für eine bessere Abrufbarkeit sorgt (Felser 2001: 210). Genauer gesagt fällt eine spätere Informationsverarbeitung grundsätzlich leichter, wenn ein Reiz schon im Voraus verarbeitet wurde. Die Personen bzw. die Konsumenten realisieren diese Erleichterung. Allerdings können sie selten die Ursache dieser erleichterten Informationsverarbeitung, die darin besteht dass der Reiz schon einmal verarbeitet wurde, ausfindig machen. Dieses Gefühl des Erinnerns wird aber selten bei Personen aktiviert. Stattdessen ist es eher so, dass dem Reiz bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden, welche die erleichterte Verarbeitung erklären können.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Werbewirkung und den Fluency Effekt sowie Darstellung der Zielsetzung der Meta-Analyse.
2 LITERATURÜBERSICHT: DER FLUENCY EFFEKT: Theoretische Fundierung des Fluency Modells und Erläuterung der Prozesse hinter dem Fluency Effekt sowie verwandter Konzepte wie dem Mere-Exposure-Effekt.
3 PRIMÄR-HYPOTHESEN: Formulierung der zentralen Forschungsannahmen hinsichtlich des Einflusses der Verarbeitungsflüssigkeit und möglicher Moderatoren.
4 METHODENTEIL: Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Literaturrecherche, der Kodierung der Daten und der statistischen Analyse der Effektstärken.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der Ergebnisse der Meta-Analyse, inklusive der Berechnung des Gesamteffekts und der Interpretation der verschiedenen Moderatoren.
6 DISKUSSION: Zusammenfassung und kritische Würdigung der gefundenen Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
7 RESÜMEE: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion der praktischen Relevanz für die Markt- und Werbeforschung.
Fluency Effekt, Verarbeitungsflüssigkeit, Konsumentenbewertung, Werbepsychologie, Meta-Analyse, Mere-Exposure-Effekt, Markenforschung, Konsumentenverhalten, Effektstärke, Moderatorenanalyse, implizite Gedächtniseffekte, Werbewirkung.
Die Arbeit untersucht den sogenannten Fluency Effekt im Kontext der Markt- und Werbepsychologie und analysiert, ob eine flüssigere Verarbeitung von Werbeinformationen zu positiveren Bewertungen von Produkten oder Marken führt.
Die zentralen Themen sind Verarbeitungsflüssigkeit, unbewusste Werbewirkung, Einstellungen von Konsumenten sowie die Anwendung statistischer Meta-Analyse-Methoden zur Überprüfung dieser Zusammenhänge.
Das Ziel ist es, den Einfluss von Verarbeitungsflüssigkeit auf die Beurteilung durch Konsumenten empirisch zu bestätigen und zu klären, welche Faktoren (Moderatoren) diesen Effekt verstärken oder abschwächen.
Es wird eine Meta-Analyse durchgeführt, bei der Daten aus einer Vielzahl von Primärstudien systematisch kodiert, aggregiert und statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Literaturübersicht zum Fluency Modell, die Ableitung von Forschungshypothesen, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie die statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Fluency Effekt, Werbewirkung, Konsumentenbewertung, Meta-Analyse und Moderatorenanalyse.
Die Meta-Analyse ergab einen mittleren Gesamteffekt von r=0.44 (bzw. 0.47 für das Fixed Effects Modell), was einen bestätigten positiven Einfluss von flüssiger Verarbeitung auf die Bewertung durch Konsumenten belegt.
Die Analyse zeigte, dass das Erhebungsinstrument einen signifikanten Einfluss hat; insbesondere Untersuchungen mit einem Overhead-Projektor wiesen in dieser Meta-Analyse die größten Effektstärken auf.
Nein, die Hypothese, dass eine vorhandene Coverstory den Fluency Effekt verstärkt, konnte nicht bestätigt werden; überraschenderweise war die Effektstärke bei nicht vorhandener Coverstory sogar größer.
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