Magisterarbeit, 2011
144 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Integrationsverständnis
2.2 Migration und Migrationshintergrund
2.3 Demographischer Wandel
2.4 Gesundheit und Alterssport
2.5 Sport und Zuwanderung
2.5.1 Grundsatzerklärung des Deutschen Sportbundes
2.5.2 Kennzahlen aus dem Sportentwicklungsbericht
2.6 DOSB Modellprojekt „Bewegungsnetzwerk 50+“
2.7 BSB Teilprojekt „Gewinnung neuer Zielgruppen“
3. Ansätze zur Integration
3.1 Allgemeine Ansätze
3.1.1 EU-Modellprojekt „Entwicklung innovativer Konzepte zur sozialen Integration älterer Migranten/Innen“
3.1.2 Projekt „Aktives Altern älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“
3.2 Sportspezifische Ansätze
3.2.1 Programm „Integration durch Sport“
3.2.2 „Bewegung und Gesundheit – Mehr Migrantinnen in den Sport“
3.2.3 BIG – „Bewegung als Investition in Gesundheit“
4. Konzeptentwicklung
4.1 Festlegung der Zielgruppen
4.2 Bildung von Vereinstandems
4.3 Entwurf der konzeptionellen Bausteine
5. Umsetzung der Maßnahmen
5.1 Einzeltandems und konzeptionelle Bausteine
5.2 Netzwerkpartner
6. Bewertung des Konzepts
6.1 Idee Vereinstandems
6.2 Konzeptionelle Bausteine
7. Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung des Konzeptentwurfs zur Integration älterer Menschen mit Migrationshintergrund in Sportvereine mittels Vereinstandems sowie die ansatzweise Bewertung der speziell entwickelten konzeptionellen Bausteine. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie geeignete Zugangswege für diese Zielgruppe durch Vernetzung mit verschiedenen Organisationen aufgebaut werden können.
1 Einleitung
Die Gesellschaft in Deutschland und anderen Teilen Europas verändert sich, in Hinblick auf die Altersverteilung und die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Nationalitäten. Der Anteil der Älteren nimmt von Jahr zu Jahr zu, sodass besonders diese Zielgruppe immer mehr in den Fokus rückt. Parallel dazu gilt es, die Aufmerksamkeit auf die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland zu richten, deren absolute und anteilige Zahl im Laufe der vergangenen Jahrzehnte stetig wuchs. Im Zusammenhang mit dem gestiegenen Durchschnittsalter innerhalb dieser Gruppe sieht sich unsere Gesellschaft mit spezifischen Anforderungen konfrontiert, wie gelungene Integrationsarbeit für jene Menschen aussehen soll, die jenseits der 50 sind und nach wie vor Deutschland mit fremden Augen sehen.
In dieser Arbeit geht es um die Konzeptentwicklung und ansatzweise Beschreibung der Umsetzung eines Projekts, das Bestandteil eines vom DOSB initiierten Modellprojekts war. Die Entstehung des Projekts resultiert aus der Aktualität der Themenbereiche demographischer Wandel, Migration und Integration und hat die Erprobung von Zugangswegen zur Gruppe der älteren Menschen mit Migrationshintergrund zum Ziel, um diese auf lange Sicht über den Sport in die Sportvereine zu integrieren.
Integration ist eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft. Dies betonte auch Bundespräsident Wulff in seiner Amtsantrittsrede vom 02.07.2010, in der er einen größeren Einsatz der Politik für die Integration von Ausländern forderte. Speziell für den Bereich des Sports wurde im Juni 2008 durch das Bundesministerium des Innern und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration die ständige Arbeitsgruppe „Integration und Sport“ gegründet, deren Aufgabe es ist, die Impulse aus dem Nationalen Integrationsplan aufzugreifen und Empfehlungen für die Praxis zu erarbeiten (vgl. Bundesministerium des Innern, 2009, S. 2). Ziel ist es, eine interkulturelle Öffnung der Sportverbände und -vereine zu erreichen, Menschen mit Migrationshintergrund in die gestaltenden Strukturen der Vereine einzubinden und zielgruppenorientierte Angebote zu entwickeln und zu fördern.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Migration, demographischen Wandel sowie Integration im Sport ein und skizziert das Ziel der Arbeit, ein Konzept für ältere Migranten zu entwickeln.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Begriffe wie Integration, Migration und demographischer Wandel erörtert, sowie der Kontext des Sportentwicklungsberichts und relevanter Modellprojekte beleuchtet.
3 Ansätze zur Integration: Dieses Kapitel analysiert sowohl allgemeine als auch sportspezifische Integrationskonzepte, darunter das Programm „Integration durch Sport“ und das BIG-Projekt.
4 Konzeptentwicklung: Hier werden die Zielgruppen definiert, das Modell der Vereinstandems vorgestellt und konzeptionelle Bausteine für die praktische Umsetzung entworfen.
5 Umsetzung der Maßnahmen: Dieser Teil beschreibt die praktische Durchführung der Vereinstandems in verschiedenen Modellgruppen und die Rolle der Netzwerkpartner.
6 Bewertung des Konzepts: Im letzten inhaltlichen Kapitel werden Erfahrungen und Erfolge der umgesetzten konzeptionellen Bausteine kritisch reflektiert und bewertet.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf zukünftige Anforderungen an die Integrationsarbeit im Sport.
Integration, Migrationshintergrund, Sportverein, demographischer Wandel, Vereinstandem, Alterssport, interkulturelle Öffnung, Netzwerkarbeit, Zielgruppenansprache, bürgerschaftliches Engagement, Gesundheitsförderung, Migrantenorganisationen, Partizipation, soziale Integration, Konzeptentwicklung.
Die Arbeit entwickelt ein Konzept, um ältere Menschen mit Migrationshintergrund erfolgreich in deutsche Sportvereine zu integrieren.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Seniorensport, Demographie, Integrationspolitik und interkulturelle Kooperation innerhalb des Sports.
Das Hauptziel ist die Entwicklung und ansatzweise Bewertung von konzeptionellen Bausteinen, um ältere Migranten nachhaltig für den organisierten Sport zu begeistern.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, die Auswertung von Modellprojekten (z.B. DOSB, BIG) sowie die fallweise Dokumentation eigener praktischer Erfahrungen mit Vereinstandems.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, bewährte Ansätze zur Integration, die konkrete Entwicklung des Konzeptes für Vereinstandems sowie deren praktische Umsetzung und Bewertung.
Integration, Migrationshintergrund, Vereinstandem, demographischer Wandel, interkulturelle Öffnung sowie Bürgerschaftliches Engagement.
Ein Vereinstandem besteht aus der Kooperation zwischen einem Sportverein und einer Migranten- oder Kulturorganisation, um gezielte Zugangswege zur Zielgruppe zu schaffen.
Aufgrund des demographischen Wandels wächst die Gruppe der älteren Migranten stark an, diese ist jedoch bisher in regulären Sportvereinsstrukturen unterrepräsentiert und erreicht andere Zielgruppen mit herkömmlichen Angeboten schwer.
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