Diplomarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DIE MEDIEN – EINE HINFÜHRUNG
2.1 WALTER BENJAMIN UND BERTOLT BRECHT
2.2 HANS MAGNUS ENZENSBERGER
2.3 VILÉM FLUSSER
2.4 MARSHALL MCLUHAN
2.5 PAUL VIRILIO UND NEIL POSTMAN
2.6 JEAN BAUDRILLARD
2.7 DIE KRITISCHE THEORIE
2.7.1 Die Kulturindustriethese
2.7.2 Kulturindustrie und Freizeit
3. THESEN ZUR MEDIENZENSUR UND MEDIENMANIPULATION
3.1 MEDIENVERDAMMUNG UND MEDIENKRITIK
3.2 „AMERIKANISIERUNG“ DER MEDIEN
4. MEDIENPÄDAGOGIK UND DAS KONZEPT DER MEDIENKOMPETENZ
4.1 MEDIENPÄDAGOGIK
4.2 MEDIENKOMPETENZ
5. MEDIENBILDUNG
5.1 AUFKLÄRUNG UND BILDUNG
5.2 EIN „PROLOG ZUM FERNSEHEN“
5.3 ZUR „THEORIE DER HALBBILDUNG“
5.4 ZENTRALE BEGRIFFE DER PÄDAGOGIK: MÜNDIGKEIT UND ERFAHRUNGSFÄHIGKEIT
5.5 KRITISCHE BILDUNGSTHEORIE
5.6 IDEOLOGIEKRITISCHE MEDIENBILDUNG
6. EXKURS IN DIE PRAXIS
6.1 MEDIENERZIEHUNG IM KINDERGARTEN UND IN DER SCHULE
6.2 DIE GESELLSCHAFT FÜR MEDIENPÄDAGOGIK UND KOMMUNIKATIONSKULTUR
7. MODERN TIMES – DAS WEB 2.0
7.1 MEINUNGSMARKT 2.0
7.2 DIE KULTUR DES AMATEURHAFTEN
8. RESUMÉE
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, medientheoretische Grundlagen kritisch zu reflektieren und dabei den Übergang von einer rein technisch orientierten Medienkompetenz hin zu einer ideologiekritischen Medienbildung zu vollziehen, um das Individuum zur Mündigkeit in einer von Kulturindustrie geprägten Gesellschaft zu befähigen.
2.2 Hans Magnus Enzensberger
Die Kritik der Neuen Linken an den Medien findet ihr Paradigma in dem 1970 erschienenen „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ von Hans-Magnus Enzensberger. Hierin wittert dieser eine durch die Medien mögliche Kulturrevolution, wenn man diese nur der kapitalistischen Industrie entrisse und sie den abhängigen, organisierten Massen zur Verfügung stellte. Er unterlegt seiner Medienauffassung das marxsche Schema vom Widerspruch der Produktionskräfte gegen die Produktionsverhältnisse. Die Anwendung der Medien unter kapitalistischen Voraussetzungen verhindert die revolutionäre Potenz der Kommunikation und Distribution und unterdrückt die Massen, indem sie die Sender monopolisiert und die Massen zu bloßen Empfängern degradiert.
Indem jedoch die Massen, die bereits im Besitz der entsprechenden technischen Mittel sind, das Sendemonopol brechen, um von der Isolation zur Kommunikation zu schreiten, besteht die Möglichkeit zum herrschaftsfreien Diskurs (vgl. ISF b: 2). Enzensberger kennzeichnet die Mediensysteme, im Unterschied zu dem mit dem Terminus „Kulturindustrie“ der Kritischen Theorie hervorgehobenen kapitalistisch organisierten Produktionszusammenhang, als „Bewusstseins-Industrie“ und will die Einseitigkeit der Medienkommunikation aufheben.
1. EINLEITUNG: Darstellung der medientheoretischen Relevanz am Beispiel aktueller Ereignisse und Definition der kritisch-reflexiven Zielsetzung der Arbeit.
2. DIE MEDIEN – EINE HINFÜHRUNG: Überblick über verschiedene Medientheorien und die historische Entwicklung sowie Einordnung der Frankfurter Schule.
3. THESEN ZUR MEDIENZENSUR UND MEDIENMANIPULATION: Beleuchtung der Kritik an Medienmanipulation und der ideologischen Dimension des Antiamerikanismus.
4. MEDIENPÄDAGOGIK UND DAS KONZEPT DER MEDIENKOMPETENZ: Diskussion der theoretischen Basis medienpädagogischen Handelns und Kritik am gängigen Medienkompetenzbegriff.
5. MEDIENBILDUNG: Fundierung des Begriffs der ideologiekritischen Medienbildung als notwendige Ergänzung zur technischen Kompetenzvermittlung.
6. EXKURS IN DIE PRAXIS: Analyse der praktischen Anwendung von Medienerziehung in Institutionen und Vorstellung relevanter Fachgesellschaften.
7. MODERN TIMES – DAS WEB 2.0: Untersuchung der neuen digitalen Kommunikationsformen und deren ambivalenten Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs.
8. RESUMÉE: Fazit zur Notwendigkeit einer kritischen Sozialen Arbeit und eines erneuerten Bildungsbegriffs.
Medienbildung, Medienkompetenz, Kritische Theorie, Kulturindustrie, Ideologiekritik, Mündigkeit, Emanzipation, Web 2.0, Medienmanipulation, Aufklärung, Sozialarbeit, Kommunikation, Frankfurter Schule, Massenkultur, Subjekt.
Die Arbeit untersucht medientheoretische Grundlagen aus der Perspektive der Kritischen Theorie und entwickelt daraus ein Konzept für eine ideologiekritische Medienbildung.
Die Arbeit behandelt die Analyse der Kulturindustrie, die Kritik an Medienmanipulation, die Rolle der Medienpädagogik sowie die Auswirkungen digitaler Mediennutzung.
Das Ziel ist es, Medienbildung über eine bloße technische Qualifizierung hinaus als einen zentralen Prozess zur Förderung von Mündigkeit und kritischer Distanz zu definieren.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule aufbaut und diese auf gegenwärtige medienpädagogische Diskurse anwendet.
Im Hauptteil werden Medientheorien analysiert, die ideologische Verfangenheit von Medien kritisch hinterfragt und die Bedeutung von Bildung als Emanzipationsprozess dargelegt.
Zu den zentralen Begriffen gehören Medienbildung, Mündigkeit, Ideologiekritik, Kulturindustrie und Kritische Theorie.
Die Frankfurter Schule dient als theoretisches Fundament, insbesondere durch die "Kulturindustriethese", um Medien nicht als neutrale Werkzeuge, sondern als Teil gesellschaftlicher Machtverhältnisse zu begreifen.
Während Medienkompetenz oft als technische Befähigung und Handlungsanleitung verstanden wird, bezeichnet Medienbildung einen umfassenderen, selbstreflexiven Lernprozess, der auf Mündigkeit zielt.
Der Autor hinterfragt den "Selbstverwirklichungshype" des Web 2.0 und zeigt auf, dass dieses trotz demokratischer Potenziale auch zur Fragmentierung der Aufmerksamkeit und zur Verbreitung antidemokratischer Ideologien beitragen kann.
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