Masterarbeit, 2022
101 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Forschungsmethodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Cloud Computing
2.1.1 Arten von Cloud Computing
2.1.2 Service Modelle des Cloud Computing
2.1.3 Cloud Lösungen
2.1.4 Vor- und Nachteile von Cloud Computing
2.2 Enterprise Resource Planning Systeme
2.2.1 Die Architektur von ERP-Systemen
2.2.2 Eigenschaften und Auswirkungen von ERP-Systemen
2.2.3 Techniken und Herausforderungen bei der Einführung von ERP-Systemen
2.2.4 Vor- und Nachteile von ERP-Systemen
3 Methodik
3.1 Definition der SWOT-Analyse
3.2 Rahmen und Umfang der Recherche definieren
3.3 Konzeptualisierung des Themas
3.4 Literatursuche
3.5 Literaturanalyse und -synthese
3.6 Forschungsagenda
4 Ergebnisse
4.1 Critical Success Factors von CERP-Systemen
4.2 Stärken von CERP-Systemen
4.3 Schwächen von CERP-Systemen
4.4 Chancen von CERP-Systemen
4.5 Risiken von CERP-Systemen
5 Diskussion
6 Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis für die wesentlichen Faktoren zu schaffen, die die Einführung von Cloud-basierten ERP-Systemen (CERP) in Unternehmen beeinflussen. Dabei wird insbesondere untersucht, welche Erfolgsfaktoren, Risiken und Chancen mit dieser digitalen Transformation verbunden sind, um dem Management eine Entscheidungshilfe zu bieten.
2.1.1 Arten von Cloud Computing
Unter den Bereitstellungsmodellen befinden sich Private Cloud, Public Cloud, Hybrid Cloud sowie Community Cloud. Diese unterscheiden sich zum einen durch ihre Zugangsform und zum anderen durch die Einbettung dieser in eine bestehende IT-Infrastruktur.
Private Cloud
Bei Private Clouds ist die Infrastruktur im Eigentum einer einzelnen Organisation und wird von dieser genutzt. Sie kann von der Organisation selbst oder von einer dritten Partei intern oder extern verwaltet werden (Al-Johani & Youssef, 2013, S. 2). Durch den Besitz der eigenen IT-Infrastruktur wird die Abhängigkeit von Drittanbietern und Herstellern reduziert (Hentschel & Leyh Christian, 2018, S. 8). Zusätzlich sind die Dienste über ein Unternehmensnetzwerk zugänglich, z. B. über das Intranet oder über ein Virtual Private Network. Um die Kontrolle zu garantieren, kann der Zugang zur Cloud auf eine Abteilung oder Kostenstelle beschränkt werden. Eine Private Cloud wird von solchen Unternehmen bevorzugt, die mit mehreren Abteilungen oder internationalen Konzernen zusammenarbeiten. Sie eignet sich unter anderem für Geschäftsanwendungen wie das traditionelle ERP-System. Allerdings ist es nicht in der Lage, Anwendungen im SaaS-Modell zu nutzen (Lenart, 2011, S.41). Der Vorteil einer Private Cloud liegt im Bereich der Datensicherheit und der -sicherung, da die Daten nicht an einen externen Anbieter übermittelt werden, sondern in-house verwaltet werden können (Leimeister, 2021, S. 102).
Public Cloud
Die Infrastruktur einer Public Cloud befindet sich im Eigentum einer Organisation, die Cloud-Dienste für die Gesellschaft oder für einen speziellen Wirtschaftszweig anbietet. Die Dienste werden der Allgemeinheit über das Internet zur Verfügung gestellt und sind frei zugänglich. Geeignet ist dieses Modell besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um über flexiblere und leichter zugängliche IT-Systeme zu verfügen. Auch kann es für Geschäftsanwendungen SaaS-ERP genutzt werden, um die Kapitalkosten zu senken (Lenart, 2011, S. 41). Die Cloud wird von demjenigen verwaltet, der den Verbrauchern Dienste auf einem „Pay-per-Use“-Modell anbietet (Al-Johani & Youssef, 2013, S. 2). Praktisch an einer Public Cloud ist, dass die Endnutzer die Möglichkeit haben, die Ressourcen zu mieten und an ihr eigenes Verbrauchsmuster anzupassen (Ghaffari et al., 2014, S. 15). Ein Beispiel für einen Public Cloud Speicherdienst ist Dropbox.
1 Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Fragestellung und legt den methodischen Aufbau der Arbeit sowie das Ziel dar, Erfolgsfaktoren für die ERP-Cloud-Transformation zu analysieren.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen und konzeptionellen Grundlagen des Cloud Computing und der ERP-Systeme, um eine Basis für die nachfolgende Analyse zu bilden.
3 Methodik: Der methodische Teil beschreibt die Anwendung einer systematischen Literaturanalyse (nach vom Brocke et al.) und die Definition der SWOT-Analyse, um die Forschungsfragen fundiert zu untersuchen.
4 Ergebnisse: Hier werden die durch die Literaturanalyse identifizierten Erfolgsfaktoren (CSFs) sowie die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken von CERP-Systemen anhand der SWOT-Matrix systematisch dargestellt.
5 Diskussion: Dieses Kapitel diskutiert die Ergebnisse der Literaturanalyse qualitativ und quantitativ, um zentrale Erkenntnisse über Sicherheit, Kosten und Netzwerkanforderungen im Kontext der CERP-Implementierung zu gewinnen.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und reflektiert die Limitationen der Untersuchung sowie mögliche Ansätze für zukünftige Forschungsvorhaben.
Cloud Computing, ERP-Systeme, Cloud ERP, CERP, Systematische Literaturanalyse, SWOT-Analyse, Erfolgsfaktoren, IT-Transformation, Skalierbarkeit, Datenschutz, IT-Sicherheit, KMU, SaaS, Implementierung, Geschäftsprozesse
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die für die Einführung von ERP-Systemen in einer Cloud-Umgebung (CERP) relevant sind, und analysiert die Vor- und Nachteile sowie strategische Implikationen für Unternehmen.
Zentral sind die Felder Cloud Computing (insbesondere Servicemodelle wie SaaS), ERP-Systeme, Faktoren für eine erfolgreiche Implementierung (Critical Success Factors) sowie die Risiken und Potenziale dieser technologischen Transformation.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die wesentlichen Einflussfaktoren bei der Einführung von Cloud ERP zu schaffen und dem Management als Entscheidungshilfe für den geeigneten Zeitpunkt der Transformation zu dienen.
Es wird eine systematische Literaturanalyse nach der Methodik von vom Brocke et al. durchgeführt, ergänzt durch eine strukturierte SWOT-Analyse, um eine fundierte Auswertung der verfügbaren wissenschaftlichen Quellen zu gewährleisten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Ergebnisse bezüglich CSFs und SWOT-Segmenten sowie eine detaillierte Diskussion der Faktoren Sicherheit, Kosten, Flexibilität und Skalierbarkeit.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Cloud ERP, kritische Erfolgsfaktoren (CSFs), SWOT-Analyse, digitale Transformation, IT-Outsourcing, Skalierbarkeit und Compliance.
Die Sicherheit ist der am häufigsten genannte Erfolgsfaktor in der Fachliteratur. Da die Kontrolle über vertrauliche Daten durch das Cloud-Hosting teilweise an Dritte übergeht, ist dies ein kritischer Punkt für die Vertrauensbildung und Akzeptanz bei IT-Entscheidern.
Die Arbeit stellt fest, dass sich Anforderungen und wahrgenommene Risiken stark zwischen KMU und Großunternehmen unterscheiden. Während KMU oft flexibler sind, haben Großunternehmen komplexere Integrationsanforderungen und Compliance-Herausforderungen.
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