Bachelorarbeit, 2020
27 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Hintergrund: „Ein andalusischer Hund“
3. Unterschiedliche Arten absurder Filme
3.1 2D Animation
3.2 3D Animation / CGI
3.3 Über Adult Swim
4. Erzählstruktur und Darstellung einer wahrgenommenen Realität
5. Storytelling ohne Aufklärung, Politik und Moral
5.1 Storytelling ohne Aufklärung
5.2 Storytelling ohne Politik
5.3 Storytelling ohne Moral
6. Bezug zur Realität / Realitätsbruch
7. Übertreibungen und Provokation
8. Wiederkehrende Elemente im Storytelling
8.1 Der Tanz
8.2 Die Szene, in der nichts passiert
8.3 Mutationen/ plötzliche Veränderungen des Körpers
8.4 Das Alltagsgespräch
8.5 Umkehrung von Beziehungen
Diese Bachelorarbeit analysiert das undefinierte Genre des "absurden Films". Das primäre Ziel ist es, Merkmale, Erzählformen und Gestaltungsmittel dieser Filmrichtung zu identifizieren, um ein tieferes Verständnis für die Ästhetik des Skurrilen zu entwickeln und diese Erkenntnisse für die Konzeption eines eigenen animierten Kurzfilms nutzbar zu machen.
Storytelling ohne Aufklärung
Bei absurden Filmen wird man mit absurden Gegebenheiten konfrontiert, die sich nicht durch Logik erschließen. Befinden wir uns in einer Post-Apokalyptischen Welt, wissen wir nicht, was die Apokalypse ausgelöst hat. Gelten gesellschaftliche Strukturen nicht mehr oder wurden vertauscht, liegt diesem Umstand kein politisch oder gesellschaftliches Ereignis zugrunde, über das der Zuschauer aufgeklärt wird. Finden ungewöhnliche Veränderungen in der Natur statt, liegt dafür keine einleuchtende biologische Begründung vor. Wie zuvor bereits festgehalten, würde diese Aufschlüsselung das gezeigte besser verträglich machen und wir könnten im Nachhinein damit abschließen. Aber der Sinn ist es, den Betrachter aufzuwühlen und ihm ein unbestimmtes, eventuell leicht unangenehmes und verwirrendes Gefühl zu geben. Die Ereignisse werden damit auch noch unberechenbarer. Wenn aber doch Erklärungen für die absurden Phänomene gegeben werden, sind diese ebenso abstrus.
Ich möchte als Beispiel den Film „Being John Malcovic“ angeben. In diesem Film findet ein erfolgloser Puppenspiel in seinem Bürogebäude einen Tunnel, der in das Innere des Schauspielers John Malcovic führt. Wer durch diesen Tunnel rutscht, landet im Körper von John Malcovic und beobachtet dessen Alltag aus seinen Augen. Dieser Fakt ist dabei, wie noch viele andere Details in diesem Film, bereits zweifellos sehr absurd. Es wird nicht aufgeklärt, warum sich dieser Tunnel in diesem Bürogebäude befindet oder warum er nun ausgerechnet in den – real existierenden – Schauspieler John Malcovic führt. Ein weiteres absurdes Detail ist die Etage im Bürogebäude, in dem sich der Zugang befindet und in dem der Puppenspieler einen Aushilfsjob verübt. Es ist die 7 1/2 Etage, die nur durch einen Notstopp des Fahrstuhls begangen werden kann, da sie halb so hoch ist wie die übrigen Etagen. Sie ist so niedrig, dass alle Mitarbeiter darin gebückt gehen müssen.
Einleitung: Einführung in das Thema und Erläuterung der Motivation, das undefinierte Genre des absurden Films analytisch zu erfassen.
Geschichtlicher Hintergrund: „Ein andalusischer Hund“: Untersuchung des 1929 erschienenen Werkes als wegweisendes Beispiel für den Surrealismus und dessen Bedeutung für das absurde Kino.
Unterschiedliche Arten absurder Filme: Kategorisierung verschiedener filmischer Ausdrucksformen wie 2D/3D-Animation und das Format von Adult Swim.
Erzählstruktur und Darstellung einer wahrgenommenen Realität: Analyse der Dramaturgie mit Fokus auf Non-Linearität und der subjektiven Abbildung der Lebenswirklichkeit.
Storytelling ohne Aufklärung, Politik und Moral: Betrachtung der bewussten Verweigerung von klassischen Erklärungsmodellen, politischer Stellungnahme und moralischer Lehren.
Bezug zur Realität / Realitätsbruch: Erörterung der Notwendigkeit eines realistischen Ankerpunktes, um das plötzliche Eintreten des Absurden als Bruch erfahrbar zu machen.
Übertreibungen und Provokation: Untersuchung, wie extreme Steigerungen und provokante Elemente genutzt werden, um Konventionen zu unterwandern.
Wiederkehrende Elemente im Storytelling: Identifikation konkreter narrativer Kniffe wie Tanzeinlagen, leere Szenen und körperliche Mutationen als Ausdrucksmittel.
Absurder Film, Surrealismus, Storytelling, 2D Animation, 3D Animation, Adult Swim, Non-lineare Erzählstruktur, Realitätsbruch, Ästhetik des Hässlichen, Körpertransformation, Metaphorik, Dramaturgie, Experimentalfilm, Alltagsgespräch, Subjektivität
Die Arbeit untersucht das Genre des absurden Films, versucht dieses theoretisch einzugrenzen und analysiert wiederkehrende visuelle sowie narrative Gestaltungsmuster in diesem Bereich.
Im Fokus stehen neben der Definition des Absurden besonders die Erzählstile in Animation und Live-Action, die Rolle von Politik und Moral sowie die psychologische Wirkung absurder Filme auf den Betrachter.
Das Ziel ist es, Muster im absurden Storytelling methodisch zu erfassen, um diese Erkenntnisse als gestalterische Hilfestellung für die Entwicklung eines eigenen animierten Kurzfilms zu nutzen.
Die Arbeit stützt sich primär auf qualitative Beobachtungen und Analysen verschiedener Filmwerke, ergänzt durch Fachzitate und Vergleiche zwischen klassischer Dramentheorie und absurder Erzählweise.
Der Hauptteil analysiert spezifische Merkmale wie den Realitätsbruch, den Einsatz von Provokation und Übertreibung sowie wiederkehrende Elemente wie Tanz, Alltagsgespräche und Mutationen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Absurder Film, Surrealismus, Animation, Realitätsbruch, Non-lineare Erzählstruktur und Storytelling ohne Moral.
Die Serie dient als zentrales Fallbeispiel, da sie humorvoll und metaphorisch den Konflikt zwischen dem "unwichtigen" absurden Detail und der Schwere politischer Verantwortung thematisiert.
Diakur wird als Beispiel für eine einzigartige Ästhetik im 3D-Bereich angeführt, die bewusst mit den Regeln des 3D-Modellings bricht, um durch technische "Glitch-Effekte" und Zufälligkeiten absurde Momente zu kreieren.
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