Bachelorarbeit, 2009
35 Seiten, Note: 1
1 Einführung
2 Nötige Faktoren für ein erfolgreiches Wachstum
2.1 Wirtschaftswachstum und Einkommen – Wachstumstheorien
2.1.1 Schumpeter – Theorie der „kreativen Zerstörung”
2.1.1.1 Industrieökonomik
2.1.1.2 Arrow, Kennedy, Shell – „Wissen” als Output und Input in Produktionsprozessen
2.1.1.3 Nelson, Winter – Evolutionstheorie
2.1.2 Frühere Ansätze der formalen Wachstumstheorie
2.1.2.1 Das Neoklassische Wachstumsmodell nach Solow
2.1.2.2 Neokeynesianische Wachstumstheorie
2.1.3 Die Internationale Unabhängigkeitsrevolution
2.1.4 Drei-Sektoren-Hypothese
2.2 Soziale Indikatoren
2.2.1 HDI-Index
2.2.1.1 Gesundheitspolitik – Lebenserwartung
2.2.1.2 Bildungswesen
2.2.1.3 Kinderarbeit
2.3 Entwicklung mit Nachhaltigkeit
2.3.1 Umweltproblematik
2.3.2 Nachhaltigkeit
2.4 Armut und Ungleichheit
2.4.1 Ungleichheit messen
2.4.1.1 Die Größenverteilung von Einkommen
2.4.1.2 Gini-Koeffizient
2.4.2 Armut messen
2.4.2.1 Die internationale Armutsgrenze
2.5 Ethnische Minderheiten und indigene Bevölkerungen
3 Fallbeispiel Brasilien
3.1 Wirtschaftswachstum und Einkommen
3.1.1 1965-2000
3.1.2 2000-2007
3.1.3 Außenhandel
3.2 Soziale Indikatoren
3.2.1 Entwicklung Brasilien im HDI („Index des menschlichen Entwicklungsstandes“)
3.2.1.1 Lebenserwartung
3.2.1.2 Bildungswesen
3.2.1.3 Kinderarbeit
3.3 Entwicklung mit Nachhaltigkeit
3.4 Ungleichheit
3.5 Armut
3.6 Ethnische Minderheiten
4 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Position Brasiliens im Kontext der globalen Wirtschaft, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob das Land als ein aufstrebendes Schwellenland eingestuft werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit quantitatives Wirtschaftswachstum durch qualitative soziale und ökologische Faktoren ergänzt werden muss, um eine langfristige und nachhaltige Entwicklung sicherzustellen.
3.1.2 2000-2007
Brasilien hatte im Jahr 2000 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 4,3 %, im Jahr 2005 von 2,9 %, im Jahr 2006 von 3,7 % und im Jahr 2007 stieg es auf 5,4 % an. Brasilien erwirtschaftete im Jahr 2007 ein Gesamtbruttoinlandsprodukt von US $ 1,3 Billionen. Davon wurden 5 % im primären Sektor (Agrarsektor), 31 % im sekundären Sektor (Industrie) und 64 % im tertiären Sektor (Dienstleistungen) erwirtschaftet.50 Der Dienstleistungssektor hat durch den Zuwachs in der urbanen Bevölkerung, die bis 2006 auf 84 % der Gesamtbevölkerung angestiegen ist, einen starken Zuwachs erfahren.51
Die positive Wirtschaftsentwicklung Brasiliens im Jahre 2007 konnte im ersten Halbjahr 2008 beibehalten werden. Nun scheint es jedoch, dass sich die positive Entwicklung im zweiten Halbjahr 2008 aufgrund der verschlechterten finanziellen Voraussetzungen Brasiliens abschwächen wird. Das positive Wirtschaftswachstum lässt sich großteils auf die starke Binnennachfrage in Brasilien zurückführen, die durch das Sozialprogramm der Regierung Lula noch angehoben wurde. Im Jahr 2009 wird die Ausbringung der Gesamtproduktion in Brasilien voraussichtlich sinken.52
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung der BRIC-Staaten und stellt die zentrale Frage, ob Brasilien trotz seines Potenzials die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum erfüllt.
2 Nötige Faktoren für ein erfolgreiches Wachstum: Dieses Kapitel erläutert theoretische Wachstumsmodelle sowie zentrale qualitative Indikatoren wie den HDI, Bildung und soziale Gerechtigkeit, die für die ökonomische Entwicklung essenziell sind.
3 Fallbeispiel Brasilien: Im Hauptteil wird die historische und aktuelle ökonomische Entwicklung Brasiliens detailliert anhand von Wachstumsdaten, sozialen Herausforderungen und Nachhaltigkeitsaspekten analysiert.
4 Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass Brasilien zwar kontinuierliches Wachstum aufweist, jedoch gezielte Investitionen in qualitative Bereiche und den Abbau sozialer Ungleichheit benötigt, um langfristig als Schwellenland zu bestehen.
Brasilien, Wirtschaftswachstum, Schwellenland, BRIC-Staaten, Human Development Index, HDI, Armutsbekämpfung, Einkommensverteilung, Nachhaltigkeit, Humankapital, Bildungssektor, Außenhandel, Kinderarbeit, soziale Indikatoren, Infrastruktur.
Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens vor dem Hintergrund seiner Rolle als aufstrebendes Schwellenland innerhalb der BRIC-Staaten.
Die Themen umfassen Wachstumstheorien, die Bedeutung sozialer Indikatoren wie Bildung und Gesundheit, sowie die Herausforderungen von Armut, Ungleichheit und ökologischer Nachhaltigkeit.
Ziel ist es zu untersuchen, ob Brasilien die qualitativen und quantitativen Voraussetzungen erfüllt, um langfristig erfolgreich und nachhaltig zu wachsen.
Es werden keine eigenen mathematischen Analysen durchgeführt; stattdessen werden bestehende wissenschaftliche Statistiken und Theorien zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage herangezogen.
Der Hauptteil widmet sich dem Fallbeispiel Brasilien, unterteilt in Abschnitte zu Wirtschaftswachstum, Außenhandel, sozialen Indikatoren, Armut und der Situation ethnischer Minderheiten.
Zu den Kernbegriffen zählen Brasilien, Wirtschaftswachstum, Schwellenland, soziale Indikatoren, HDI und Einkommensverteilung.
Das Programm wird als ein wesentlicher Faktor genannt, der zur Verringerung der Ungleichheit und zur Linderung der Armut in Brasilien beigetragen hat.
Die Arbeit argumentiert, dass eine Verbesserung im Bildungs- und Gesundheitswesen direkt die Produktivität steigert und somit für ein langfristiges Wirtschaftswachstum unerlässlich ist.
Die Arbeit stellt fest, dass Armut überproportional die schwarze Bevölkerung und indigene Gruppen trifft, die zudem in Politik und Bildungssystem unterrepräsentiert sind.
Das Zitat wird kritisch betrachtet, indem darauf hingewiesen wird, dass Brasilien dieses Potenzial nur durch nachhaltige Reformen und den Abbau von Ungleichheit ausschöpfen kann, sonst bleibt der Nachsatz „und wird es immer sein“ bestehen.
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