Masterarbeit, 2015
110 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung, Relevanz des Themas und Fragestellung
2. Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
3. Theoretischer und konzeptioneller Rahmen
3.1 Region, Macht und Leadership in den IB
3.2 Regionale Ebene: Regional- und Sekundärmächte
3.3 Globale Ebene: Groß- und Mittelmächte
4. Brasilien: Regionalmacht mit Großmachtambitionen?
4.1 Konzeptionelle Einordnung Brasiliens
4.2 Brasilien als regionaler Akteur: Regionalmacht mit Legitimitätsdefizit
4.3 Brasilien als globaler Akteur: Legitimation durch extraregionale Akteure?
4.4 Bedeutung Kolumbiens für die brasilianische Außenpolitik
5. Kolumbien: Sekundärmacht mit Mittelmachtambitionen?
5.1 Konzeptionelle Einordnung Kolumbiens
5.2 Entwicklung und Status quo der kolumbianischen Außenpolitik
5.3 Außenpolitische Zielsetzungen der Regierung Juan Manuel Santos
5.4 Bedeutung Brasiliens für die kolumbianische Außenpolitik
6. Strategische Partnerschaft: Kolumbiens Einflussgewinn und Brasiliens Legitimationszuwächse
6.1 Sicherheit: Transnationale Kriminalität und Verteidigungskooperation
6.2 Umweltschutz im Amazonasbecken und internationale Klimapolitik
7. Fazit
Die Arbeit analysiert das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen Brasilien und Kolumbien, um zu untersuchen, wie eine strategische Partnerschaft zur Konsolidierung des brasilianischen Führungsanspruchs in der Region beitragen kann und welche Möglichkeiten dies für den kolumbianischen Aufstieg unter dem Einfluss Brasiliens bietet.
4. Brasilien: Regionalmacht mit Großmachtambitionen?
„Als Pimentel Gomez 1969 seinen Bestseller über Brasilien unter den fünf Großmächten des ausgehenden 20. Jahrhunderts (USA, UdSSR, China, Indien) veröffentlichte, war dies auch für die Brasilianer nur Zukunftsmusik. Erst seit Ende der 1970er Jahre wurde auch außerhalb Brasiliens über die zukünftige Rolle des Landes im internationalen System spekuliert“ (GRABENDORFF 2013b:63).
Brasilien hat in den vergangenen Jahren auf regionaler wie internationaler Ebene einen signifikanten wirtschaftlichen und politischen Bedeutungszuwachs erfahren (FLEMES/WEHNER 2012:1f). So besteht das Land auf seine regionale Führungsrolle und tritt als Sprachrohr der Region und des globalen Südens auf. Dabei versucht es, die Anerkennung in der eigenen Region zu festigen. Gleichzeitig ist Brasilien aktives Mitglied zahlreicher internationaler Organisationen und außenpolitisch sehr engagiert. Insbesondere die Forderungen nach einem permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat und die Führungsrolle in der G20 werden weitgehend als Anzeichen für die „erstarkte Rolle Brasiliens als Regionalmacht mit globalen Ambitionen“ gesehen (SCHLÄGER 2007:2). Nach FLEMES und WEHNER (2012:1) zählt Brasilien heute als einer der fünf BRICS-Staaten zu den „neuen Konkurrenten der traditionellen Wirtschaftsmächte.“
1. Einleitung, Relevanz des Themas und Fragestellung: Die Einleitung führt in die globalen Machtverschiebungen ein und formuliert die Forschungsfragen zur strategischen Partnerschaft zwischen Brasilien und Kolumbien.
2. Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit: Dieses Kapitel skizziert die methodische Grundlage auf Basis von Primär- und Sekundärquellen sowie der Regional- und Mittelmachttheorien.
3. Theoretischer und konzeptioneller Rahmen: Hier werden zentrale Begriffe wie Macht, Leadership sowie Konzepte für Regional- und Sekundärmächte erörtert.
4. Brasilien: Regionalmacht mit Großmachtambitionen?: Kapitel 4 beleuchtet Brasiliens Rolle, sein Legitimationsdefizit in der Region und seine globalen Bestrebungen als Regionalmacht.
5. Kolumbien: Sekundärmacht mit Mittelmachtambitionen?: Hier wird Kolumbiens Außenpolitik sowie der Status und das Ambitionsprofil des Landes als Sekundärmacht analysiert.
6. Strategische Partnerschaft: Kolumbiens Einflussgewinn und Brasiliens Legitimationszuwächse: Dieses Kapitel untersucht Synergien in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz zwischen beiden Staaten.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial der strategischen Partnerschaft für beide Amazonasstaaten.
Regionalmacht, Sekundärmacht, Mittelmacht, Brasilien, Kolumbien, Südamerika, Außenpolitik, Machtprojektion, Leadership, Strategische Partnerschaft, Legitimationsdefizit, Sicherheitspolitik, Umweltschutz, Amazonasbecken, Multilateralismus.
Die Arbeit untersucht das außenpolitische Verhältnis zwischen der regionalen Führungsmacht Brasilien und der südamerikanischen Sekundärmacht Kolumbien vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ambitionen.
Die zentralen Themen sind internationale Beziehungen, regionales Führungsverhalten, die Rolle von Sekundärmächten sowie die außenpolitische Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz.
Das Ziel ist zu klären, welche Bedeutung die strategische Partnerschaft für Brasiliens regionalen Führungsanspruch hat und wie Kolumbien diese Beziehung für den eigenen Aufstieg nutzen kann.
Die Arbeit stützt sich auf die Recherche in Primär- und Sekundärquellen und verwendet das analytische Konzept der Regional- und Mittelmachttheorie.
Der Hauptteil analysiert Brasilien als Regionalmacht, Kolumbien als Sekundärmacht und ihre praktische Kooperation in den Politikfeldern Sicherheit und Umweltschutz.
Wichtige Begriffe sind Regionalmacht, Sekundärmacht, Mittelmacht, Legitimation, Amazonasbecken und der brasilianisch-kolumbianische Sicherheitsdialog.
Brasilien agiert als regionale Führungsmacht mit globalen Ambitionen, während Kolumbien als Sekundärmacht agiert, die ihre relative Position durch Kooperation sowohl mit regionalen als auch extraregionalen Akteuren zu stärken sucht.
Die Amazonasregion ist ein geostrategischer Drehpunkt, der einerseits eine engere Kooperation beim Umwelt- und Klimaschutz erzwingt und andererseits als Forum für Machtprojektion und Legitimation dient.
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