Examensarbeit, 2008
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Jochen Klepper (1903-1942)
2.1 Die Jahre bis zur Heirat (1903-1931)
2.1.1 Der Familienhintergrund – Die Eltern von Jochen Klepper
2.1.2 Mit Jordanwasser getauft
2.1.3 Seine Kindheit (1903 – 1917)
2.1.4 Seine Jugendzeit am Gymnasium in Glogau (1917 – 1922)
2.1.5 Seine Studienzeit (1922 – 1926)
2.1.6 Berufliche Laufbahn als freier Schriftsteller (1927 – 1933)
2.2 Die gemeinsamen Jahre mit seiner Frau (1931 – 1942)
2.2.1 Johanna Stein Gerstel
2.2.2 Heirat und der schnelle Umzug nach Berlin
2.2.3 Machtergreifung der Nazis bis zu Nürnberger Gesetzen (1932-1935)
2.2.4 Nürnberger Gesetze bis „Reichskristallnacht“ (1935-1938)
2.2.5 Beginn des 2. Weltkrieges bis zur Zwangsentlassung aus dem Heer (1939-1941)
2.2.6 Kleppers letzte Monate mit seiner Familie (1941-1942)
2.2.7 Der „Freitod“ am 11.12.1942
3. Jochen Kleppers Lieder im Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs – Historische Einordnung
3.1 Der Kirchenlieddichter Jochen Klepper
3.1.1 Reichskirchenmusikfestwoche Berlin 1937
3.1.2 Anerkennung seiner Kirchenlieder
3.1.3 „Kyrie“
3.1.4. Der Weg ins Evangelische Gesangbuch
3.2 Jochen Kleppers Lieder im evangelischen Gesangbuch
3.2.1 >> Der du die Zeit in Händen hast << 20. Okt. 1937
3.2.2 >> Die Nacht ist vorgedrungen << 18. Dez. 1937
3.2.3 >> Du Kind, zu dieser heilgen Zeit << 20. Dez. 1937
3.2.4 >> Er weckt mich alle Morgen << 12. April 1937
3.2.5 >> Ich liege, Herr, in deiner Hut << 7. Mai 1938
3.2.6 >> Der Tag ist seiner Höhe nah << 4./5. Juni 1938
3.2.7 >> Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin << 19. Juni 1938
3.2.8 >> Gott wohnt in einem Lichte << 10. Juli 1938
3.2.9 >> Schon bricht des Tages Glanz hervor << 5. Juli 1939
3.2.10 >> Freuet euch im Herren allewege! << 29. Februar 1940
3.2.11 >> Nun sich das Herz von allem löste << 29. August 1940
3.2.12 >> Gott Vater, du hast deinen Namen << 1940
4. Theologische Interpretation ausgewählter Beispiele
4.1 >> Du Kind, zu dieser heilgen Zeit << 20. Dez. 1937
4.2 >> Nun sich das Herz von allem löste << 29. August 1940
5. Schluss
Diese Arbeit analysiert die Kirchenlieder Jochen Kleppers im Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs, indem sie den Entstehungskontext dieser Lieder unter Berücksichtigung seiner Lebensumstände historisch einordnet und anschließend zwei ausgewählte Beispiele theologisch interpretiert.
1. EINLEITUNG
Alle Grenzen meiner Tage biege, Gott, in Deinen Kreis, dass ich nur noch Worte sage, die ich von Dir kommen weiß!1
Diese Arbeit untersucht die Lieder Jochen Kleppers im Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs unter dem Aspekt der historischen Einordnung mit einer anschließenden theologischen Interpretation ausgewählter Bespiele.
Der erste Teil gibt das Leben von Jochen Klepper wieder und dient dazu, die Persönlichkeit Kleppers als Schriftsteller, Theologe und überzeugten Christen vorzustellen. Dies ist deswegen von Bedeutung, da man sehr stark davon ausgehen kann, dass der Lebensweg Kleppers von seiner Kindheit bis zu seinem Tod deutliche Spuren in seinen Liedern hinterlassen hat.
Im zweiten Teil geht es um die historische Einordnung. Dabei betrachte ich besonders den Entstehungsprozess von Kleppers Kirchenliedern im Zusammenhang mit seinen Lebensumständen. Hier konzentriert sich die historische Einordnung darauf, wann der Liedtext geschrieben wurde und welche besonderen Begebenheiten sich im Leben Kleppers in unmittelbarer, zeitlicher Nähe ereignet haben. Dies wird vor allem durch das Zeugnis seiner Tagebucheinträge, die es zu deuten gilt, erarbeitet. Dem Leser dieser Arbeit sollen durch viele Zitate aus den Tagebüchern insbesondere der innere Zustand und die äußeren Umstände Kleppers vermittelt werden, in dem die zwölf Kirchenlieder gereift sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit dar, welche das Leben Kleppers, die historische Einordnung der Lieder und deren theologische Interpretation umfasst.
2. Jochen Klepper (1903-1942): Das Kapitel zeichnet den Lebensweg Kleppers von der Herkunft aus dem Pfarrhaus über seine Ausbildung und Karriere bis hin zum familiären Leben im Nationalsozialismus und dem Freitod nach.
3. Jochen Kleppers Lieder im Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs – Historische Einordnung: Hier wird der Prozess der Anerkennung seiner Lieder und deren Weg in das Gesangbuch, eingebettet in die zeitgeschichtlichen Umstände, detailliert beschrieben.
4. Theologische Interpretation ausgewählter Beispiele: Die theologische Auslegung analysiert zwei Lieder exemplarisch und verknüpft dabei die christliche Botschaft mit Kleppers persönlichem Leidensweg.
5. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert das Gottesverständnis sowie das Vermächtnis Kleppers vor dem Hintergrund seines schweren Schicksals.
Jochen Klepper, Evangelisches Gesangbuch, Kirchenlied, Historische Einordnung, Theologische Interpretation, Nationalsozialismus, Tagebücher, Christlicher Glaube, Lebensweg, Emigration, Christliche Dichtung, Christliche Theologie, Glaubenszeugnis, Trostlied, Leid
Die Arbeit untersucht das Kirchenliedschaffen von Jochen Klepper und bettet es historisch und theologisch in den Kontext seines Lebens zwischen 1903 und 1942 ein.
Zentral sind die Lebensgeschichte Kleppers, die historische Genese seiner Kirchenlieder unter dem Druck des NS-Regimes sowie die theologische Interpretation seiner Texte.
Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen Kleppers biographischer Situation und der Entstehung sowie Theologie seiner Kirchenlieder im Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs aufzuzeigen.
Der Autor stützt sich primär auf die Auswertung von Kleppers Tagebuchaufzeichnungen, Korrespondenz sowie biographische und hymnologische Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Biographie, die historische Einordnung der Lieder im Gesangbuch und die theologische Interpretation ausgewählter Liederbeispiele.
Die wichtigsten Begriffe sind Jochen Klepper, Evangelisches Gesangbuch, Kirchenlied, Nationalsozialismus, Theologie, Trost und Lebensweg.
Da Klepper selbst diesen Weg wählte, wird sein Umgang mit der Ausweglosigkeit und dem Leiden in seinen Liedern und Tagebüchern kritisch reflektiert, um die Tiefe seines Glaubens zu verdeutlichen.
Die Ehe mit einer Jüdin war ein entscheidender Faktor für die politische Bedrängnis, in der Klepper lebte, und prägte maßgeblich die existenziell-theologische Tiefe seiner Lieder.
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