Bachelorarbeit, 2020
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Extremismus und Radikalismus
2.2 Rechtsextremismus
2.3 Rechtsextremismus als politikwissenschaftlicher Begriff
3. Soziale Bewegungen und Mobilisierungsprozesse
3.1 Theorien sozialer Bewegungen
3.2 Mobiliserungsprozesse und deren Faktoren
3.2.1 Mobilisierung und Rekrutierung bei sozialen Bewegungen
3.2.2 Theorien der Ideenverbreitung
3.3 Die Entwicklungsdynamiken sozialer Bewegungen
4. Entwicklung und Ursachen des Rechtsextremismus
5. Rechtsextreme Kultur in Deutschland
5.1 Rechtsextreme Szene und Strukturen
5.2 Rechtsextreme Gewalt und Kriminalität
5.3 Veranstaltungen und Musik in der rechtsextremen Szene
5.4 Rechtsextremismus im Internet
6. Analytische Betrachtung des Rechtsextremismus als soziale Bewegung
6.1 Auswahl der Kriterien
6.2 kriterienorientierte Überprüfung des Rechtsextremismus als soziale Bewegung
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, inwiefern der Rechtsextremismus in Deutschland als soziale Bewegung klassifiziert werden kann. Hierzu wird ein theoretischer Rahmen für soziale Bewegungen erarbeitet und auf die spezifischen Strukturen sowie Entwicklungen des rechtsextremen Milieus angewendet.
2.1 Extremismus und Radikalismus
Zu Beginn scheint es wohl am sinnvollsten, sich mit den Begriffen Extremismus und Radikalismus zu beschäftigen. Diese werden nämlich häufig und fälschlicherweise als Synonyme verwendet, obwohl die beiden Begrifflichkeiten im Kern zwar einige Überschneidungen aufweisen, aber dennoch nicht dieselbe Bedeutung besitzen. Sowohl Extremismus als auch Radikalismus haben ihre Wurzeln in der lateinischen Sprache.
Extremismus wird oft als Oberbegriff für Links- oder Rechtsextremismus genutzt und stammt vom lateinischen Wort „extremus“ (dt.: der/das Äußerste) ab. Der politische Extremismus ist dadurch gekennzeichnet, dass er den demokratischen Verfassungsstaat ablehnt und ihn sogar beseitigen beziehungsweise einschränken will. Diese Definitionen über den Extremismus müssen allerdings mit der nötigen Vorsicht betrachtet werden, denn Extremismus alleine ist eine Definition aus geltenden Normen heraus und wird durch das jeweilige herrschende System bestimmt. Durch diese normative Wertung des Wortes gilt es als kompromisslos oder problematisch und Extreme gelten im System als gefährlich oder bedrohlich.
1. Einleitung: Beleuchtung aktueller rechtsextremer Anschläge und Entwicklungen in Deutschland, die die Relevanz der Thematik unterstreichen.
2. Begriffsbestimmungen: Definition und Abgrenzung von Extremismus, Radikalismus und Rechtsextremismus im politikwissenschaftlichen Kontext.
3. Soziale Bewegungen und Mobilisierungsprozesse: Erarbeitung des theoretischen Rahmens durch Theorien zu sozialen Bewegungen sowie deren Mobilisierungs- und Entwicklungsdynamiken.
4. Entwicklung und Ursachen des Rechtsextremismus: Untersuchung der gesellschaftlichen Ursachen und Bedingungen, die das Erstarken rechtsextremer Strömungen begünstigen.
5. Rechtsextreme Kultur in Deutschland: Detaillierte Analyse der rechtsextremen Szene, ihrer Strukturen, Gewaltanwendung, Medienpräsenz und Event-Kultur.
6. Analytische Betrachtung des Rechtsextremismus als soziale Bewegung: Kriteriengeleitete Überprüfung, inwiefern der deutsche Rechtsextremismus die Charakteristika einer sozialen Bewegung erfüllt.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Einschätzung der zukünftigen Entwicklungspotenziale der extremen Rechten.
Rechtsextremismus, Soziale Bewegung, Mobilisierung, Radikalisierung, Politische Ideologie, Antisemitismus, Rassismus, Organisation, Netzwerk, Demokratischer Verfassungsstaat, Politische Partizipation, Identität, Diskurs, Protest, Gesellschaftlicher Wandel.
Die Arbeit analysiert das Phänomen Rechtsextremismus in Deutschland unter dem spezifischen Aspekt der soziologischen Bewegungsforschung.
Die zentralen Felder umfassen die Definition politischer Begriffe, die Theorie sozialer Bewegungen, die Analyse rechtsextremer Netzwerke und deren Mobilisierungsstrategien.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und inwiefern der Rechtsextremismus in der Bundesrepublik als soziale Bewegung bezeichnet werden kann.
Es wird ein kriteriengeleiteter Analyseansatz verfolgt, bei dem theoretisch abgeleitete Kriterien für soziale Bewegungen auf die Struktur und Praxis der rechtsextremen Szene angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Darstellung der rechtsextremen Kultur in Deutschland sowie die analytische Anwendung des Bewegungsmodells.
Zu den prägenden Schlagworten gehören Rechtsextremismus, Soziale Bewegung, Mobilisierungspotenzial, Radikalisierung und netzwerkartige Strukturen.
Das Internet fungiert als effizientes Werkzeug zur Verbreitung von Propaganda, zur Rekrutierung neuer Anhänger und als Plattform zur Vernetzung von Akteuren.
Der Autor argumentiert, dass die Szene zu heterogen ist und das Fehlen einer absolut einheitlichen Organisation eine differenziertere Bewertung ("mehr" oder "weniger") notwendig macht.
Diese Gruppen dienen als Fallbeispiele, um die Radikalisierung, Gewaltbereitschaft und die Untergrundstrukturen innerhalb der rechtsextremen Szene zu verdeutlichen.
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