Examensarbeit, 2007
114 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Basisinformationen
2.1 Definition von Übergewicht
2.2 Ursachen von Übergewicht
2.3 Folgen von Übergewicht
2.4 Definition von Bewegungsmangel
2.5 Gründe für Bewegungsmangel
2.6 Folgen von Bewegungsmangel
3 Aktualität der Themenkomplexe Übergewicht und Bewegungsmangel
4 Grundlagen der Ernährungs- und Bewegungsvorgänge
4.1 Ernährung
4.1.1 Verdauung
4.1.2 Zellstoffwechsel
4.1.3 Nährstoffe und deren Funktionen
4.1.4 Gesunde Ernährung
4.2 Bewegung
4.2.1 Neuro-muskuläre Koordination
4.2.2 Bereitstellung und Umwandlung von Energie
4.2.3 Gesundes Bewegungsverhalten
5 Gesundheitswert von Personen mit Übergewicht und Bewegungsmangel
6 Ziele und methodische Überlegungen
6.1 Ernährungsbildung
6.2 Sportunterricht
7 Praktischen Durchführung
7.1 Allgemeine Hintergrundinformationen
7.2 Zielsetzungen des Unterrichts
7.3 Die Lerngruppe
7.4 Beschreibung von zwei Unterrichtsstunden
7.4.1 Unterrichtsstunde zum Themenfeld Ernährung
7.4.2 Unterrichtsstunde zum Themenfeld Bewegung
8 Methodik der empirischen Sozialforschung
8.1 Die Lehre von der Frage und dem Fragebogen
8.1.1 Fragenformulierung
8.1.2 Fragebogenkonstruktion
8.2 Befragung als Messung
8.3 Analyse von Daten
8.3.1 Univariante Statistik
8.3.2 Bivariante Statistik
8.4 Kritik an standardisierten Verfahren
9 Auswertung der Fragebögen
9.1 Vorgehensweise bei der Erhebung der Daten
9.2 Beschreibung der Fragebögen
9.3 Analyse der Fragebögen vor der Unterrichtseinheit
9.4 Analyse der Fragebögen nach der Unterrichtseinheit
9.5 Gesamtergebnis der Untersuchung
9.6 Zusammenhänge von Variablen der Untersuchung
10 Fazit
11 Literaturverzeichnis
12 Anhang
Das Hauptziel der Arbeit ist es, empirisch zu untersuchen, ob durch eine gezielte pädagogische Intervention im Rahmen des Biologie-Wahlpflichtunterrichts eine messbare Verhaltensänderung bei Schülern hinsichtlich Übergewicht und Bewegungsmangel bewirkt werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit einer kombinierten Ernährungsbildung und sportdidaktischer Maßnahmen.
2.2 Ursachen von Übergewicht
Grund für die Entstehung von Übergewicht ist in den meisten Fällen eine positive Energiebilanz, das heißt, die Energiezufuhr übersteigt den Energiebedarf. Energiezufuhr erfolgt durch Speisen und Getränke. Der Energiebedarf setzt sich aus dem Grund- und Leistungsumsatz sowie der Wärmebildung zusammen.
Die zum Erhalt der Grundfunktionen (Herztätigkeit, Gehirnfunktionen usw.) benötigte Energie wird als Grundumsatz bezeichnet. Sowohl das Körpergewicht, das Alter, aber auch das Geschlecht haben Einfluss auf den Grundumsatz. So verbrauchen Frauen z.B. weniger Energie zur Aufrechterhaltung ihrer Lebensfunktionen als Männer. Für jede körperliche Aktivität und für die geistige Tätigkeit braucht der Körper ebenfalls Energie. Diesen zusätzlichen Bedarf nennt man Leistungsumsatz. Der Energiebedarf unterliegt einem dritten Einflussfaktor, nämlich der Wärmebildung. Ein Teil der aufgenommenen Energie wird gleich in Wärme umgewandelt, d.h. die Nahrungsenergie wird nicht komplett zur Deckung des Grund- und Leistungsumsatzes verwendet, sondern geht in Form von Wärme „verloren“. Wie viel Energie gleich in Wärme umgewandelt wird, ist genetisch bedingt.
Wie kommt es aber dazu, dass die Energiezufuhr, also die Nahrungsaufnahme, den Energiebedarf übersteigt? Die Antworten auf diese Frage sind sehr vielfältig. Zum einen ist der Energiebedarf aufgrund veränderter Arbeits- und Lebensbedingungen in unserer Gesellschaft stark gesunken. Sowohl in der Freizeit als auch im Berufsleben bewegen die Menschen sich weniger. Des Weiteren können psychische Probleme und äußere Bedingungen, wie z.B. kulturelle Normen (Dicksein wird als Schönheitsideal empfunden o.ä.) oder ein dauerhaft zu hoher Konsum von Lebensmitteln als Kind, zu einer vermehrten Aufnahme von Nahrung führen. Insbesondere die Überschreitung des Energiebedarfs in der Kindheit hat eine größere Anzahl an Fettdepots zur Folge, die nur sehr schwer wieder abgebaut werden, aber immer „gefüllt werden wollen“.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz von Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Wirksamkeit gezielter pädagogischer Interventionen.
2 Basisinformationen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Übergewicht und Bewegungsmangel sowie deren Ursachen und physiologische Folgen.
3 Aktualität der Themenkomplexe Übergewicht und Bewegungsmangel: Hier werden statistische Daten zur Verbreitung von Übergewicht in verschiedenen Altersgruppen und im europäischen Vergleich dargestellt.
4 Grundlagen der Ernährungs- und Bewegungsvorgänge: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der menschlichen Verdauung, des Zellstoffwechsels, der Nährstofffunktionen sowie die Prinzipien eines gesunden Bewegungsverhaltens.
5 Gesundheitswert von Personen mit Übergewicht und Bewegungsmangel: Hier wird der Gesundheitsbegriff im Kontext von Übergewicht und Bewegungsmangel kritisch hinterfragt und in verschiedene Kategorien eingeordnet.
6 Ziele und methodische Überlegungen: Es werden didaktische Konzepte für die Ernährungsbildung und den Sportunterricht entwickelt, um Schüler zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren.
7 Praktischen Durchführung: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Ablauf des sechswöchigen Unterrichtsprojekts an der Haupt- und Realschule in Adendorf, einschließlich der Lerngruppenstruktur und der inhaltlichen Schwerpunkte.
8 Methodik der empirischen Sozialforschung: Hier werden die wissenschaftlichen Methoden für die Befragung, die Fragebogenkonstruktion und die statistische Analyse erläutert, die zur Untersuchung der Schülergruppen genutzt wurden.
9 Auswertung der Fragebögen: Die empirischen Daten der Fragebögen vor und nach der Unterrichtseinheit werden detailliert ausgewertet und die Ergebnisse interpretiert.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen sowie die Limitationen der Studie.
Übergewicht, Bewegungsmangel, Ernährungsbildung, Sportdidaktik, Energiebilanz, Körpermasseindex, Gesundheitsförderung, empirische Sozialforschung, Fragebogenanalyse, Schülerverhalten, Stoffwechsel, motorische Entwicklung, Prävention, Schulunterricht, Verhaltensänderung.
Die Examensarbeit untersucht das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Schülern der achten Klasse und prüft, ob durch eine gezielte Unterrichtsreihe eine bewusste Verhaltensänderung initiiert werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf den physiologischen Grundlagen der Ernährung und Bewegung, der Definition von Übergewicht, der didaktischen Aufarbeitung im schulischen Kontext sowie der empirischen Sozialforschung.
Das Ziel ist es, durch die Kombination von Ernährungsbildung und Sportunterricht Schüler zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren und theoretisches Wissen mit praktischem Handeln zu verknüpfen.
Es wird ein quantitatives Design mit einer Panel-Befragung verwendet, bei dem die Schüler vor und nach einer sechswöchigen Unterrichtseinheit standardisierte Fragebögen ausfüllen, um Veränderungen sichtbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Ernährung und Physiologie, didaktische Überlegungen zur Unterrichtsgestaltung sowie die methodische und praktische Durchführung der empirischen Datenauswertung.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von medizinisch-biologischem Hintergrundwissen mit praxisnahen sport- und ernährungspädagogischen Methoden aus.
Die Haupt- und Realschule in Adendorf dient als Untersuchungsort, an dem die Autorin in einem Wahlpflichtkurs Biologie die Unterrichtseinheit über sechs Wochen lang durchgeführt hat.
Die Auswertung zeigt, dass es den Schülern teilweise schwerfiel, freie Begründungen zu formulieren, weshalb in der Auswertung vor allem geschlossene Fragen und statistische Trends im Fokus stehen.
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