Masterarbeit, 2022
230 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.1.1 Ein Überblick
1.1.1.1 Erwerbsquote Frauen vs. Männer
1.1.1.2 Teilzeitquote Frauen vs. Männer
1.1.1.3 Erwerbszeit Frauen vs. Männer
1.1.1.4 Erwerbsart Frauen vs. Männer
1.1.2 Unternehmung der Politik
1.2 Problemstellung
1.2.1 Gesellschaftliche Problemstellungen
1.2.1.1 Gender Care Gap
1.2.1.2 Gender Pay Gap
1.2.1.3 Gender Leadership Gap
1.2.2 Politische Problemstellungen
1.2.2.1 Familienpolitik
1.2.2.2 Ehegattensplitting
1.2.2.3 Geringfügige Beschäftigung
1.3 Zielsetzung der Arbeit und Limitierung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Strukturelle Rahmenbedingungen der Politik
2.1.1 Die Frauenquote
2.1.2 Betreuungsinfrastruktur
2.2 Unternehmenskultur und Geschlechterideologien
2.2.1 Gender-Diversity-Management
2.2.1.1 Führung
2.2.1.2 Unternehmenskultur
2.2.2 Geschlechtsstereotype
2.3 Gesellschaftliche Faktoren
2.3.1 Unbewusste Diskriminierung
2.3.1.1 Unconscious Bias
2.3.1.2 Gender Bias
2.3.1.3 Similarity Bias
2.3.2 Bewusste Diskriminierung
2.3.2.1 Gläserne Decke
2.3.2.2 Sexuelle Diskriminierung
2.3.2.3 Devaluationshypothese und “Comparable Worth”-Phänomen
2.4 Synthese und kritische Reflexion
2.5 Leitfragen
3 Methode
3.1 Vorstellung der empirischen Untersuchung
3.2 Forschungsdesign mit Begründung für die Wahl
3.3 Operationalisierung der relevanten Variablen
3.4 Erhebungsinstrument
3.4.1 Interviewleitfaden
3.4.2 Pretest
3.4.3 Stichprobenbildung
3.5 Datenerhebung
3.6 Datenauswertung
3.6.1 Datenaufbereitung
3.6.2 Qualitative Datenanalyse
3.6.3 Vorgehen bei der Auswertung
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der Ergebnisse
4.2 Beantwortung der Leitfragen
5 Diskussion
5.1 Qualität des eigenen Vorgehens
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Limitation
5.4 Ableitung von Maßnahmen und Handlungsempfehlungen
5.5 Ausblick und Fazit
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist die Untersuchung der Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in den obersten Führungspositionen in Deutschland. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation von hemmenden und fördernden Faktoren, um konkrete Maßnahmen für eine geschlechtergerechtere Stellenbesetzung auf Top-Ebene abzuleiten.
2.2.2 Geschlechtsstereotype
Geschlechtsstereotype beschreiben die Zuweisung bestimmter Merkmale zu Individuen nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe weiblicher bzw. männlicher Personen, ohne dass dabei berücksichtigt wird, dass Unterschiede innerhalb der Geschlechtsgruppen größer ausfallen können als Unterschiede zwischen ihnen (Hannover & Wolter, 2019, S. 201). Es sind gefestigte positive oder negative Zuschreibungen darüber (Becker, 2013, S. 523), welche Eigenschaften und Verhaltensweisen in den Augen der Gesellschaftsmitglieder bzw. Kollegen typisch weiblich oder typisch männlich sind (Weibler, 2016, S. 473) und relativ emotionslose, neutrale Erwartungen und Vorstellungen, wie sich diese verhalten, wie sie aussehen oder welche Fähigkeiten sie haben (Domsch, Ladwig, & Weber, 2019, S. 4). Hierbei ist es vollkommen uninteressant, ob diese Auffassungen eine objektiv nachweisbare Entsprechung finden. Entscheidend allein ist, dass diese Stereotype existieren und verhaltenswirksam werden (Weibler, 2016, S. 473). Norbert Bischof (1980) demonstriert eindrücklich an seinem Modell, wie ein geschlechtstypisch verteiltes Merkmal zu einem Geschlechtsstereotyp wird, in dem tatsächlich vorhandene Unterschiede zu einer Übertreibung ausarten (Neyer & Asendorpf, 2018, S. 350 f.).
In Abbildung 3 wird ein psychologisches Merkmal einmal mit den Werten männlicher und einmal mit jenen weiblicher Probanden dargestellt. In diesem Beispiel ist der Mittelwert für die Männer höher als für die Frauen. Typischerweise überlappen sich die beiden Verteilungen erheblich, d.h. ein breiter Merkmalsbereich ist durch Männer und Frauen besetzt. Nur wenn die Verteilungen sich nicht überlappen würden, also in diesem Beispiel alle Männer höhere Merkmalswerte hätten als alle Frauen, wäre das Merkmal wirklich geschlechtsspezifisch. Dann könnte aus Kenntnis des Merkmals eindeutig geschlossen werden, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Dieser Fall ist bei psychologischen Merkmalen extrem selten (Neyer & Asendorpf, 2018, S. 350).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage sowie die Problemstellung hinsichtlich der Unterrepräsentanz von Frauen auf Vorstandsebene in Deutschland und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie strukturelle Rahmenbedingungen, Unternehmenskulturen und verschiedene Diskriminierungsfacetten als Basis für die Untersuchung erarbeitet.
3 Methode: Der Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign der explorativen Interviewstudie mit Führungskräften aus Deutschland und Schweden sowie das systematische Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde aus den Experteninterviews, geordnet nach den untersuchten Einflussfaktoren, und beantwortet die Leitfragen.
5 Diskussion: Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung der Methodik, eine Interpretation der Ergebnisse sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen an Politik und Unternehmen.
Frauenquote, Unternehmenskultur, Diversity, Führung, Geschlechterstereotype, Gender Pay Gap, Diskriminierung, Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Führungspositionen, Gender Care Gap, Gender Leadership Gap, Unconscious Bias.
Die Arbeit untersucht, warum Frauen in den obersten Führungspositionen in Deutschland unterrepräsentiert sind und wie eine geschlechtergerechtere Aufteilung erreicht werden kann.
Zentral sind die Analyse politischer Rahmenbedingungen, der Einfluss von Unternehmenskultur und Geschlechterstereotypen sowie die Identifikation von Diskriminierungsmechanismen im Berufsleben.
Ziel ist es, Hemmnisse und Fördernisse für Frauenkarrieren zu identifizieren, um daraus Vorschläge abzuleiten, die zu einer ausgeglichenen Frauenquote in Führungspositionen führen.
Die Autorin führt eine explorative Interviewstudie mit weiblichen Führungskräften erster und zweiter Ebene aus Deutschland und Schweden durch, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wird.
Nach einer theoretischen Fundierung zu politischen und organisationalen Einflüssen folgt ein methodischer Teil; darauf basierend werden im Ergebnisteil die Experteninterviews analysiert und in der Diskussion Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Charakteristisch sind Faktoren wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Einfluss von Gesetzen (Frauenquote), unbewusste Vorurteile (Unconscious Bias) und die Rolle der Unternehmenskultur.
Schweden dient als "Best Practice"-Land im Bereich Gleichstellung, um durch den Vergleich Erkenntnisse für Verbesserungsmöglichkeiten in Deutschland zu gewinnen.
Die Autorin stellt fest, dass staatliche Impulse wie verbindliche Quoten notwendig sind, um notwendige Wandel in den Unternehmen einzuleiten, wobei die Unternehmenskultur und persönliches Commitment entscheidend für den Erfolg bleiben.
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