Masterarbeit, 2022
94 Seiten, Note: 2,8
1. Einleitung
1.1 Der Arabische Frühling
1.2 Die Bewegung in Syrien
1.3 Die Folgen der Bewegung in Syrien
2. Europäische Flüchtlingskrise
2.1 Folgen der Flüchtlingskrise in EU und DE
2.2 Zahlen und Fakten die „Flüchtlingskrise“ betreffend
2.3 Abgrenzung des Begriffs „Flüchtling“
2.4 Der Begriff politisches Asyl
2.5 Die Definition Asylbewerber und die rechtlichen Aufenthaltspapiere in Deutschland
2.6 Schutzquote der syrischen Geflüchteten
3. Die Theorie der politischen Gelegenheitsstrukturen.
3.1 Die Aspekte der Theorie von politischen Gelegenheitsstrukturen
3.2 Die Probleme des Ansatzes der politischen Gelegenheitsstrukturen
3.3 Das Niveau der Bildungsqualifikation der syrischen Geflüchteten
3.4 Zahlen und Fakten die „syrischen Flüchtlinge“ betreffend
4. Politische Beteiligung: „Forschungsstand“
4.1 Fakten über die politische Beteiligung
4.2 Definition und Rolle der politischen Beteiligung in einer Demokratie
4.3 Die formale politische Partizipation
4.4 Die informelle politische Partizipation
5. Die politische Partizipation der syrischen Flüchtlinge
5.1 Initiativen zur Förderung des politischen Engagements
5.1.1 Die Herausforderungen von politischer Partizipation der syrischen Flüchtlinge
5.1.2 Die Rolle der syrischen Aktivist*innen in der Diaspora
5.2. Die aktiven syrischen zivilgesellschaftlichen Vereine in Deutschland
5.3 Die Partizipation zum Thema Demonstrationen von „Adopt a Revolution“
5.3.1 Die Partizipation zum Thema Freilassung der Gefangenen von „Families for Freedom“
5.4 Die Interviews mit den aktiven syrischen Vereinsmitgliedern von „Case Study“
6. Covid‐19‐Pandemie
6.1 Aktuelle Situation und Problematik
6.1.1 Auswirkungen der Einschränkung der Bewerbungsfreiheit und des Lockdowns
6.1.2 Auswirkung von Covid‐19 auf die Unterbringung in den Geflüchteten‐Unterkünften
6.1.3 Auswirkung der Pandemie auf Asyl‐ und Migrationsverfahren
6.1.4 Auswirkung der Pandemie auf den demokratischen Rechtsstaat
7. Interpretation und Diskussion anhand der Case Study „ZFD“
8. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der politischen Partizipation syrischer Flüchtlinge in Deutschland seit der Flüchtlingskrise 2015/2016 und analysiert, wie diese Organisationen als Brückenbauer zwischen Flüchtlingen und der deutschen Gesellschaft fungieren.
3.1 Die Aspekte der Theorie von politischen Gelegenheitsstrukturen
Für die Theorie der Gelegenheitsstrukturen gibt es verschiedene Eigenschaften und Aspekte für das politische System, von denen sowohl die sozialen Bewegungen als auch die Mobilisierungschancen abgeleitet werden. Hier geht es um die Aspekte der Offenheit oder die Geschlossenheit der politischen Institutionen. Mit diesen beiden Aspekten ist der Zugang zur Partizipation nach Tarrow im Zusammenhang mit dem politischen System sehr eng verbunden. Bei dem Aspekt der Offenheit werden die politische Systeme bezeichnet, die über Kanäle und Mechanismen verfügen, um sich neu formierende gesellschaftliche Interessen in den Prozess der politischen Entscheidungsfindung zu integrieren. Hingegen werden bei dem Aspekt der Geschlossenheit politische Institutionen bezeichnet, denen solche Kanäle und Mechanismen fehlen, weshalb sie neue gesellschaftliche Interessen nicht in den Prozess der politischen Entscheidungsfindung integrieren können.
Dies ist damit zu erklären, dass in den offenen Systemen keine Notwendigkeit für Proteste besteht, wobei bei geschlossenen Systemen sich auch durch Protestaktivitäten keine Veränderungen erhofft werden. Hierbei werden die vier genannten Dimensionen als unabhängige Variablen zur Erklärung der Mobilisierungsstärke von neuen sozialen Bewegungen in Deutschland erläutert. Die beiden Aspekte der Offen- und Geschlossenheit per politischen Institutionen von der Theorie der Gelegenheitsstrukturen liegen besonders im Interesse der vorliegenden Masterarbeit, um die Möglichkeit der politischen Partizipation im politischen System zu erklären.
1. Einleitung: Beleuchtung der Hintergründe zur Flüchtlingskrise 2015/16, der Rolle Syriens als Hauptauslöser und Definition der zentralen Forschungsfrage zur politischen Teilhabe.
2. Europäische Flüchtlingskrise: Analyse der Fluchtbewegungen, der EU-Flüchtlingspolitik sowie Definition der Begriffe Flüchtling, Asyl und Asylbewerber.
3. Die Theorie der politischen Gelegenheitsstrukturen.: Vorstellung der theoretischen Grundlage zur Erklärung, warum und wie soziale Gruppen in einem politischen System aktiv werden können.
4. Politische Beteiligung: „Forschungsstand“: Überblick über existierende Studien zur politischen Partizipation von Migranten in Deutschland und Identifikation aktueller Forschungslücken.
5. Die politische Partizipation der syrischen Flüchtlinge: Untersuchung konkreter syrischer Initiativen, Herausforderungen der Diaspora und Fallbeispiele zivilgesellschaftlichen Engagements.
6. Covid‐19‐Pandemie: Untersuchung der Auswirkungen der Pandemie auf die politische Teilhabe und Lebenssituation Geflüchteter in Deutschland.
7. Interpretation und Diskussion anhand der Case Study „ZFD“: Auswertung von Experteninterviews zur Bedeutung der syrischen Zivilgesellschaft für Frieden und Partizipation.
8. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen und Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft.
Politische Partizipation, syrische Flüchtlinge, Zivilgesellschaft, Europäische Flüchtlingskrise, politische Gelegenheitsstrukturen, Integration, Diaspora, Demokratie, Covid-19-Pandemie, politische Teilhabe, zivilgesellschaftliche Organisationen, Adopt a Revolution, Families for Freedom, politische Bildung, Engagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der politischen Partizipation syrischer Flüchtlinge in Deutschland und der Rolle, die zivilgesellschaftliche Organisationen dabei einnehmen.
Zentrale Themen sind die Ursachen der Flüchtlingskrise, die Theorie politischer Teilhabe von Migranten, die Bedeutung von Bildungsressourcen sowie die Auswirkungen der Pandemie auf das politische Engagement.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie syrische Flüchtlinge trotz rechtlicher Einschränkungen der formalen Partizipation informelle Wege der politischen Teilhabe nutzen und welche Rolle dabei Organisationen spielen.
Die Arbeit basiert primär auf der Theorie der politischen Gelegenheitsstrukturen, ergänzt durch eine empirische Case Study mit Interviews von Akteuren der syrischen Diaspora.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Partizipationsbedingungen, eine Analyse des Forschungsstandes sowie eine praxisnahe Betrachtung syrischer Vereine und deren Arbeit während der Pandemie.
Wichtige Begriffe sind Politische Partizipation, Syrrische Geflüchtete, Zivilgesellschaftliche Organisationen, politische Gelegenheitsstrukturen und die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie.
Durch Kontaktbeschränkungen und den Wegfall physischer Treffen wurde die politische Arbeit stark erschwert, was insbesondere bei sozial benachteiligten Gruppen, die weniger Zugang zu digitalen Kanälen haben, zu einem Rückgang des Engagements führte.
Sie dienen als wichtige Plattformen zur kollektiven politischen Artikulation, zur Organisation von Demonstrationen und bieten Räume für den Dialog und die politische Selbstvertretung der syrischen Community in Deutschland.
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