Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
26 Seiten
1 Einleitung und Problemstellung
2 Grundlagen
2.1 Personalcontrolling
2.2 Personalinformationssysteme
2.2.1 Definition
2.2.2 Funktionen
2.2.3 Struktur
2.2.4 Einsatzformen
3 Gestaltungsaspekte von Personalinformationssystemen
3.1 Datengrundlage
3.2 Sicherstellung der Akzeptanz
3.3 Informationstechnischer Aufbau
4 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen Gestaltungsfragen bei der Konzeption und Implementierung von Personalinformationssystemen zu systematisieren, ohne dabei unternehmensspezifische Lösungen vorwegzunehmen. Sie untersucht die notwendigen Rahmenbedingungen und Problemfelder, die bei der Gestaltung dieser Systeme zu berücksichtigen sind, um eine effektive Entscheidungsunterstützung im Personalmanagement zu gewährleisten.
3.1 Datengrundlage
Oben wurde gesagt, dass Information, die für eine längerfristige strategische Planung unterstützen soll, ehr qualitativ ist. Qualitative Information ist jedoch schwer aufeinander zu beziehen bzw. miteinander zu vergleichen. Man hat daher versucht, qualitative „weiche“ Informationen in Kennzahlensysteme zu überführen. Ein Ansatz, in dem dies verfolgt wird, ist die Balanced Scorecard. Hier werden Kennzahlen zu den Unternehmensbereichen Finanzen, Kunden, interne Geschäftsprozesse und Lernen / Entwicklung definiert. Der Ansatz ist z.B. für den Personalbereich zu dem Skandia Navigator mit 54 Kennzahlen personalbezogenen Kennzahlen weiterentwickelt worden.
Die Entwicklung von Kennzahlen zur Erfassung quantitativer Daten hat auch ihren Grund darin, dass der Wertschöpfungsbeitrag von Qualifikationsmaßnahmen nur schwer messbar ist. Damit geraten auch Personal- und Trainingsabteilungen immer wieder unter Legitimations- bzw. Kürzungsdruck. Personal- und Trainingsabteilungen müssen darstellen, dass ihre Aktivitäten einen Return on Invest generieren, zumal sie im Unternehmen meist auch im Wettbewerb mit anderen Abteilungen stehen. Eine Kennzahlensystematik ist daher der Versuch, dieses Problem zu lösen. Mit Hilfe dieses Zahlenwerks kann eine ROI-Analyse durchgeführt werden. Unter dem Begriff des Bildungscontrolling wird dies z.B. auch für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen versucht, indem die Kosten und Ergebnisse von Bildungsmaßnahmen ermittelt und einander gegenübergestellt werden.
1 Einleitung und Problemstellung: Die Einleitung führt in die strategische Bedeutung des Faktors Personal ein und erläutert die Notwendigkeit von Personalinformationssystemen zur Unterstützung von Management-Entscheidungen.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Personalcontrollings und führt in die theoretischen Grundlagen sowie Funktionen und Strukturen von Personalinformationssystemen ein.
3 Gestaltungsaspekte von Personalinformationssystemen: Hier werden die zentralen Herausforderungen bei der Systemgestaltung, insbesondere in Bezug auf Datengrundlage, Akzeptanz durch die Mitarbeiter und den technischen Aufbau, systematisiert.
4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die zukünftige Herausforderung, qualitative Daten effizient in Personalinformationssysteme zu integrieren.
Personalmanagement, Personalinformationssystem, Personalcontrolling, Personalplanung, Personalführung, Datengrundlage, Akzeptanz, Kennzahlensysteme, Wissensmanagement, Outsourcing, Employee Self Service, Prozessorientierung, IT-Integration, Datenschutz, Personalstrategie
Die Arbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden Gestaltungsfragen und Herausforderungen, die bei der Einführung und Nutzung von Personalinformationssystemen in Unternehmen beachtet werden müssen.
Im Fokus stehen die Systematisierung von Gestaltungsdimensionen, die Arbeit mit Kennzahlen, die Sicherstellung der Nutzerakzeptanz sowie die technische und organisatorische Implementierung.
Ziel der Arbeit ist es, die Entscheidungsfelder und Rahmenbedingungen für Personalinformationssysteme systematisch aufzubereiten, um Unternehmen eine Grundlage für die individuelle Ausgestaltung ihrer Systeme zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Management- und IT-Ansätze sowie einer Systematisierung des „Raums der Möglichkeiten“ für Personalinformationssysteme.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Personalcontrolling und Personalinformationssystem sowie die detaillierte Diskussion der Gestaltungsaspekte Datengrundlage, Akzeptanz und technischer Aufbau.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Personalcontrolling, Kennzahlensysteme, Wissensmanagement, Akzeptanzsicherung und Personalstrategie.
Zu viele Kennzahlen können zu einer einseitigen Verhaltensanpassung führen, das Personal zu Fehlsteuerungen motivieren und die Qualität der Entscheidungsfindung durch Komplexitätsüberforderung mindern.
Aufgrund datenschutzrechtlicher Aspekte und der Mitbestimmung bei technischen Einrichtungen ist eine frühzeitige Einbindung des Betriebsrats essenziell, um Akzeptanz zu schaffen und rechtliche Rahmenbedingungen einzuhalten.
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