Bachelorarbeit, 2022
49 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung und Aufbau
2 Auswirkungen des MietenWoG und des MietNovG auf den Einkommensstrom von Eigentumswohnungen
2.1 Der Einkommensstrom einer Eigentumswohnung
2.2 Wesentliche Regelungen des Mietrechtsnovellierungsgesetz (MietNovG)
2.3 Wesentliche Regelungen des Gesetzes zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung (MietenWoG Bln)
2.4 Die Änderung des Einkommensstroms einer Eigentumswohnung aufgrund des MietNovG und des MietenWoG Bln
3 Der Entscheidungswert einer vermieteten Eigentumswohnung in Berlin
3.1 Theorie des Entscheidungswertes und des Zustands-Grenzpreismodells
3.2 Ermittlung des Entscheidungswertes mithilfe des ZGPM ohne Berücksichtigung des MietenWoG Bln und des MietNovG am Beispiel
3.3 Ermittlung des Entscheidungswertes mithilfe des ZGPM mit Berücksichtigung des MietenWoG Bln und des MietNovG am Beispiel
3.4 Vergleich der Entscheidungswerte
4 Kritik am Mietendeckel und der Mietpreisbremse sowie ein Ausblick auf mögliche zukünftige Regelungen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen staatlicher Eingriffe in den Mietwohnungsmarkt, namentlich des Mietrechtsnovellierungsgesetzes (MietNovG) und des Berliner Mietendeckels (MietenWoG Bln), auf den Entscheidungswert von als Kapitalanlage erworbenen Eigentumswohnungen sowie die daraus resultierenden Implikationen für private Investoren.
3.1 Theorie des Entscheidungswertes und des Zustands-Grenzpreismodells
Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit wurden die wichtigsten Regelungen des MietNovG und des MietenWoG Bln erläutert und die Auswirkungen dieser Gesetze auf die Nettokaltmiete einer Beispieleigentumswohnung in Berlin anhand einer 20-jährigen Prognoserechnung angewandt.
Im folgenden Teil wird nun ermittelt, wie sich die unterschiedlichen Einkommensströme aufgrund des MietNovG und des MietenWoG Bln auf den Entscheidungswert beim Kauf der als Beispiel beschrieben vermieteten Eigentumswohnung auswirken. Der Entscheidungswert oder auch Grenzpreis ist aus Sicht des Käufers als Preisobergrenze genau der Preis, der gerade noch gezahlt werden kann, ohne dass mit dem Kauf ein wirtschaftlicher Nachteil hingenommen wird. Ziel des Käufers ist es jedoch, einen geringeren Preis zu realisieren. Durch die Unvollkommenheit der realen Märkte existieren individuelle Entscheidungswerte.
Als geeignetes Instrument zur Bestimmung des Entscheidungswertes wird das investitionstheoretische Zustands-Grenzpreismodell (ZGPM) nach Hering als Bewertungsmodell ausgewählt.
Die Bestimmung des Entscheidungswertes erfolgt dabei in zwei Stufen. In Stufe eins, auch als Basisprogramm bezeichnet, wird das Investitions- und Finanzierungsprogramm ermittelt, sodass der maximale Zielfunktionswert ohne eine Eigentumsänderung beim Bewertungsobjekt erreicht werden kann.
In Stufe zwei, welche auch als Bewertungsprogramm bezeichnet wird, wird das Bewertungsobjekt dem Investitionsprogramm hinzugefügt. Es erfolgt nun die Bestimmung des Grenzpreises als Entscheidungswert, wobei der Zielfunktionswert des Basisprogramms nicht unterschritten werden darf. Damit lässt sich genau der Preis errechnen, den der potenzielle Käufer einer Immobilie bei einer Transaktion höchstens zahlen sollte.
1 Problemstellung und Aufbau: Einleitung in die Relevanz des Berliner Mietwohnungsmarktes und Überblick über die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Auswirkungen des MietenWoG und des MietNovG auf den Einkommensstrom von Eigentumswohnungen: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und deren quantitativer Einfluss auf die erzielbaren Mieteinnahmen anhand eines Praxisbeispiels.
3 Der Entscheidungswert einer vermieteten Eigentumswohnung in Berlin: Detaillierte Ermittlung von Grenzpreisen mittels des Zustands-Grenzpreismodells unter verschiedenen regulatorischen Szenarien.
4 Kritik am Mietendeckel und der Mietpreisbremse sowie ein Ausblick auf mögliche zukünftige Regelungen: Wissenschaftliche und wirtschaftliche Diskussion der Auswirkungen staatlicher Regulierungen sowie ein Ausblick auf aktuelle wohnungspolitische Bestrebungen.
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Die Arbeit untersucht, wie sich aktuelle gesetzliche Mietpreisbeschränkungen in Berlin, spezifisch das MietNovG und der Berliner Mietendeckel, auf die Wirtschaftlichkeit und den maximalen Entscheidungswert von Eigentumswohnungen aus Sicht eines privaten Investors auswirken.
Die zentralen Themen sind das Mietrecht im Kontext des Berliner Wohnungsmarktes, Methoden der Investitionsrechnung für Immobilien und die Auswirkungen politischer Interventionen auf Preisbildung und Investitionsanreize.
Das primäre Ziel ist die Quantifizierung des finanziellen Impacts regulatorischer Mietobergrenzen auf das Investitionsvorhaben eines privaten Käufers, um eine fundierte preisliche Orientierung (Grenzpreis) für den Immobilienerwerb zu schaffen.
Es wird das investitionstheoretische Zustands-Grenzpreismodell (ZGPM) nach Hering verwendet, ergänzt durch lineare Optimierung mittels Solver, um Entscheidungswerte unter Berücksichtigung verschiedener Restriktionen zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufbereitung der Einkommensströme durch Prognoserechnungen, die Anwendung des ZGPM zur Grenzpreisermittlung in verschiedenen Szenarien sowie den Vergleich der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Zustands-Grenzpreismodell, Entscheidungswert, Mietpreisbremse, Mietendeckel, Einkommensstrom und Investitionstheorie.
Die Arbeit zeigt, dass eine stärkere Regulierung durch Mietenstopps und Mietobergrenzen den Einkommensstrom des Investors schmälert, was ceteris paribus zu einem niedrigeren maximalen Grenzpreis/Kaufpreis führt.
Die analysierten Koalitionsverträge deuten auf eine fortgesetzte Tendenz zu strengerem Mieterschutz hin, etwa durch die Absenkung der Kappungsgrenzen und die Verlängerung der Mietpreisbremse, was die Unsicherheit für Investoren erhöht.
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