Bachelorarbeit, 2020
120 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Bedingungsanalyse
2.1 Institutionelle Rahmenbedingungen und fachliche Vorgaben
2.2 Lernvoraussetzungen der Studierenden
3 Sachanalyse
3.1 Der menschliche Fuß
3.1.1 Aufbau und Funktion
3.1.2 Die Wahrnehmungsfunktion des Fußes
3.1.3 Fußschwächen – Fußfehlstellungen
3.2 Barfußlaufen
3.2.1 Geschichte des Laufens
3.2.2 Lauf-Trend Barfußlaufen
3.2.3 Barfußlauftechnik
3.2.4 Wirkungen des Barfußlaufens und Barfußtrainings
4 Didaktische Analyse
4.1 Mehrperspektivische Sportdidaktik
4.1.1 Pädagogische Perspektiven
4.1.2 Bewegungsfelder
4.2 Begründung des Lerngegenstandes
4.2.1 Auswahl und Begrenzung der Inhalte
4.2.2 Mehrperspektivität im grundständigen sportwissenschaftlichen Studium
4.2.3 Pädagogische Perspektiven bei der Einführung in das Barfußlaufen
4.2.4 Bedeutung für die Lerngruppe
5 Lernziele
5.1 Groblernziele
5.2 Feinlernziele
6 Methodische Entscheidungen
6.1 Digitalisierung der Lehre
6.2 Organisatorischer Ablauf
6.3 Aufbau und Inhalte des Lehrgangs
6.3.1 Bewegungswoche 1
6.3.2 Bewegungswoche 2
6.3.3 Bewegungswoche 3
6.3.4 Bewegungswoche 4
6.3.5 Zusammenfassung
6.4 Lerntagebuch
6.5 Reflexion
7 Evaluation
7.1 Ziel der Evaluation
7.2 Evaluationsmethoden
7.2.1 Online-Fragebogen
7.2.2 Schriftliche Reflexion
7.2.3 Selbstreflexion
7.3 Ergebnisse
7.3.1 Online-Fragebogen
7.3.2 Schriftliche Reflexionen
7.3.3 Selbstreflexion
8 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines digitalen Lehrgangs zum Barfußlaufen in der Leichtathletik, wobei die Forschungsfrage untersucht, ob sich das Barfußlaufen als Gegenstand für das Sportstudium eignet und wie die entsprechenden Inhalte unter Distanzlehre-Bedingungen vermittelt werden können.
3.1.1 Aufbau und Funktion
Der anatomische Bauplan des Fußes gliedert sich in drei Abschnitte: Fußwurzel, Mittelfuß und Zehen (vgl. Wurzinger, 2017, S. 399). Da er die am meisten belastete Körperstruktur ist, zeichnet er sich durch eine besonders kompakte Bauweise der Knochen, Bänder und Muskeln aus (vgl. Clauss & Clauss, 2009, S. 93). Abbildung 1 zeigt den detaillierten Aufbau des Fußskeletts.
Die Fußwurzel setzt sich aus den sieben Fußwurzelknochen zusammen: Sprungbein (Talus), Fersenbein (Calcaneus), Kahnbein (Os naviculare), den drei Keilbeinen (Ossa cuneiformia) und dem Würfelbein (Os cuboideum) (vgl. Schiebler & Korf, 2007, S. 522). Das Fersenbein ist der größte Fußwurzelknochen und dient zur Abstützung des auf ihm ruhenden Sprungbeines (vgl. Weineck, 2008, S. 255). Das Sprungbein übernimmt eine zentrale Rolle in der Aufnahme und Verteilung der Körperlast und bildet zusammen mit dem Schien- und Wadenbein das obere Sprunggelenk (vgl. ebd., S. 259). Dieses Gelenk ermöglicht Beuge- und Streckbewegungen des Fußes (vgl. Clauss & Clauss, 2009, S. 94).
Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl vor dem Hintergrund der leistungsorientierten Sportdidaktik und definiert die Forschungsfragen zur Eignung des Barfußlaufens im Sportstudium sowie zur digitalen Lehrvermittlung.
Bedingungsanalyse: Hier werden die institutionellen Rahmenbedingungen des Leichtathletik-Seminars sowie die individuellen Lernvoraussetzungen der teilnehmenden Studierenden detailliert erfasst und analysiert.
Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und biomechanischen Grundlagen des Fußes sowie die Geschichte, Technik und Wirkungsweise des Barfußlaufens inklusive gesundheitlicher Aspekte.
Didaktische Analyse: Es erfolgt die Begründung des Lerngegenstands durch die Einbettung in das Prinzip der Mehrperspektivität und eine Analyse der pädagogischen Perspektiven Wahrnehmung, Gesundheit und Leistung.
Lernziele: Festlegung der für den Lehrgang angestrebten psychomotorischen, affektiven und kognitiven Lernziele unter Berücksichtigung der studentischen Zielgruppe.
Methodische Entscheidungen: Darstellung des digitalen Lehr-Lern-Prozesses, der organisatorischen Struktur des vierwöchigen Lehrgangs, der Bewegungsaufgaben sowie der Reflexionsinstrumente wie dem Lerntagebuch.
Evaluation: Beschreibung der angewandten Evaluationsmethoden (Online-Fragebogen, schriftliche Reflexion, Selbstreflexion) und detaillierte Vorstellung der Untersuchungsergebnisse.
Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen, Reflexion über den Erfolg des Lehrgangs und Ableitung von Empfehlungen für die zukünftige Praxis.
Barfußlaufen, Sportstudium, Sportdidaktik, Leichtathletik, Mehrperspektivität, digitale Lehre, Fußanatomie, Fußmuskulatur, Verletzungsprophylaxe, Laufökonomie, studentische Evaluation, Lerntagebuch, Wahrnehmung, Gesundheitsförderung, Bewegungsaufgaben.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Evaluation eines digitalen Lehrgangs zum Barfußlaufen innerhalb des sportwissenschaftlichen Studiums an der Universität Marburg.
Die Themenfelder umfassen die Anatomie und Biomechanik des Fußes, die Geschichte des Laufens, didaktische Prinzipien wie die Mehrperspektivität sowie die Herausforderungen und Chancen digitaler Lehrmethoden.
Das Ziel ist zu prüfen, ob Barfußlaufen als wissenschaftlich fundierter Gegenstand in der Leichtathletik-Ausbildung taugt und wie Inhalte während einer Distanzlehre-Phase erfolgreich vermittelt werden können.
Die Arbeit nutzt einen Mix aus fachwissenschaftlicher Theoriebildung und einer empirischen Evaluation mittels vollstandardisierten Fragebögen, schriftlichen Reflexionen und qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Sachanalyse, eine didaktische Begründung, die Festlegung von Lernzielen, methodische Entscheidungen für den digitalen Lehrgang sowie die anschließende Evaluation der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Barfußlaufen, Sportdidaktik, Mehrperspektivität, digitale Lehre und Fußkräftigung.
Durch den Einsatz digitaler Lernplattformen wie ILIAS, Online-Fragebögen und die obligatorische Führung eines digitalen Lerntagebuchs wurde trotz fehlender Präsenz eine strukturierte Lernprozessbegleitung sichergestellt.
Die subjektive Einschätzung ist zentral für die Evaluation; durch die qualitative Analyse ihrer schriftlichen Erfahrungen konnten die positiven Effekte auf das eigene Körperbewusstsein und die Einstellung zum Barfußlaufen differenziert nachvollzogen werden.
Diese Methode erlaubt es, die offenen Antworten in den Reflexionsberichten der Studierenden systematisch in Kategorien zu überführen und so das Wesentliche der subjektiven Erfahrungsberichte deduktiv sowie induktiv zu abstrahieren.
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