Examensarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Mediendidaktik
2.1. Literaturdidaktik
2.2. Filmdidaktik
2.3. Didaktischer Begründungszusammenhang
3. Sachanalyse
3.1. Der Autor
3.2. Die Gattung: Der Kriminalroman
3.3. Das Genre: Der Kriminalfilm
3.4. Der Regisseur von ´Das Versprechen – The pledge´
3.5. Inhaltsanalyse
3.5.1. Das Buch
3.5.2. Der Film: Es geschah am helllichten Tag
3.5.3. Der Film: Das Versprechen
3.6. Die Erzählperspektive
3.6.1. Das Buch
3.6.2. Der Film: Es geschah am helllichten Tag
3.6.3. Der Film: Das Versprechen
3.7. Der Ermittler
3.7.1. Das Buch
3.7.2. Der Film: Es geschah am helllichten Tag
3.7.3. Der Film: Das Versprechen
3.8. Literarische Stilmittel vs. Filmeffekte
3.8.1. Das Buch
3.8.2. Der Film: Es geschah am helllichten Tag
3.8.3. Der Film: Das Versprechen
3.8.3.1. Stilmittel im Film
3.8.3.2. Ton (Musik und Sprecher)
3.8.3.3. Kamera und Schnitt
3.8.3.4. Licht und Farben
4. Didaktische Überlegungen zu Buch und Filmen
4.1. Exemplarische Bedeutung
4.2. Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
4.3. Zugänglichkeit
5. Methodisch – didaktische Überlegungen zum Filmheft
5.1. Einstieg
5.2. Erarbeitung
5.3. Schlussphase
5.4. Exemplarische Filmheftbearbeitung
5.4.1. Überlegungen zum Film
5.4.2. Die Gefühlswelt des Rezipiente
6. Schluss
Die vorliegende Zulassungsarbeit verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten der modernen Mediendidaktik zu nutzen, um die Aversion gegenüber Filmen im Deutschunterricht abzubauen. Durch die Entwicklung eines didaktischen Filmhefts zum Roman "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt soll eine Brücke zwischen dem Medium Buch und verschiedenen Literaturverfilmungen geschlagen werden, um Schülern der zehnten Jahrgangsstufe der Realschule die Analyse von audiovisuellen Medien zu erleichtern und Medienkompetenz zu vermitteln.
3.8.1. Das Buch
Ein literarischer Text ist deshalb auch als ´besonders´ zu erachten, weil er sich unterscheidet von dem Alltäglichen. Die Literatur bedient sich meist nicht der ´Alltagssprache´. Sie weicht von ihr ab, indem sie Techniken und Kunstmittel verwendet, die in der Umgangssprache selten zu hören oder zu lesen sind. Die lyrische Sprache bedient sich u.a. aus einem Repertoire aus rhetorischen Stilmitteln, unterschiedlichen Erzählformen oder –perspektiven, und bietet dem Leser so Unterhaltung und Abwechslung.
Auch in Dürrenmatts ´Das Versprechen´ kommen viele rhetorische Stilmittel zum Einsatz, die den Roman zu dem werden lassen, was er ist – ein Lesevergnügen.
Das augenscheinlichste Stilmittel ist wohl die Analepse, also die Rückschau auf bereits Geschehenes, was gleichzeitig auch zu einer Anachronie der Geschichte führt. Im Roman findet sich die Analepse zu Beginn der Erzählung, als der Ich-Erzähler Dr. H. von seinen Erinnerungen an seinen ehemaligen Polizeimitarbeiter Matthäi berichtet. Erst hier beginnt die eigentliche Geschichte (S. 13 – 17). Gleichzeitig findet sich im Roman auch eine Prolepse, also eine Vorausschau, denn als der Leser das erste Mal von Matthäi erfährt, weiß er bereits, was diese Romanfigur erwartet.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die rückläufige Lesebereitschaft von Schülern zugunsten audiovisueller Medien und begründet die Notwendigkeit, das Medium Film aktiv in den Deutschunterricht zu integrieren, anstatt es zu negieren.
2. Mediendidaktik: Hier werden die Grundlagen der Literatur- und Filmdidaktik gegenübergestellt und die Medienkompetenz als zentrale Schlüsselqualifikation für den modernen Unterricht definiert.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel liefert das notwendige Fachwissen zu Friedrich Dürrenmatt, der Gattung des Kriminalromans, dem Kriminalfilm sowie detaillierte Vergleiche der Erzählperspektiven, Ermittlerfiguren und Stilmittel in Roman und Film.
4. Didaktische Überlegungen zu Buch und Filmen: Es wird erörtert, warum das Thema Kindermorde für die zehnte Jahrgangsstufe geeignet ist und welche exemplarische Bedeutung die literarische Vorlage für den Lernprozess hat.
5. Methodisch – didaktische Überlegungen zum Filmheft: Das Kapitel bietet eine methodische Strukturierung für die Arbeit mit dem Filmheft, gegliedert in Einstieg, Erarbeitung und Schlussphase, inklusive konkreter Anwendungsbeispiele.
6. Schluss: Der abschließende Teil reflektiert die Umsetzung der Arbeit im Unterrichtsalltag und plädiert erneut für eine erweiterte Medienkultur als sinnvolle Ergänzung zur traditionellen Lesekultur.
Friedrich Dürrenmatt, Das Versprechen, Mediendidaktik, Filmheft, Literaturverfilmung, Medienkompetenz, Deutschunterricht, Kriminalroman, Kriminalfilm, Erzählperspektive, Filmanalyse, Realschule, Filmästhetik, Didaktik, Interpretationshilfe.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Mediums Film in den Deutschunterricht an bayerischen Realschulen anhand des Romans "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt und dessen Verfilmungen.
Zentrale Themen sind die Didaktik des Films, der Vergleich von Kriminalroman und -film sowie die Entwicklung von schülerorientiertem Lehrmaterial in Form eines Filmhefts.
Das Ziel ist es, durch die Arbeit mit einem Filmheft die Angst oder Aversion vieler Lehrkräfte gegenüber dem Medium Film zu verringern und eine Brücke zwischen der literarischen Vorlage und dem Film zu schlagen.
Die Arbeit stützt sich auf eine mediendidaktische Analyse sowie einen strukturierten Vergleich von Roman und Film hinsichtlich Erzählstruktur, Charakterzeichnung und technischer Stilmittel.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende Sachanalyse von Autor und Gattung, gefolgt von didaktischen Überlegungen für den Unterrichtseinsatz und einer exemplarischen Bearbeitung des Filmhefts.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienkompetenz, Literaturverfilmung, didaktische Reduktion, Filmanalyse und die Auseinandersetzung mit modernen Medienkulturen im schulischen Kontext.
Der Vergleich verdeutlicht den Schülern, dass filmische Adaptionen eigenständige Interpretationen eines Stoffes sind, die durch spezifische filmische Mittel wie Kameraeinstellungen, Licht und Ton eigene Akzente setzen.
Das Filmheft ist als methodisches Hilfsmittel konzipiert, das den Rahmen für einen abwechslungsreichen Unterricht bietet und den Schülern hilft, die filmischen Mittel reflektiert zu entschlüsseln.
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