Diplomarbeit, 2008
193 Seiten, Note: 2.0
1 Einführung
1.1 Outsourcing im Zeichen einer geänderten geopolitischen Lage
1.2 Problemstellung
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Prozesse der Entscheidungsfindung
2.1 Entscheidungstheorie als Instrument der Entscheidungsfindung
2.1.1 Struktur des Entscheidungsprozesses
2.1.2 Rationalität in der Entscheidungsfindung
2.2 Entscheidungsunterstützende Systeme
2.2.1 Information als Entscheidungsgrundlage
2.2.2 Allgemeine Eigenschaften von entscheidungsunterstützenden Systemen
2.2.3 Grundstruktur von Decision-Support-Systemen
2.2.4 Kritik des Einsatzes von DSS
3 Verfahren zur Entscheidungsunterstützung
3.1 Wirkungsmechanismen entscheidungsunterstützender Verfahren
3.2 Nutzwertanalyse als multikriterielles Entscheidungsverfahren
3.2.1 Entscheidungstheoretischer Hintergrund
3.2.2 Ablauf des Verfahrens
3.2.3 Kritische Würdigung des Ansatzes
3.3 Analytischer Hierarchieprozess
3.3.1 Ablauf des Verfahrens
3.3.2 Kritische Würdigung des Ansatzes
4 Grundbegriffe der Standortanalyse
4.1 Konzepte der Standortanalyse
4.1.1 Normativ-deduktive Modelle
4.1.2 Behavioristische Konzeption
4.1.3 Struktureller Ansatz
4.1.4 Systematik bei der Auswahl von Standortfaktoren
4.2 Prozess der Standortentscheidung
4.2.1 Mehrstufigkeit bei Standortwahl
4.2.2 Struktur des internationalen Standortentscheidungsprozesses
4.2.3 Konventionelle Ansätze zur Unterstützung von Standortentscheidungen
4.2.4 Standortbewertungsmodell BESTAND
5 Standortproblematik im Outsourcing-Kontext
5.1 Theoretische Aspekte des Outsourcings
5.1.1 Prozess der Outsourcing-Entscheidung
5.1.2 Beweggründe für Outsourcing
5.2 Einfluss des Outsourcing-Objektes auf die Standortentscheidung
5.2.1 Make-or-buy-Entscheidung und die Auswahl von Standortfaktoren
5.2.2 Ableiten von Länderanforderungen
5.2.3 Kriterien und Länderprofile
6 Entwicklung der methodischen Grundlage für ein DSS
6.1 Softwaretools zur Entscheidungsunterstützung
6.1.1 Global Sourcing Portal: NWA-Tool
6.1.2 WiBe: Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Projekten
6.1.3 Expert Choice: Strukturierung der Entscheidung
6.1.4 Eignung von bestehenden Ansätzen
6.2 Entwicklung eines Entscheidungsmodells
6.2.1 Spezifikation des Verfahrens
6.2.2 Spezifikation des Workflows
6.2.3 Modellierung der Entscheidungsstruktur
6.2.4 Anforderungen an die DSS-Plattform
7 Entwicklung der DSS-Architektur
7.1 Software-Architektur
7.1.1 Grundlegende Systembausteine
7.1.2 Systemkonzept
7.2 Implementierung einer Basis-Plattform
7.2.1 Technologie-Mapping
7.2.2 Umsetzung der Anwendungsarchitektur
8 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Problematik der Standortwahl für Outsourcing-Vorhaben im IT-Bereich und entwickelt ein Konzept für ein entscheidungsunterstützendes System (DSS), das Entscheider bei der Auswahl geeigneter Standorte unterstützt. Dabei wird untersucht, wie Daten aus unterschiedlichen, teils öffentlichen Quellen integriert und durch mathematische Methoden für eine fundierte Entscheidung verdichtet werden können, um qualitative und quantitative Aspekte der Standortbewertung zu harmonisieren.
2.1 Entscheidungstheorie als Instrument der Entscheidungsfindung
Die Forschung im Bereich Entscheidungstheorie fokussiert traditionell und im Allgemeinen darauf, wie Menschen als Individuen eine von mehreren Alternativen auswählen und im Speziellen, wie sie dabei verfahren sollten, um die beste Alternative zu finden und so die „richtige“ Entscheidung treffen. Entsprechend wird je nach Forschungsziel zwischen der beschreibenden (deskriptiven) und der vorschreibenden (präskriptiven oder normativen) Forschungsrichtung der Entscheidungstheorie unterschieden. Während die deskriptive Entscheidungstheorie empirisch nachvollziehbare Hypothesen über das Verhalten von Individuen und Gruppen zum Ziel hat, um Ergebnisse von konkreten Entscheidungssituationen zu prognostizieren bzw. steuern zu können, will die präskriptive Entscheidungstheorie zeigen, wie Entscheidungen rational getroffen werden können.
Die präskriptive Entscheidungstheorie beschreibt also eine Soll-Vorgehensweise. Ihre Erkenntnisse münden zunächst in den drei Annahmen, die einen rationalen Entscheider, den homo oeconomicus, charakterisieren. Die erste der sog. Präsuppositionen fordert, dass dem Entscheidungsträger alle entscheidungsrelevanten Informationen vorliegen und alle möglichen Handlungsalternativen sowie ihre kurz- und langfristigen Folgen bekannt sind.
Die zweite Forderung setzt eine uneingeschränkte Sensitivität bei der Einschätzung der Alternativen der Art voraus, dass selbst geringste Unterschiede zwischen den Alternativen wahrgenommen werden und in die Bewertung mit einfließen.
Die dritte Forderung einer „optimalen Entscheidung“ verlangt die vollkommene Rationalität des Entscheiders, die sich zunächst darin äußert, dass der Entscheider seine Handlungsalternativen in eine „schwache“ Präferenzordnung bringen kann, um eine Auswahl vorzunehmen, die „irgendwas“ maximiert.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Outsourcing in einem globalen Kontext und definiert die Problemstellung sowie das methodische Vorgehen der Diplomarbeit.
2 Prozesse der Entscheidungsfindung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Entscheidungsprozesses und die Rolle von Entscheidungsunterstützungssystemen (DSS) zur Kompensation menschlicher Rationalitätsdefizite.
3 Verfahren zur Entscheidungsunterstützung: Hier werden die Nutzwertanalyse und der Analytische Hierarchieprozess (AHP) als zentrale mathematische Methoden zur Bewertung von Alternativen detailliert beschrieben und kritisch analysiert.
4 Grundbegriffe der Standortanalyse: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über Konzepte und Prozesse der Standortwahl und führt das Standortbewertungsmodell BESTAND ein.
5 Standortproblematik im Outsourcing-Kontext: Der Fokus liegt hier auf der besonderen Rolle von Outsourcing und Offshoring bei Standortentscheidungen, insbesondere im IT-Sektor und unter Berücksichtigung strategischer Aspekte.
6 Entwicklung der methodischen Grundlage für ein DSS: Es werden existierende Softwaretools evaluiert und ein eigenes Konzept für ein Entscheidungsmodell entwickelt, das verschiedene Methoden zur Standortbewertung integriert.
7 Entwicklung der DSS-Architektur: Dieser Teil befasst sich mit der softwaretechnischen Architektur des Systems und der Implementierung eines Prototyps mittels moderner Web-Technologien wie Ruby on Rails und Adobe Flex.
8 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit des entwickelten Konzepts sowie künftige Forschungsmöglichkeiten.
Outsourcing, Offshoring, Standortanalyse, Entscheidungsunterstützungssysteme, DSS, Nutzwertanalyse, Analytischer Hierarchieprozess, AHP, Standortfaktoren, IT-Dienstleistungen, Softwarearchitektur, Ruby on Rails, Prozessmodell, Entscheidungsfindung, Länderanalyse
Die Arbeit analysiert die Standortwahl für Outsourcing-Projekte und entwickelt ein IT-System, das Entscheider bei dieser komplexen strategischen Aufgabe methodisch unterstützt.
Die zentralen Felder sind die Entscheidungstheorie, die Methodik der Standortanalyse, die spezifischen Herausforderungen von IT-Outsourcing-Projekten sowie die technische Entwicklung von Entscheidungsunterstützungssystemen.
Das Ziel ist die Schaffung eines theoretisch fundierten Konzepts und eines Software-Prototyps für ein System, das durch Datenintegration und Bewertungsmethoden eine objektivere Standortauswahl ermöglicht.
Es kommen primär die Nutzwertanalyse (NWA) und der Analytische Hierarchieprozess (AHP) zum Einsatz, um qualitative und quantitative Standortfaktoren vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Einordnung, die spezifische Standortproblematik im Outsourcing-Kontext sowie die Konzeption und technische Implementierung der DSS-Architektur.
Die wesentlichen Begriffe sind Outsourcing, Offshoring, Standortanalyse, Decision-Support-Systeme (DSS), Nutzwertanalyse und Strategische Unternehmensplanung.
Sie ermöglicht es, komplexe und oft schwer vergleichbare Kriterien, wie z.B. politisches Risiko oder Fachkräfteverfügbarkeit, in ein strukturiertes Zielsystem zu überführen und rechnerisch zu bewerten.
Die IT-Plattform dient dazu, die Datenflut durch Web-Technologien beherrschbar zu machen und eine transparente, nachvollziehbare Entscheidungsvorbereitung zu gewährleisten.
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