Masterarbeit, 2021
134 Seiten, Note: 2,2
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Empirische Erkenntnisse über das Stresserleben in der Ausbildung
2.2 Vorgaben auf der Makro-, und Mesoebene der pflegerischen Berufsausbildung
3 Theoretische Vorüberlegungen
3.1 Selbstfürsorge zur Förderung des Selbstwerts
3.2 Unterstützung des Prozesses des Selbstständigwerdens zur Förderung der Selbstwirksamkeit
3.3 Lerntheoretische Erkenntnisse
3.3.1 Was ist lernen?
3.3.2 Förderungsmöglichkeiten des Lernprozesses aus lerntheoretischer Sichtweise
3.3.3 Förderungsmöglichkeiten des Lernprozesses aus empirischer Sicht
3.3.4 Lernförderliche Empfehlungen für einen Projekttag zur CE 03
3.4 Projekttag „Ich bin Azubi, holt mich hier raus! – Überleben auf Station“
3.4.1 Definieren der Lernvoraussetzungen
3.4.2 Definieren der Rahmenbedingungen
3.4.3 Definieren von Lernzielen und angestrebten Kompetenzen
3.4.4 Definieren von Unterrichtsinhalten und der methodischen Umsetzung
3.5 Evaluation als Möglichkeit der Lehr-Lernerfolgskontrolle
4 Forschungsfrage und Forschungsziele
5 Methode der Forschungsarbeit
5.1 Das qualitative Forschungsdesign
5.2 Definieren des Evaluationsgegenstands und der Evaluationsziele
5.2.1 Evaluationsgegenstand
5.2.2 Evaluationsziele
5.3 Entwicklung des Interviewleitfadens
5.3.1 Gesprächseröffnung
5.3.2 Verständnissicherung und Rückfragen
5.3.3 Ad-hoc-Fragen
5.4 Pretest des Interviewleitfadens
5.5 Auswahl des Samplings und Settings
5.6 Datenerhebung und -analyse
6 Ergebnisse
6.1 Das Verhalten der Auszubildenden vor dem Projekttag
6.1.1 Rückzug statt Konfrontation (örtlich)
6.1.2 Sich selbst erarbeiten
6.1.3 Alleine versuchen
6.1.4 Keine adäquate Emotionsregulation/ Entlastungsstrategie
6.1.5 Entlastung durch Gespräche
6.1.6 Sich (unreflektiert) anpassen
6.2 Angewendete Handlungsstrategien, nach innen gerichtet
6.2.1 Bewusste Emotionsregulation/ Entlastungsstrategie
6.2.2 Eigene Ziele setzen
6.2.3 Rückzug statt Konfrontation (gedanklich)
6.2.4 Lösungsorientierte Strategie erarbeiten
6.2.5 Arbeitsprozess selbst strukturieren
6.3 Angewendete Handlungsstrategien, nach außen gerichtet
6.3.1 Sich bewusst anpassen
6.3.2 Kontaktaufnahme bewusst abwägen
6.3.3 Legitimierungen nutzen
6.3.4 Sich bewusst Hilfe holen
6.3.5 Erweiterter Rückzug statt Konfrontation (örtlich)
6.3.6 Wahlmöglichkeiten geben
6.3.7 Arbeit abgeben oder ablehnen
6.4 Vergessene oder bewusst nicht angewendete Handlungsstrategien nach dem Projekttag
6.4.1 Aktiv einwirkende Kommunikationstechniken
6.4.2 Explizites und implizites Wissen nicht mehr trennbar
6.5 Förderliche Bedingungen für die Anwendung von Handlungsstrategien
6.5.1 Bewusster Austausch
6.5.2 Zugewandtes Verhalten, Respekt und Anerkennung
6.5.3 Stärkung der Selbstwirksamkeit
6.5.4 Sichere Gruppe
6.5.5 Fest eingeplante Übungen
6.5.6 Angeleitete Übungen
6.5.7 Verinnerlichte Handlungsstrategien
6.6 Hemmende Bedingungen für die Anwendung von Handlungsstrategien
6.6.1 Handlungsstrategien nicht verinnerlicht
6.6.2 SchülerInnenrolle in der bestehenden Hierarchie
6.6.3 SchülerInnenrolle und Befürchtung einer schlechten Benotung
6.6.4 Keine Wiederholungen/ Auffrischungen
6.6.5 Abweisendes Verhalten, Mangel an Respekt und Anerkennung
6.6.6 Gewohnheiten der Fachkräfte
6.6.7 Geringes Selbstwertgefühl
6.6.8 Keine Notwendigkeit für Anwendung empfunden
6.7 Förderliches am konkreten Projekttag
6.7.1 Gruppenkonstellation
6.7.2 Motto-Präsenz
6.7.3 Emotionserweckendes Rollenspiel
6.7.4 Abwechslung zum Schulalltag/ Methodenabwechslung
6.7.5 Motto-Durchgängigkeit
6.7.6 Lernen am Modell
6.7.7 Erfahrungsaustausch, mit Bestätigung und Rückschlüsse für eigene Erfahrungen
6.8 Verbesserungsvorschläge für den Projekttag.
6.8.1 Projekttag als Prozess
6.8.2 Mehr Übung/ Wiederholung zum Verinnerlichen
6.8.3 Mehr Zeit für Reflexion und Verinnerlichung der Inhalte
6.8.4 Projekttag nicht zu zeitig
6.8.5 Auswahl und Darstellung des Rollenspiels/ der Akteure
6.8.6 Zuordnung und Lernziele verdeutlichen
6.8.7 Weiterführung des Projekttages
6.9 Zusammenfassende Gedanken, zur Beantwortung der Analysefragen
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Wie nachhaltig sind die Lerninhalte des Projekttages, in der Erlebenswelt der Lernenden?
7.2 Inwieweit können die Auszubildenden die Inhalte des Projekttages anwenden bzw. denken sie noch daran?
7.3 Reflexion der Forschungsmethode
7.4 Praktische Implikation der Forschungsergebnisse
8 Schlussfolgerungen
Ziel der Arbeit ist es, einen im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung konzipierten Projekttag zur Curricularen Einheit 03 hinsichtlich seiner Tauglichkeit, Anwendbarkeit und Nachhaltigkeit in der Erlebenswelt der Lernenden zu evaluieren, um daraus Empfehlungen für eine curriculare Weiterentwicklung abzuleiten.
3.4 Projekttag „Ich bin Azubi, holt mich hier raus! – Überleben auf Station“
Im folgenden Kapitel wird die Beschreibung der konkreten Vorüberlegungen des Projekttages zur CE 03 vorgenommen. Die Umsetzung der Lerninhalte erfolgt als Projekttag aufgrund der damit verbundenen Möglichkeit, die Lehr-/Lernprozesse anhand von komplexen Aufgabenstellungen zu einer Lernsituation zu organisieren (Kaiser, 1999). Die gewählte Lernsituation ermöglicht sowohl einen stetigen Input, als auch konstruktive Rückmeldung vonseiten der Lehrkräfte und anderen Lernenden. Diese Tatsache fördert den individuellen Lernprozess der Auszubildenden (Maier, 2015).
Mit der Analyse der Zielgruppe wird ein Rahmenthema definiert. Im Falle dieser Arbeit ist die Projekttagesgestaltung an die derzeitig präsente reality Fernsehsendung „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ im Stil des Dschungelcamps angelehnt. Abgewandelt steht der Projekttag unter dem Motto „Ich bin ein Azubi - Holt mich hier raus – Überleben auf Station“ und erstreckt sich über acht Unterrichtsstunden. Durch raumgestaltende Elemente wie z. B. zimmerhohe, große Pflanzen, Efeu-Lianen und Laubblätter sowie ein durchgängig präsentes Projekttags - Motto (siehe Anhang 5) wird das Thema realitätsnah und emotionserweckend präsentiert. Die Gruppenzuteilung erfolgt abgestimmt mit den Lernenden, um ein gesprächsförderliches Arbeitsklima zu generieren. Als Gruppennamen werden themenbezogen Tiernamen wie Black Spiders, Wild Monkies und Las Cucarachas vergeben. Diese Gruppennamen spiegeln sich in allen Ausarbeitungen, wie z. B. in den Gruppenreflexionen und den Türschildern (siehe Anhang 6) wider. Eine Gruppenidentität und der Gruppenzusammenhalt sollen damit gestärkt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die allgemeinen Belastungen und Zielkonflikte in der generalistischen Pflegeausbildung und legitimiert die Notwendigkeit des geplanten Projekttages zur Stressreduktion.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel verknüpft empirische Erkenntnisse über Stresserleben in der Ausbildung mit den gesetzlichen und curricularen Vorgaben der Makro- und Mesoebene.
3 Theoretische Vorüberlegungen: Es werden Konzepte wie Selbstfürsorge, Selbstkonzept und lerntheoretische Prinzipien dargelegt, um das Design des Projekttages fundiert begründen zu können.
4 Forschungsfrage und Forschungsziele: Die Forschungsfragen zielen darauf ab, die Nachhaltigkeit der Lerninhalte sowie die tatsächliche Anwendbarkeit in der berufspraktischen Erlebenswelt der Lernenden zu prüfen.
5 Methode der Forschungsarbeit: Hier wird das qualitative Forschungsdesign begründet, welches problemzentrierte Interviews zur Erhebung der subjektiven Perspektiven der Auszubildenden nutzt.
6 Ergebnisse: Die Ergebnisse systematisieren das Verhalten der Lernenden vor und nach dem Projekttag und identifizieren förderliche sowie hemmende Bedingungen im Arbeitsalltag.
7 Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden in kritische Reflexion gesetzt, um die Projekttagsgestaltung zu bewerten und methodische Stärken sowie Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
8 Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die Relevanz der Intervention zusammen und formuliert Empfehlungen für eine nachhaltige Integration in den curricularen Alltag.
Qualitative Evaluation, Teilevaluation, Curriculare Einheit 03, problemzentriertes Interview, Erlebniswelt, Nachhaltigkeit, Anwendbarkeit, generalistische Pflegeausbildung, Selbstfürsorge, Stressbewältigung, Selbstwirksamkeit, Berufsidentität, Kompetenzanbahnung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation eines Projekttages zur „Curricularen Einheit 03“ in der generalistischen Pflegeausbildung, um Lernenden Strategien zur Stressbewältigung und Selbstfürsorge zu vermitteln.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen der Selbstfürsorge, dem beruflichen Stresserleben von Auszubildenden, lerntheoretischen Modellen und der didaktischen Umsetzung eines handlungsorientierten Projekttages.
Das Ziel ist, die Nachhaltigkeit und Anwendbarkeit der Lerninhalte des Projekttages in der Erlebenswelt der Auszubildenden zu überprüfen und Rückschlüsse für curriculare Verbesserungen zu gewinnen.
Es handelt sich um eine qualitative Evaluation, bei der problemzentrierte Interviews mit Lernenden als Datengrundlage dienen, um tiefgehende Einblicke in ihre subjektiven Erfahrungen zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 3), die explizite Konzeption des Projekttages (Kapitel 3.4) sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse aus den geführten Interviews (Kapitel 6).
Wichtige Begriffe sind unter anderem Qualitative Evaluation, Nachhaltigkeit, Selbstwirksamkeit, Anwendbarkeit, Berufsidentität und Kompetenzanbahnung in der generalistischen Pflegeausbildung.
Das Motto fungiert als „Türöffner“ und Motivationsfaktor, der entscheidend zur emotionalen Bindung an die Themen beiträgt und die Inhalte durch einen hohen Wiedererkennungswert nachhaltiger im Gedächtnis verankert.
Die Ergebnisse zeigen, dass hierarchische Strukturen, Zeitdruck in der Pflegepraxis und die Angst vor negativer Benotung oder Ausgrenzung oft dazu führen, dass gelernte Kommunikationsstrategien zurückgehalten oder nicht umgesetzt werden.
Diese Profile helfen zu verstehen, dass Lernende unterschiedlich auf Stress und hierarchische Konflikte reagieren, was bei der Gestaltung von Bildungsangeboten eine differenziertere, individualisierte Unterstützung notwendig macht.
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