Diplomarbeit, 2007
83 Seiten, Note: 1,7
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle von Ratingagenturen als Instrument zur Beseitigung von Principal-Agent-Problematiken auf dem Kapitalmarkt. Die Arbeit analysiert die Funktionsweise von Ratingagenturen und ihre Bedeutung für die Reduzierung von Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern. Dabei werden die theoretischen Grundlagen der Principal-Agent-Theorie und die spezifischen Herausforderungen der Agency-Beziehung im Finanzmarktkontext beleuchtet. Die Arbeit untersucht auch die potenziellen Versagenspotentiale von Ratingagenturen und diskutiert verschiedene Lösungsansätze, sowohl marktendogene als auch marktexogene, um diese Probleme zu adressieren.
Die Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert den Gang der Arbeit. Kapitel 2 beleuchtet die Grundlagen des Ratings, einschließlich der Begriffsabgrenzung, der verschiedenen Ratingarten, des Ratingprozesses und der Charakteristika der Ratingindustrie. Es werden die Bedeutung und Macht von Ratingagenturen sowie die Funktionen und Nutzenaspekte ihrer Ratings aus verschiedenen Perspektiven diskutiert. Kapitel 3 analysiert die Rolle von Ratingagenturen bei der Lösung des Principal-Agent-Problems auf dem Kapitalmarkt. Es werden die einstufige und zweistufige Principal-Agent-Theorie im Finanzmarktkontext erläutert und die Agency-Beziehungen zwischen Kapitalgebern, Kapitalnehmern und Ratingagenturen untersucht. Kapitel 4 befasst sich mit den Versagenspotentialen auf dem Ratingmarkt, den volkswirtschaftlichen Implikationen und den möglichen Lösungsansätzen. Es werden sowohl marktendogene als auch marktexogene Ansätze zur Behebung von Marktversagen im Ratingbereich diskutiert.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Ratingagenturen, Principal-Agent-Problem, Kapitalmarkt, Informationsasymmetrie, Agency-Beziehung, Marktversagen, Regulierung, Finanzmarkt, Finanzierungsbeziehung, Ratingprozess, Ratingindustrie, Ratingarten, Nutzenaspekte, Volkswirtschaftliche Implikationen, Lösungsansätze.
Ratingagenturen fungieren als Informationsdienstleister, die durch ihre Bewertungen die Markttransparenz erhöhen und Informationsasymmetrien zwischen Anlegern und Unternehmen reduzieren sollen.
Es beschreibt die Beziehung zwischen einem schlechter informierten Kapitalgeber (Principal) und einem besser informierten Kapitalnehmer (Agent), bei der das Risiko einer Fehlallokation von Kapital besteht.
Die Arbeit untersucht kritisch, dass Ratingagenturen zwar helfen, aber in der Vergangenheit (z. B. Enron-Skandal) oft versagt haben, ein exaktes Bild der Finanzlage zu vermitteln.
Mögliche Ursachen sind Interessenkonflikte, mangelnde Kontrolle und die Komplexität neuer Finanzinstrumente, die eine objektive Bewertung erschweren.
Diskutiert werden marktendogene Ansätze wie Selbstregulierung sowie marktexogene Ansätze wie gesetzliche Regulierungen oder staatliche Anreizkontrakte.
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