Masterarbeit, 2022
104 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrollings
2.1 Definition des Nachhaltigkeitsbegriffes
2.2 Die Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.3 Ziele und Aufgaben des Nachhaltigkeitscontrolling
2.4 Steuerung der betrieblichen Nachhaltigkeit
3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
3.1 Der Kennzahlenbegriff
3.2 Systematisierung von Kennzahlen
3.3 Kennzahlenfunktionen
3.4 Kennzahlensysteme
3.5 Wichtige finanzielle Kennzahlen im Überblick
3.6 Nicht-monetäre Kennzahlen
3.7 Nachhaltigkeitskennzahlen
4 Darstellung und Einordnung der ökologischen Kennzahlen
4.1 Systematisierung ökologischer Nachhaltigkeitskennzahlen
4.2 Darstellung und Einordnung mittels CSR-Standards
4.2.1 Environmental Performance Evaluation – ISO 14031
4.2.2 Eco-Management and Audit Scheme – EMAS
4.2.3 Global Reporting Initiative – GRI
4.3 Sustainability Balanced Scorecard
4.4 Ecological Value und Sustainable Value als Spitzenkennzahlen
4.5 Ökologisches Benchmarking
5 Empirische Analyse der DAX 40-Konzerne
5.1 Kurzreflexion der normativen Vorgaben
5.2 Festlegung der analysierten Grundgesamtheit
5.3 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
5.4 Ergebnisse der empirischen Analyse
5.4.1 Berichtsformat
5.4.2 Rahmenwerke
5.4.3 Kennzahlenbereich Materialien
5.4.4 Kennzahlenbereich Energie
5.4.5 Kennzahlenbereich Wasser und Abwasser
5.4.6 Kennzahlenbereich Emissionen
5.4.7 Kennzahlenbereich Abfall
5.5 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
6 Abschließende kritische Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz, Darstellung und Einordnung von ökologischen Nachhaltigkeitskennzahlen innerhalb des Nachhaltigkeitscontrollings, mit dem Ziel, deren praktische Anwendung anhand einer empirischen Analyse von Unternehmen des DAX 40 zu beleuchten.
1.1 Problemstellung
Das Thema „Nachhaltigkeit“ hat sich in den vergangenen Jahren neben der Digitalisierung zu dem entscheidenden Zukunftsthema des 21. Jahrhunderts entwickelt. Aufgrund veränderter Ansprüche der Stakeholder sowie politischer Regulierungen, gewinnt das Thema Nachhaltigkeit für Unternehmen stetig an Bedeutung. Im Zuge der weltweiten Nachhaltigkeitsdebatte erhöht sich der Druck auf die Unternehmen, sowohl ökonomische als auch ökologische und soziale Belange in ihr Handeln mit einzubeziehen. Neben diesen allgemein veränderten Anforderungen haben sich in den letzten Jahren auch konkrete Ansprüche einzelner Stakeholdergruppen gebildet, die in der originären Geschäftstätigkeit der Unternehmen Berücksichtigung finden müssen. Hierbei ist in erster Linie die wachsende Nachfrage der Kunden nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zu nennen. Des Weiteren geht auch von der Investorenseite ein wachsender Druck auf die Unternehmen aus, sich strategisch nachhaltig zu positionieren. Zunehmend knüpfen Investoren ihre Investitionsentscheidungen an die nachhaltige Ausrichtung eines Unternehmens.
Demnach reicht aus heutiger Sicht finanzielle Profitabilität allein nicht mehr aus, um den Erfolg und Fortbestand eines Unternehmens langfristig zu sichern. Die Nachhaltigkeit hat sich zu einem entscheidenden Faktor für langfristiges Wachstum und Wettbewerbsstärke entwickelt. Damit die Unternehmen auf die veränderten Anforderungen reagieren können, benötigen diese entsprechende Informationen. Hierbei kommt dem Controlling eine entscheidende Rolle zu. Das Controlling, dessen Hauptaufgabe in der Unterstützung und Informationsversorgung des Managements liegt, hat auf den veränderten Informationsbedarf entsprechend zu reagieren. Bislang hat sich das Controlling allerdings vordergründig auf ökonomische Belange konzentriert. Als Reaktion auf den veränderten Informationsbedarf des Managements muss das Controlling nun aber auch ökologische sowie soziale Aspekte berücksichtigen und in das bestehende Controllingkonzept integrieren. Diese Integration der ökologischen und sozialen Aspekte findet hierbei im Rahmen des Nachhaltigkeitscontrolling statt. Zur Informationsversorgung des Managements kommen im Controlling seither Kennzahlen zum Einsatz, was sich auch durch die Integration ökologischer und sozialer Aspekte nicht ändert. Um relevante ökologische und soziale Informationen liefern zu können, kommen allerdings spezielle Nachhaltigkeitskennzahlen zum Einsatz.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für Unternehmen ein und leitet aus den Anforderungen von Stakeholdern und Investoren die Notwendigkeit für ein integriertes Nachhaltigkeitscontrolling ab.
2 Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrollings: Dieses Kapitel definiert den Nachhaltigkeitsbegriff, erläutert das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit und beschreibt die Ziele, Aufgaben sowie Teilprozesse eines modernen Nachhaltigkeitscontrollings in Unternehmen.
3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme: Hier werden der theoretische Kennzahlenbegriff, verschiedene Systematisierungsmöglichkeiten und zentrale Kennzahlenfunktionen erläutert, wobei zudem der Unterschied zwischen monetären und nicht-monetären Kennzahlen sowie die Bedeutung von Kennzahlensystemen hervorgehoben wird.
4 Darstellung und Einordnung der ökologischen Kennzahlen: Dieses Kapitel fokussiert auf die Systematisierung ökologischer Kennzahlen, die Verwendung von CSR-Standards wie ISO 14031, EMAS und GRI sowie fortgeschrittene Ansätze wie die Sustainability Balanced Scorecard und das ökonomische Benchmarking.
5 Empirische Analyse der DAX 40-Konzerne: In diesem Hauptteil wird untersucht, welche Relevanz und Berichtsformate DAX 40-Unternehmen für ihre ökologischen Nachhaltigkeitskennzahlen in Bereichen wie Material, Energie, Wasser, Emissionen und Abfall nutzen.
6 Abschließende kritische Reflexion: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die praktische Anwendbarkeit der diskutierten Kennzahlenkonzepte sowie die Herausforderungen bei deren Erhebung und Vergleichbarkeit.
Nachhaltigkeitscontrolling, ökologische Nachhaltigkeitskennzahlen, Kennzahlensysteme, CSR-Standards, DAX 40, Nachhaltigkeitsberichterstattung, ISO 14031, EMAS, GRI-Standards, Sustainability Balanced Scorecard, ökologisches Benchmarking, Sustainable Value, Umweltmanagement, Unternehmenssteuerung, Nicht-monetäre Kennzahlen.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von ökologischen Nachhaltigkeitskennzahlen als Instrument der Unternehmenssteuerung und untersucht deren praktische Anwendung und Berichterstattung in DAX 40-Konzernen.
Die Studie befasst sich mit den methodischen Grundlagen der Kennzahlenbildung im Nachhaltigkeitscontrolling, der systematischen Einordnung ökologischer Indikatoren und deren empirischer Auswertung in der aktuellen Unternehmenspraxis.
Ziel ist es, einen Überblick über Darstellungsformen und Einordnungsmöglichkeiten ökologischer Kennzahlen zu geben, um deren praktische Relevanz für die Unternehmen und deren Nachhaltigkeitsberichterstattung wissenschaftlich fundiert zu ermitteln.
Nach einer systematischen Literaturrecherche der theoretischen Grundlagen erfolgt eine empirische Analyse der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte von 39 Unternehmen aus dem DAX 40-Aktienindex.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung von Kennzahlensystemen und CSR-Standards (ISO, EMAS, GRI) sowie eine umfangreiche Untersuchung zu spezifischen Kennzahlenbereichen wie Material, Energie, Wasser, Emissionen und Abfall.
Zentrale Begriffe sind Nachhaltigkeitscontrolling, ökologische Kennzahlen, DAX 40, CSR-Standards (GRI, EMAS) und die empirische Messung von Unternehmensleistungen.
Die Arbeit zeigt, dass Standards wie die ISO 14031, EMAS und die GRI-Guidelines als wesentliche Rahmeninstrumente dienen, um ökologische Daten vergleichbar und systematisch für das Controlling aufzubereiten.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass DAX 40-Unternehmen sehr heterogen berichten und dass die Berichterstattung stark von der Branchenzugehörigkeit und den jeweils genutzten Rahmenwerken abhängt.
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