Masterarbeit, 2021
99 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Nachhaltigkeit
2.1 Geschichte der Nachhaltigkeit
2.2 Nachhaltigkeitsdimensionen
2.3 Nachhaltigkeitsmodelle
2.4 Nachhaltigkeitsstrategien
2.5 Akteure der Nachhaltigkeit
3 Entwicklung des Fleischkonsums: Zahlen, Daten, Fakten
3.1 Fleischkonsum in der Entwicklungsgeschichte
3.2 Aktueller Fleischkonsum
3.2.1 Aktueller Fleischkonsum in Deutschland
3.2.1 Aktueller Fleischkonsum weltweit
3.3 Aspekte der Tierhaltung
3.3.1 Intensive vs. Ökologische Tierhaltung
3.3.2 Klassifizierung der Tiere
3.3.3 Ressourceneinsatz
4 Folgen des Fleischkonsums
4.1 Ökologische Folgen
4.2 Gesundheitliche Folgen
4.3 Soziale Folgen
5 Nachhaltiger Fleischkonsum
5.1 Nachhaltige Ernährung
5.2 Nachhaltiges Handeln
5.2.1 Politik
5.2.2 Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels
5.2.3 Konsumenten
6 Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung
6.1 Berufliche Bildung
6.2 Bildung für nachhaltige Entwicklung
6.3 Eingliederung des Themas nachhaltiger Fleischkonsum – eine Annäherung
7 Resümee und Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Relevanz des Fleischkonsums im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung und analysiert Möglichkeiten, diesen ökologisch sowie ethisch verträglicher zu gestalten. Ein zentraler Fokus liegt auf der didaktischen Eingliederung dieser Problematik in die berufliche Bildung, speziell für den Ausbildungsberuf Koch/Köchin, um Auszubildende für ihren späteren Berufsalltag zu sensibilisieren und Lösungskompetenzen zu vermitteln.
3.3.1 Intensive vs. Ökologische Tierhaltung
Damit der immense regionale, aber auch internationale Fleischkonsum gedeckt werden kann, hat sich die intensive Tierhaltung, wie wir sie heute kennen, über Jahrzehnte hinweg entwickelt. Besonders seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchläuft die Viehwirtschaft einen Prozess der Industrialisierung (vgl. Ach, 2020). Zum einen wurde die gesteigerte Nachfrage nach billigem Fleisch durch Importe aus dem Ausland gedeckt. Zum anderen wurde die heimische Produktion gezwungen, durch neue Techniken und erhöhte Tierbestände mit den niedrigen Preisen mitzuhalten.
Im Jahr 2019 wurden allein in Deutschland 213,2 Millionen Nutztiere, darunter etwa 27 Millionen Schweine, 11,6 Millionen Rinder und 173,6 Millionen Geflügel gehalten (vgl. Statista, 2020). Mit der enormen Zahl an Nutztieren haben sich auch die Haltungsbedingungen drastisch verändert bzw. verschlechtert. Die Tiere werden zunehmend als Ware, Produkt und als "Produktionsfaktor" gesehen (vgl. Ach, 2020). Die Größe der Mastbetriebe ist im Laufe der Zeit stetig gewachsen, wobei die Anzahl an tierhaltenden Betrieben gleichzeitig abnahm. Kleinere Betriebe wichen aufgrund des Preisdrucks den großen Mastbetrieben, daraus resultiert der deutliche Anstieg an Durchschnittstierbeständen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Nachhaltigkeit vor dem Hintergrund eines polarisierenden Fleischkonsums und setzt das Ziel, Wege für einen nachhaltigeren Umgang hiermit in der Gesellschaft und Berufsbildung aufzuzeigen.
2 Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, indem es die geschichtliche Entwicklung und Definitionen von Nachhaltigkeit erläutert sowie Dimensionen, Modelle und Akteure in den Fokus rückt.
3 Entwicklung des Fleischkonsums: Zahlen, Daten, Fakten: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick und analysiert aktuelle nationale wie globale Verzehrzahlen sowie die Bedingungen der intensiven Tierhaltung und deren Ressourceneinsatz.
4 Folgen des Fleischkonsums: Hier werden die ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen des hohen Fleischkonsums detailliert dargelegt.
5 Nachhaltiger Fleischkonsum: Es werden Lösungsansätze diskutiert, wie ein Wandel durch das Zusammenspiel von Politik, Unternehmen und Konsumenten gelingen kann.
6 Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) und untersucht deren Integration in die berufliche Ausbildung am Beispiel des Koch/Köchin-Berufsbildes.
7 Resümee und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Hauptergebnisse und einem Ausblick auf den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Thematik.
Nachhaltigkeit, Fleischkonsum, Massentierhaltung, Tierwohl, Klimawandel, Bodendegradation, Biodiversität, Berufliche Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ernährungswandel, Ressourceneinsatz, Politik, Wirtschaft, Konsumenten, Soziale Aspekte.
Die Arbeit befasst sich mit der Nachhaltigkeitsthematik am Beispiel des Fleischkonsums und untersucht dessen Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Soziales sowie Wege für einen nachhaltigeren Konsum.
Die zentralen Felder sind die Geschichte und der aktuelle Stand des Fleischkonsums, die Problematik der Massentierhaltung, die ökologischen Folgen (z.B. Klimawandel) sowie die Bildungsarbeit im Kontext Nachhaltigkeit.
Das Ziel ist es, die Relevanz eines nachhaltigen Fleischkonsums aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie dieses Thema didaktisch in die Berufsschulen integriert werden kann.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und wertet statistische Daten aus, um die Zusammenhänge zwischen Fleischkonsum, ökologischen Folgen und Bildungsprozessen herzustellen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Fleischproduktion, den massiven Umweltfolgen durch Ressourcenverbrauch sowie der Rolle von Akteuren wie Politik und Wirtschaft.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeit, Fleischkonsum, Massentierhaltung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Ressourcenverbrauch.
Die Autorin übernimmt eine Definition, die Fleisch als alle für den menschlichen Verzehr geeigneten frischen oder zubereiteten Teile von geschlachteten oder erlegten warmblütigen Tieren umfasst.
Der steigende Bedarf an Futtermitteln für die Viehwirtschaft führt zu einem erhöhten Flächenbedarf und der Umwandlung natürlicher Habitate, was wiederum Bodenerosion und Artensterben beschleunigt.
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