Bachelorarbeit, 2022
80 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2 METHODISCHES VORGEHEN UND STRUKTUR DER ARBEIT
2. FAST FASHION
2.1 DEFINITION DES GESCHÄFTSMODELLS
2.2 MODE UND IHR STELLENWERT IN DER GESELLSCHAFT
2.3 DIE URSACHEN FÜR FAST FASHION
2.3.1 DAS KONSUMVERHALTEN
2.3.2 EINFLUSS VON INFLUENCERN UND SOZIALEN MEDIEN
2.3.3 SCHNELLE GEWINNERZIELUNG UND BINDUNG DER KUNDSCHAFT
2.3.4 GLOBALISIERUNG
2.4 SLOW FASHION ALS GEGENBEWEGUNG
2.5 ZWISCHENFAZIT
3. SOZIALE NACHHALTIGKEIT
3.1 URSPRUNG: DAS DREI-SÄULEN-MODELL
3.2 DIE SOZIALEN ZIELE DER AGENDA 2030
3.3 DAS LIEFERKETTENSORGFAHLTSPFLICHENGESETZ
3.4 CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
3.4.1 CSR-KOMMUNIKATION
3.4.2 CSR-INSTRUMENTE UND MABNAHMEN FÜR MEHR GLAUBWÜRDIGKEIT
3.4.2.1 Code of Conduct
3.4.2.2 Sustainability-Reporting
3.4.2.3 Zertifizierung durch Textilsiegel
3.4.2.4 Beitritt in Sozialstandardinitiativen
3.5 ZWISCHENFAZIT
4. GREENWASHING
4.1 DEFINITION
4.2 KRITIK AN CSR-MABNAHMEN
4.3 METHODEN DES GREENWASHINGS
4.3.1 VERWIRRENDE UND VAGE BEGRIFFE
4.3.2 SELBSTENTWORFENE UND -ERFUNDENE LABELS
4.3.3 UNBELEGTE AUSSAGEN TREFFEN
4.3.4 EINSEITIGE BETRACHTUNG VON PRODUKTMERKMALEN
4.3.5 MANIPULATIVE UND SUGGESTIVE BILDER
4.4 ZWISCHENFAZIT
5. SOZIALE MISSSTÄNDE IN DER MODEBRANCHE
5.1 FALLBEISPIEL: EINSTURZ DES RANA PLAZA IN BANGLADESCH
5.2 FALLBEISPIEL: DIE CORONA-PANDEMIE
5.3 KRITISCHE ARBEITSBEDINGUNGEN UND SOZIALE AUSWIRKUNGEN
5.3.1 NICHT EXISTENZSICHERNDE LÖHNE
5.3.2 ÜBERMÄBIGE ARBEITSZEITEN
5.3.3 FEHLENDE GESUNDHEIT UND SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ
5.3.4 ZWANGS- UND KINDERARBEIT
5.3.5 DISKRIMINIERUNG VON FRAUEN UND CHANCENUNGLEICHHEIT
5.4 ZWISCHENFAZIT
6. KRITISCHE BETRACHTUNG DER SOZIALEN NACHHALTIGKEIT BEI H&M
6.1 DAS UNTERNEHMEN H&M
6.2 CSR AUF SOZIALER EBENE BEI H&M
6.3 EXTERNE BEURTEILUNG UND KRITISCHE BETRACHTUNG DER SOZIALEN NACHHALTIGKEIT
6.4 ZWISCHENFAZIT
7. FAZIT
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Fast-Fashion-Branche unter Aspekten der sozialen Nachhaltigkeit agiert, und kritisiert H&M als repräsentatives Unternehmen hinsichtlich der Glaubwürdigkeit seines sozialen CSR-Engagements. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Diskrepanz zwischen der Selbstdarstellung der Konzerne und der tatsächlichen ausbeuterischen Praxis in den Produktionsländern.
1. Einleitung
Fast Fashion ermöglicht den Konsum von Mode zu günstigen Preisen. Wird für einen beliebigen Anlass ein T-Shirt benötigt, kann es etwa bereits für 4,95 € bei bekannten Modeunternehmen der Fast-Fashion-Branche wie H&M, Primark und Zara erworben werden. Das T-Shirt soll modisch und günstig sein; das ist, was die konsumierende Person will und Fast Fashion bietet. Erstere lässt sich von den günstigen Preisen der großen Modekonzerne beeinflussen, die sie dazu bringen, mehr zu kaufen als eigentlich notwendig. Dieser Konsum ist durch stetig neuerscheinende Kleidung fortlaufend.
Informationen wie z. B. ‚Made in Bangladesh‘ im Etikett des T-Shirts sagen dabei nichts über die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter:innen in den Produktionsländern aus. Im Falle eines H&M-T-Shirts für 4,95 € entfallen etwa 2,6 % des Verkaufspreises auf die Näher:innen in Bangladesch. Dies entspricht ca. 0,13 € pro T-Shirt, die den Nähenden zusteht. Nimmt man an, dass die nähende Person in Bangladesch in acht Stunden z. B. 70 T-Shirts produziert, entspricht dies 9,10 € pro Acht-Stunden-Schicht, während Bürger:innen in Industrieländern wie Deutschland einen Stundenlohn von 12 € erhalten. Anhand dessen wird klar, dass ungerechte Verhältnisse herrschen.
Mehr als 60 Millionen Menschen auf der Welt arbeiten in der Textil- und Bekleidungsbranche, und davon ist die Mehrheit in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern tätig. Die Näher:innen in Entwicklungsländern arbeiten in unzumutbaren Zuständen und erhalten wenig Lohn. Dieser ist so gering, dass er weder für die eigene Existenzsicherung noch für die einer Familie ausreicht, dabei ist doch das Ziel der sozialen Nachhaltigkeit, jedem ein schönes Leben zu ermöglichen.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Dynamik der Fast-Fashion-Branche ein und definiert die Problemstellung sowie das methodische Vorgehen.
2. FAST FASHION: Es wird das Geschäftsmodell erläutert, das auf schneller Produktion, geringen Kosten und ständigen Trends basiert, sowie die Gegenbewegung Slow Fashion vorgestellt.
3. SOZIALE NACHHALTIGKEIT: Dieses Kapitel definiert soziale Nachhaltigkeit theoretisch und stellt Instrumente wie Corporate Social Responsibility (CSR) vor.
4. GREENWASHING: Es wird analysiert, wie Unternehmen CSR-Maßnahmen nutzen, um ethisches Handeln vorzutäuschen, ohne die Realität in den Produktionsstätten zu verbessern.
5. SOZIALE MISSSTÄNDE IN DER MODEBRANCHE: Anhand von Fallbeispielen wie Rana Plaza werden prekäre Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen detailliert beleuchtet.
6. KRITISCHE BETRACHTUNG DER SOZIALEN NACHHALTIGKEIT BEI H&M: Hier erfolgt die konkrete Analyse von H&M hinsichtlich der Glaubwürdigkeit ihres CSR-Engagements durch den Vergleich mit externen Studien.
7. FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, ob das Geschäftsmodell Fast Fashion mit sozialer Nachhaltigkeit vereinbar ist.
Fast Fashion, soziale Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Greenwashing, H&M, Rana Plaza, Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Mindestlohn, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, Modebranche, Näherinnen, Nachhaltigkeitsbericht, Ausbeutung, CSR-Kommunikation
Die Arbeit untersucht kritisch, ob das Fast-Fashion-Modell – charakterisiert durch extrem niedrige Preise und schnelle Kollektionswechsel – mit den Grundsätzen sozialer Nachhaltigkeit vereinbar ist oder ob soziale Standards zugunsten des Profits ignoriert werden.
Der Fokus liegt auf der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit, den Arbeitsbedingungen in Schwellenländern, den Mechanismen des Greenwashings und den Kommunikationsstrategien von Modekonzernen.
Es soll geklärt werden, inwieweit die Fast-Fashion-Branche sozial nachhaltig ist und wie glaubwürdig H&M seine sozialen CSR-Bemühungen kommuniziert, im Kontrast zur Realität der Produktionsbedingungen.
Es handelt sich um eine qualitative Arbeit, basierend auf umfangreicher Literatur- und Internetrecherche, Berichten von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Geschäftsberichten sowie der kritischen Analyse von Unternehmensversprechen vs. tatsächlichen Praktiken.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der sozialen Nachhaltigkeit, zeigt Methoden auf, mit denen Unternehmen durch Greenwashing ihr Image aufpolieren, und dokumentiert Missstände wie mangelnde existenzsichernde Löhne und Sicherheitsdefizite.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Fast Fashion, soziale Ausbeutung, CSR, Greenwashing, Transparenz der Lieferketten und die spezifische Unternehmenspraxis von H&M.
Der Einsturz dient als zentrales Fallbeispiel für die katastrophalen Folgen mangelnder Sicherheitsstandards und unterstreicht die Notwendigkeit für konsequentere regulatorische Maßnahmen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
Trotz der Zertifizierungen und Bekenntnisse zum UN Global Compact zeigen Analysen wie der Firmen-Check, dass H&M bei den Löhnen oft nur den gesetzlichen Mindestlohn zahlt und die soziale Realität in den Fabriken trotz der kommunizierten CSR-Ziele widersprüchlich bleibt.
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