Bachelorarbeit, 2022
52 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
2. Allgemeine Bedeutung von Holocaust-Mahnmalen
2.1 Erläuterung der Holocaust-Verbrechen des NS-Regimes
2.2 Was ist eine Erinnerungskultur?
2.2.1 Das „Gedenken“
2.2.2 Das „Erinnern“
2.3 Bedeutung des Standortes für Mahnmale
3. Methodik
3.1 Leitfadeninterview
3.2 Schriftliche Befragung
3.3 Passantenzählung
4. Bedeutung des Würzburger DenkOrt ‚Deportationen 1941-1944‘
4.1 Gemeinschaftsarbeiten unterfränkischer Kommunen
4.2 Finanzierung des Mahnmals
5. Standortwahl des Mahnmales
5.1 Primäre Standortmöglichkeit an der Aumühle
5.2 Mögliche Standorte entlang des „Weg der Erinnerung“
5.2.1 Einbettung in den Ringpark
5.2.2 Alternativen am Hauptfriedhof
5.3 Der endgültige Standort am Bahnhofplatz
5.3.1 Gestaltung und Einbindung am Hauptbahnhof
5.3.2 Zufriedenheit beteiligter Personen mit dem Standort
5.4 Meinungen der Bevölkerung zum DenkOrt
6. Generierter Publikumsverkehr am Bahnhofplatz
6.1 Anwendung der Zählmethode
6.2 Ergebnisse der Passantenerhebungen
6.3 Meinungen der Bevölkerung zum Passantenaufkommen
7. Äußere Einwirkungen und Umstände am DenkOrt
7.1 Meinungen der Bevölkerung zur wahrgenommenen Geräuschkulisse
7.2 Vandalismus am DenkOrt
8. Fazit
8.1 Zusammenfassung
8.2 Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Standortwahl und die Publikumsfrequenz des „DenkOrt Deportationen 1941-1944“ in Würzburg, um zu bewerten, wie der gewählte Standort am Bahnhofplatz die Wahrnehmung des Gedenkens beeinflusst und inwiefern der hohe Passantenverkehr zur Wirksamkeit des Mahnmals beiträgt.
5.1 Primäre Standortmöglichkeit an der Aumühle
Für viele Projekte stellt die Wahl eines Standortes eine weitreichende Hürde dar. Personen unterschiedlichster Branchen konkurrieren für Orte, an denen ihre Objekte, Läden oder sonstige Attraktionen wahrgenommen werden können. Seien es Unternehmer, welche eine geeignete Lokalität für ihren Einzelhandelswarenladen ausfindig machen, oder beispielsweise rohstoffabhängige Firmen des Industriebereiches, die sich den Ressourcenquellen anpassen müssen. Ähnlich erging es dem DenkOrt Deportationen e. V., bestehend aus einer achtköpfigen Gruppe und einem dazugehörigen größeren Kreis, bei der Wahl eines geeigneten Platzes (Interview B. Stolz 03/2021: 6).
Dem größeren Kreis gehören Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt, sowie der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Würzburgs Dr. Josef Schuster an. Hierbei viel der primäre Gedanke nicht auf den endgültigen Standort am Hauptbahnhof. Zunächst stand im Vordergrund des Vereines der Aumühlgedanke (Interview B. Stolz 03/2021: 8). Die Aumühle, beziehungsweise der Verladebahnhof der Aumühle, befinden sich in etwa 20 Minuten Fußweg vom Würzburger Hauptbahnhof entfernt im Stadtteil Grombühl. Eine Mühle gibt es dort heutzutage nicht mehr. Die Pleichach verläuft in diesem Bereich.
1. Einleitung: Vorstellung des „DenkOrt Deportationen 1941-1944“, seiner Entstehungsgeschichte und der Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.
2. Allgemeine Bedeutung von Holocaust-Mahnmalen: Erörterung der Grundlagen der Erinnerungskultur, des Gedenkens und Erinnerns sowie der Bedeutung von Standorten für Gedenkstätten.
3. Methodik: Beschreibung der angewandten qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden, darunter Interviews, schriftliche Befragungen und Passantenzählungen.
4. Bedeutung des Würzburger DenkOrt ‚Deportationen 1941-1944‘: Detaillierte Betrachtung der Einbindung unterfränkischer Kommunen in das Projekt sowie dessen Finanzierung durch Sponsoren.
5. Standortwahl des Mahnmales: Analyse des komplexen Entscheidungsprozesses für den Standort, inklusive der Verwerfung der Aumühle und Erwägung weiterer Plätze bis hin zur finalen Entscheidung für den Bahnhofplatz.
6. Generierter Publikumsverkehr am Bahnhofplatz: Darstellung der Vorgehensweise und Ergebnisse der Passantenfrequenzmessungen am Bahnhofplatz sowie Einschätzungen der Bevölkerung hierzu.
7. Äußere Einwirkungen und Umstände am DenkOrt: Diskussion über die Auswirkungen von Alltagslärm und Vandalismus auf das Mahnmal und dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Standortes und ein Resümee zur Rolle des Mahnmals im städtischen Alltag.
DenkOrt Deportationen, Holocaust-Mahnmal, Erinnerungskultur, Würzburg, Standortwahl, Passantenfrequenz, Bahnhofplatz, Gedenken, Erinnern, Stadtplanung, NS-Verbrechen, Unterfranken, Sozialforschung, Standortqualität, Partizipation.
Die Arbeit analysiert die fachliche Standortwahl und die Publikumsfrequenz des Mahnmals „DenkOrt Deportationen 1941-1944“ in Würzburg.
Zu den Kernpunkten gehören die Erinnerungspolitik, die standörtliche Integration des Mahnmals in den öffentlichen Raum sowie die Akzeptanz durch die Bevölkerung.
Geprüft wird, inwieweit der zentrale Standort am Würzburger Bahnhofplatz dazu geeignet ist, die Erinnerung an die Deportationen unterfränkischer Juden effektiv in den Alltag der Bevölkerung einzubetten.
Die Arbeit kombiniert qualitative Leitfadeninterviews mit Expertinnen und Experten sowie quantitative Erhebungen (Passantenzählung, schriftliche Befragungen).
Behandelt werden die Planungsgeschichte, die Suche nach einem geeigneten Standort, die Finanzierung durch Spenden und Kommunen sowie die empirische Analyse des Publikumsaufkommens.
Wichtige Begriffe sind DenkOrt, Erinnerungskultur, Bahnhofplatz, Standortwahl, Passantenfrequenz und Partizipation der Kommunen.
Die Aumühle war der ursprünglich favorisierte, historisch authentische Ort, musste jedoch aufgrund baulicher Mängel und hoher Instandsetzungskosten verworfen werden.
Trotz geringerer historischer Authentizität bietet der Bahnhofplatz eine hohe Besucherfrequenz, wodurch das Gedenken eine breite öffentliche Aufmerksamkeit und Integration in den Alltag erfährt.
Umfragen zufolge bewertet eine absolute Mehrheit den Standort am Bahnhofplatz als geeignet und zentral.
Die Thesis kommt zu dem Ergebnis, dass Vandalismus am DenkOrt bisher kaum vorkommt und die meisten Vorkommnisse lediglich versehentliche Beschädigungen oder Unordentlichkeiten sind.
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