Masterarbeit, 2014
90 Seiten, Note: 1,0
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Entwicklung numerischer Basiskompetenzen
3.1.1 Entwicklung von Mengen- und Zahlkonzepten
3.1.2 Entwicklung von Rechenstrategien
3.2 Bereichsübergreifende kognitive Einflussfaktoren
3.2.1 Intelligenz
3.2.2 Arbeitsgedächtnis
3.2.3 Zugriffsgeschwindigkeit auf das Langzeitgedächtnis
3.2.4 Sprachliche Kompetenzen
3.2.4.1 Phonologische Bewusstheit
3.2.4.2 Wortschatz
3.3 Rechenschwäche
4 Fragestellung und Hypothesen
5 Methode
5.1 Stichprobe
5.2 Messinstrumente
5.2.1 Bereichsübergreifende Kompetenzen (Prädiktoren)
5.2.1.1 Intelligenz
5.2.1.2 Arbeitsgedächtnis
5.2.1.3 Abrufgeschwindigkeit aus dem Langzeitgedächtnis
5.2.1.4 Phonologische Bewusstheit
5.2.1.5 Wortschatz
5.2.2 Numerische Kompetenzen
5.2.3 Mathematikleistung
5.3 Datenaufbereitung
6 Ergebnisse
6.1 Fragestellung 1
6.2 Fragestellung 2
6.3 Fragestellung 3
7 Diskussion
Diese Arbeit untersucht den längsschnittlichen Einfluss bereichsübergreifender kognitiver Fähigkeiten bei fünfjährigen Kindergartenkindern auf ihre spätere numerische Entwicklung im Alter von sechs Jahren sowie auf ihre mathematischen Leistungen am Ende der zweiten Klasse. Das Hauptziel besteht darin, Prädiktoren für den numerischen Kompetenzerwerb zu identifizieren und die Rolle früher kognitiver Faktoren für das Risiko einer Rechenschwäche zu evaluieren.
3.2.2 Arbeitsgedächtnis
Neben der Intelligenz hat sich in letzter Zeit vor allem die Funktionstüchtigkeit des Arbeitsgedächtnisses als wichtige Einflusskomponente für den Erwerb von bereichsspezifischen Kompetenzen herausgestellt und rückt zunehmend in den Fokus der Forschung (z.B. Simmons, Singleton & Horne, 2008; Schuchardt, Kunze, Grube & Hasselhorn, 2006; Ricken & Fritz, 2006). Im Gegensatz zur Intelligenz scheint das Arbeitsgedächtnis laut mehrerer Autoren einen viel größeren Einfluss auf die Entwicklung spezifischer Kompetenzen zu haben, so auch auf den numerischen Kompetenzerwerb (Krajewski, Schneider & Nieding, 2008; Alloway & Alloway, 2010; Schuchardt et al., 2014). Alloway und Alloway (2010) konnten in ihrer Längsschnittstudie belegen, dass die Arbeitsgedächtnisfähigkeiten bei fünfjährigen Kindern die Schulleistungen im Lesen, Schreiben und auch Rechnen sechs Jahre später besser vorhersagen konnten als der IQ.
Das Arbeitsgedächtnis dient der kurzfristigen Speicherung und Verarbeitung von Informationen und ist damit schon ab der frühen Kindheit als ein Schlüsselsystem für das Verständnis komplexer kognitiver Leistungen anzusehen (Hagendorf, 2006).
Das Lösen einer mündlich gestellten Rechenaufgabe, z.B. 15 x 3 stellt für einen Rechenanfänger eine komplexe kognitive Anforderung dar, die das Arbeitsgedächtnis in hohem Maße beansprucht. So muss die Aufgabe zunächst als auditiv-verbale Information im Arbeitsgedächtnis behalten werden, um dann eine Lösungsstrategie zu planen und auszuführen. Während der Ausführung müssen unter Umständen auch Zwischenergebnisse gespeichert werden, die erst später weiterverarbeitet werden. Für erwachsene geübte Rechner stellt diese Aufgabe hingegen keine Schwierigkeit dar. Sie benötigen aufgrund der Bekanntheit jedes Lösungsschrittes nur eine geringe Menge an Arbeitsgedächtniskapazität oder haben das Ergebnis bereits in ihrer Wissensbasis gespeichert und können es daher ohne Mühe abrufen (Grube, 2005).
1 Zusammenfassung: Diese Studie analysiert längsschnittlich, wie kognitive Kompetenzen von Fünfjährigen die numerische Entwicklung beeinflussen.
2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des numerischen Vorwissens und die Herausforderung, Defizite frühzeitig zu identifizieren.
3 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert Modelle zur Entwicklung numerischer Kompetenzen und kognitiver Prädiktoren wie Intelligenz und Arbeitsgedächtnis.
4 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfragen zur Bedeutung kognitiver Einflussfaktoren im Vor- und Grundschulalter sowie zu Risikofaktoren formuliert.
5 Methode: Das Kapitel beschreibt das Design der Längsschnittstudie, die eingesetzten Testverfahren und die Datenaufbereitung.
6 Ergebnisse: Zusammenfassung der Regressionsanalysen, die den signifikanten Einfluss des Arbeitsgedächtnisses auf die numerische Leistung aufzeigen.
7 Diskussion: Diskussion der Befunde vor dem Hintergrund bestehender Forschung und Implikationen für die Förderung rechenschwacher Kinder.
Numerische Kompetenzen, Arbeitsgedächtnis, Intelligenz, Rechenschwäche, Längsschnittstudie, Phonologische Bewusstheit, Wortschatz, Mathematikförderung, Zentrale Exekutive, Visuell-räumlicher Notizblock, Kognitive Prädiktoren, Schulleistungen, Grundschulalter, Vorschulalter
Die Arbeit untersucht den Einfluss bereichsübergreifender kognitiver Faktoren bei fünfjährigen Kindern auf deren spätere mathematische Kompetenzen.
Zentrale Themen sind Arbeitsgedächtnis, Intelligenz, mathematische Vorläuferfähigkeiten und die Identifikation von Risikofaktoren für Rechenschwäche.
Das Ziel ist es, zu analysieren, welche frühen kognitiven Kompetenzen im Vorschulalter am stärksten die mathematische Leistung in der Grundschule vorhersagen.
Es handelt sich um eine Längsschnittstudie, in der Daten mittels linearer und logistischer Regressionsanalysen statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu numerischen Kompetenzen sowie die detaillierte Beschreibung der Testmethoden und der statistischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Arbeitsgedächtnis, numerische Kompetenz, Rechenschwäche, Längsschnittanalyse und kognitive Prädiktoren.
Das Arbeitsgedächtnis ist bei Rechenanfängern entscheidend, da es zur Speicherung und Verarbeitung von Aufgabeninformationen und Zwischenschritten benötigt wird.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Intelligenz erst für die komplexeren mathematischen Anforderungen in der zweiten Grundschulklasse signifikant bedeutsam wird.
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